Herz- & Gefäßerkrankungen

Herzgesundheit verstehen und fördern
Herzgesundheit verstehen und fördern

❤️ Herz- & Gefäßerkrankungen – das Wichtigste auf einen Blick

  • Herz-Kreislauf-Erkrankungen sind die häufigste Todesursache in Deutschland
  • Bluthochdruck, Arteriosklerose und erhöhte Blutfette entwickeln sich über Jahre – still und schleichend
  • Naturheilkunde kann Risikofaktoren aktiv senken und Herz-Kreislauf-Gesundheit langfristig verbessern
  • Schulmedizinische Therapie (Medikamente, Stents, OPs) und Naturheilkunde schließen sich nicht aus
  • Wichtig: Akute Herz-Kreislauf-Ereignisse sind immer medizinische Notfälle – sofort Notruf 112!

🚨 Notfall: Brustschmerzen, Atemnot, einseitige Lähmung, plötzlicher starker Kopfschmerz → sofort 112 anrufen! Kein Warten, kein Selbstversuch.

Das Herz schlägt rund 100.000 Mal am Tag. Die Blutgefäße versorgen jeden Winkel des Körpers mit Sauerstoff und Nährstoffen. Wenn dieses System aus dem Gleichgewicht gerät – schleichend, über Jahre, ohne spürbare Warnung – können die Folgen dramatisch sein: Herzinfarkt, Schlaganfall, Herzrhythmusstörungen, Herzinsuffizienz.

Die gute Nachricht: Herz-Kreislauf-Erkrankungen sind in weiten Teilen beeinflussbar. Ernährung, Bewegung, Stressregulation, Schlaf, Nährstoffversorgung – all das hat einen messbaren Einfluss auf Blutdruck, Gefäßzustand, Herzrhythmus und Blutfette. Das ist keine Alternativmedizin, das ist evidenzbasierte Prävention.

In meiner Praxis in Wernau bei Stuttgart begleite ich seit über 33 Jahren Menschen mit Herz-Kreislauf-Beschwerden – komplementär zur schulmedizinischen Behandlung, niemals als Ersatz. Mein Ansatz: die Risikofaktoren ernst nehmen, die Ursachen verstehen und das Herz-Kreislauf-System von innen heraus stärken.

🔬 Wie entstehen Herz- & Gefäßerkrankungen?

Herzinfarkt und Schlaganfall kommen selten aus dem Nichts. Fast immer gibt es eine jahrelange Vorgeschichte, die aus mehreren miteinander verknüpften Risikofaktoren besteht.

Arteriosklerose – der stille Prozess

Arteriosklerose – die Verhärtung und Verengung der Arterien – beginnt bereits im jungen Erwachsenenalter und schreitet langsam voran. Entzündliche Prozesse in der Gefäßwand, oxidiertes LDL-Cholesterin, Ablagerungen aus Fett, Kalk und Bindegewebe verengen die Blutbahn. Das Herz muss gegen zunehmenden Widerstand pumpen – Bluthochdruck entsteht oder verschlimmert sich.

Die klassischen Risikofaktoren

Schulmedizin und Naturheilkunde sind sich einig über die wichtigsten Risikofaktoren: Bluthochdruck, erhöhte Blutfette (LDL-Cholesterin, Triglyzeride), Diabetes und Insulinresistenz, Rauchen, Bewegungsmangel, Übergewicht, chronischer Stress.

Was die Naturheilkunde ergänzend betont und was im konventionellen Praxisalltag oft nicht gemessen wird: stille Entzündung (erhöhtes hs-CRP), erhöhtes Homocystein (ein unabhängiger Gefäßrisikofaktor), Omega-3-Mangel (schlechte entzündungshemmende Kapazität), Vitamin-D-Mangel (mit Herzrisiko assoziiert), Magnesiummangel (fördert Bluthochdruck und Herzrhythmusstörungen) und oxidativer Stress.

Stress und das Herz

Chronischer Stress ist ein unterschätzter Herzrisikofaktor. Dauerhaft erhöhte Stresshormone (Kortisol, Adrenalin) erhöhen Blutdruck und Herzfrequenz, fördern Entzündungen, begünstigen Insulinresistenz und stören den Schlaf. Die Herzratenvariabilität – ein Maß für die Anpassungsfähigkeit des Herzens – sinkt messbar mit zunehmendem Stress.

Was viele nicht wissen: Das Herz hat ein eigenes Nervensystem mit rund 40.000 Nervenzellen. Es kommuniziert ständig mit dem Gehirn – in beide Richtungen. Wer seinen Stress dauerhaft nicht reguliert, schickt seinem Herzen täglich ungünstige Signale. Umgekehrt können Entspannungsübungen, Atemtechniken und Biofeedback nachweislich Blutdruck senken und die Herzratenvariabilität verbessern.

In meiner Praxis messe ich die Herzratenvariabilität als Ausgangsbefund und zur Verlaufskontrolle. Sie zeigt mir, wie gut das vegetative Nervensystem des Patienten reguliert – und wie gut die Therapie anspricht.

💊 Naturheilkundliche Begleitung bei Herz- & Gefäßerkrankungen

Naturheilkunde kann bei Herz-Kreislauf-Erkrankungen auf mehreren Ebenen gleichzeitig wirken:

  • Orthomolekulare Medizin: Magnesium (blutdrucksenkend, antiarrhythmisch), Omega-3 (Triglyzeride senken, entzündungshemmend), CoQ10 (Mitochondrien und Herzmuskel), Vitamin D + K2 (Gefäßschutz, Kalksteuerung), Homocystein senken mit B-Vitaminen
  • Phytotherapie: Weißdorn (Crataegus) für die Herzfunktion, Knoblauch und Olivenblattextrakt für den Blutdruck, Artischocke für Cholesterin und Leber
  • IHHT – Intervall-Hypoxie-Hyperoxie-Therapie: Trainiert Mitochondrien, verbessert Sauerstoffverwertung und Mikrozirkulation – besonders wertvoll bei koronarer Herzkrankheit und Herzinsuffizienz
  • BEMER Magnetfeldtherapie: Verbessert die Mikrozirkulation in kleinen Gefäßen – unterstützend bei Durchblutungsstörungen
  • Akupunktur: Blutdruckregulation und Stressreduktion – in Studien untersucht
  • Ernährungstherapie: Mediterrane oder DASH-Diät, Reduktion von Zucker und Transfetten, gezielte Lebensmittelauswahl
  • Bioresonanz nach Paul Schmidt: Ergänzende erfahrungsmedizinische Methode, wissenschaftlich nicht anerkannt – zur Analyse von Belastungen und Regulationsstörungen
⚠️ Wichtig: Herz-Kreislauf-Medikamente (Blutdruckmittel, Blutverdünner, Statine) werden niemals eigenmächtig abgesetzt. Naturheilkunde begleitet – sie ersetzt nicht die ärztliche Therapie. Veränderungen an der Medikation immer mit dem behandelnden Arzt besprechen.

🔎 Labordiagnostik – über den Standard hinaus

Das Standard-Blutbild beim Hausarzt zeigt LDL, HDL, Gesamtcholesterin und Triglyzeride. Das ist wichtig – aber nicht ausreichend. Ich arbeite mit dem Labor IMD Berlin zusammen und untersuche ergänzend:

  • Lipoprotein(a): Genetisch bedingter, unabhängiger Herzrisikofaktor – wird routinemäßig oft nicht gemessen
  • Homocystein: Erhöhte Werte schädigen Gefäßwände direkt – gut beeinflussbar mit B-Vitaminen
  • hs-CRP: Hochsensitives CRP als Marker für stille Entzündung in den Gefäßen
  • Omega-3-Index: Maß für die entzündungshemmende Kapazität; Zielwert über 8 %
  • CoQ10 (Coenzym Q10): Mitochondriale Funktion des Herzmuskels; besonders wichtig bei Statin-Einnahme
  • Vitamin D (25-OH): Mit Herzerkrankungen und Bluthochdruck assoziiert
  • Magnesium (Vollblut): Intrazellulärer Mangel häufig bei Herzrhythmusstörungen und Hypertonie
  • Nüchterninsulin + HbA1c: Früherkennung von Insulinresistenz, bevor Diabetes manifest wird

🥦 Ernährung – das Fundament für Herz und Gefäße

Die mediterrane Ernährung ist die am besten untersuchte Kostform bei Herz-Kreislauf-Erkrankungen. Die PREDIMED-Studie – eine der größten Ernährungsstudien weltweit – zeigte, dass eine mediterrane Ernährung mit nativem Olivenöl oder Nüssen das kardiovaskuläre Risiko um rund 30 % senken kann. Dabei wurden keine Kalorien gezählt und keine Verbote ausgesprochen: Der Fokus lag auf der Qualität der Nahrungsmittel.

Praktisch bedeutet das: viel Gemüse und Hülsenfrüchte, fettreicher Fisch zweimal pro Woche (Lachs, Makrele, Hering), hochwertiges Olivenöl als Hauptfettquelle, eine Handvoll Nüsse täglich, wenig rotes und verarbeitetes Fleisch, wenig Zucker und Weißmehl, kein Transfett aus Margarine oder industriell gefertigten Produkten.

Besonders wichtig für Herzpatienten: den Zuckerkonsum drastisch reduzieren. Zucker erhöht Triglyzeride, fördert stille Entzündung, begünstigt Insulinresistenz und ist einer der stärksten Treiber für Arteriosklerose – deutlich unterschätzter als Cholesterin.

Für die gezielte Nährstoffergänzung – Omega-3, Magnesium, CoQ10, Vitamin D + K2 – empfehle ich die Qualitätsprodukte von Sunday Natural. Mit dem Rabattcode TAN17421 erhalten Sie 10 % Rabatt bei sunday.de.

🏃 Bewegung – das unterschätzte Herzmedikament

Kein Medikament hat in der Herzprävention eine bessere Datenlage als regelmäßige körperliche Aktivität. Ausdauersport stärkt den Herzmuskel, senkt den Ruhepuls, verbessert die Herzratenvariabilität, senkt Blutdruck und Triglyzeride, erhöht das schützende HDL-Cholesterin und reduziert Entzündungsmarker.

Die Empfehlung: mindestens 150 Minuten moderates Ausdauertraining pro Woche – Spazierengehen, Radfahren, Schwimmen. Wer nach einem Herzinfarkt oder bei Herzinsuffizienz wieder beginnen möchte, tut das am besten in einem kardiologisch begleiteten Programm.

Für Patienten, die körperlich eingeschränkt sind oder noch nicht belastbar sind, bietet die IHHT (Intervall-Hypoxie-Hyperoxie-Therapie) eine wertvolle Alternative: Das Höhentraining im Liegen trainiert die Mitochondrien und verbessert die Sauerstoffverwertung – ohne körperliche Anstrengung. Mehr dazu auf der IHHT-Seite.

😴 Schlaf und Herzgesundheit

Schlechter Schlaf ist ein eigenständiger Herzrisikofaktor. Wer regelmäßig weniger als sechs Stunden schläft, hat ein messbar höheres Risiko für Bluthochdruck, Herzinfarkt und Vorhofflimmern. Schlafapnoe – Atemaussetzer in der Nacht – erhöht das Herzrisiko besonders drastisch und wird häufig nicht erkannt – obwohl sie gut behandelbar ist, wenn sie diagnostiziert wurde. Ich empfehle bei entsprechendem Verdacht immer eine Abklärung beim Hausarzt oder einem Schlaflabor.

In meiner Praxis nehme ich Schlafprobleme bei Herzpatienten sehr ernst. Oft steckt dahinter Magnesiummangel, ein überaktives Nervensystem oder eine unbehandelte Schilddrüsenstörung. Eine gezielte Diagnostik und Behandlung des Schlafs ist damit auch immer Herztherapie.

📋 Die Unterseiten – Ihr Wegweiser durch das Thema

Jede Herz-Kreislauf-Erkrankung hat ihre eigene Dynamik und ihren eigenen naturheilkundlichen Ansatz. Wählen Sie das Thema, das zu Ihrer Situation passt:


🩸 Arteriosklerose
Verhärtete, verengte Arterien – oft jahrzehntelang ohne Symptome. Was die Gefäßwände schützt und wie der Prozess naturheilkundlich verlangsamt werden kann.


💊 Blutdrucksenker & Naturheilkunde
Blutdruckmittel dauerhaft – aber mit Nebenwirkungen? Wie naturheilkundliche Begleitung die Medikamentendosis langfristig reduzieren kann.


📈 Bluthochdruck & Hypertonie
Der stille Killer: Bluthochdruck verursacht lange keine Symptome – richtet aber im Verborgenen Schäden an. Ursachen und naturheilkundliche Strategien.


🧪 Cholesterin
Cholesterin ist nicht gleich Cholesterin. Was LDL, HDL, Lipoprotein(a) und Triglyzeride wirklich bedeuten – und wie man sie gezielt beeinflusst.


🔄 Durchblutungsstörungen
Kalte Hände und Füße, Kribbeln, Schwere in den Beinen – Durchblutungsstörungen sind ein Warnsignal. Was hinter der mangelnden Mikrozirkulation steckt.


⚠️ Herzinfarkt & Schlaganfall
Prävention und Nachsorge: Wie Naturheilkunde das Risiko senkt und wie betroffene Patienten nach einem Ereignis regenerativ begleitet werden können.


💓 Herzrhythmus & Herzratenvariabilität
Das Herz soll gleichmäßig schlagen – aber auch flexibel reagieren. Was Herzrhythmusstörungen und eine niedrige HRV bedeuten und wie Magnesium, IHHT & Akupunktur helfen.


💊 Statine & Naturheilkunde
Statine senken Cholesterin – aber auch CoQ10. Was Muskelschmerzen unter Statinen bedeuten, warum CoQ10-Supplementierung sinnvoll ist und wie naturheilkundliche Begleitung aussieht.


🔁 Vorhofflimmern – wenn es chronisch wird
Vorhofflimmern ist die häufigste Herzrhythmusstörung. Magnesium, Omega-3, Stressregulation und IHHT als ergänzende Maßnahmen zur kardiologischen Therapie.

💡 Hinweis: Bei allen Herz-Kreislauf-Erkrankungen arbeite ich ergänzend zur kardiologischen und hausärztlichen Behandlung. Bitte bringen Sie beim Ersttermin Ihre aktuellen Laborwerte und Medikamentenliste mit – das erleichtert die Planung erheblich.

Ihr Herz verdient mehr als Tabletten allein.

Naturheilkundliche Begleitung bei Herz- & Gefäßerkrankungen – in Wernau bei Stuttgart, seit über 33 Jahren.

📍 Silcherstraße 9 · 73249 Wernau  |  📞 07153 32314  |  ✉️ kreuer@mail.de

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Die Inhalte dieser Seite dienen der allgemeinen Information und ersetzen keine ärztliche Diagnose oder Therapie. Bei Verdacht auf ein akutes Herz-Kreislauf-Ereignis sofort den Notruf 112 wählen. Naturheilkundliche Methoden ergänzen die kardiologische Behandlung – sie ersetzen sie nicht. Weitere rechtliche Hinweise im Impressum.

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