Fibromyalgie – chronische Schmerzen in Muskeln und Bindegewebe, die den ganzen Körper betreffen können.
- 🦴 Teil 1 – Was ist Fibromyalgie? Das Krankheitsbild verstehen
- 🔍 Teil 2 – Ursachen und auslösende Faktoren
- 🩺 Teil 3 – Diagnostik: Den Beschwerden auf den Grund gehen
- 💆 Teil 4 – Naturheilkundliche Therapie: Mein Behandlungskonzept
- 🥗 Teil 5 – Ernährung, Lebensstil und Selbsthilfe
- ⚖️ Teil 6 – Naturheilkunde und Schulmedizin: Sinnvolle Ergänzung
- ❓ Teil 7 – Häufige Fragen (FAQ) & Ihr Weg in die Praxis
🦴 Fibromyalgie – Naturheilkundliche Behandlung in Wernau
Ganzheitliche Begleitung bei chronischen Muskel- und Weichteilschmerzen – Heilpraktiker Kreuer seit 1992
Fibromyalgie ist eines der rätselhaftesten Krankheitsbilder überhaupt. Betroffene leiden unter chronischen Schmerzen am ganzen Körper, bleierner Erschöpfung und einer Vielzahl weiterer Beschwerden – doch alle Untersuchungen bleiben unauffällig. Das macht die Situation besonders belastend.
In meiner Naturheilpraxis in Wernau bei Stuttgart/Esslingen begleite ich seit über 30 Jahren Menschen mit Fibromyalgie. Dabei setze ich auf bewährte naturheilkundliche Verfahren wie Bioresonanztherapie, Akupunktur, Neuraltherapie und weitere sanfte Methoden.
🦴 Teil 1 – Was ist Fibromyalgie? Das Krankheitsbild verstehen
Ein komplexes Schmerzsyndrom
Fibromyalgie – wörtlich „Faser-Muskel-Schmerz“ – ist ein chronisches Schmerzsyndrom, das Muskeln, Sehnen und Bindegewebe betrifft. Die Schmerzen wandern oft durch den ganzen Körper und werden von den Betroffenen als tief, dumpf oder brennend beschrieben.
Das Besondere an der Fibromyalgie: Alle schulmedizinischen Untersuchungen – Röntgen, MRT, Blutuntersuchungen – bleiben in der Regel ohne Befund. Es gibt keine sichtbare Entzündung, keine strukturelle Veränderung. Die Schmerzen sind dennoch real und können das Leben massiv einschränken.
In Deutschland sind etwa 2-4% der Bevölkerung betroffen, Frauen deutlich häufiger als Männer. Die Erkrankung beginnt meist zwischen dem 30. und 50. Lebensjahr, kann aber in jedem Alter auftreten.
Typische Symptome der Fibromyalgie
Chronische Schmerzen: Das Leitsymptom – diffuse Schmerzen in Muskeln und Bindegewebe, oft am ganzen Körper. Typisch sind schmerzhafte Druckpunkte (Tender Points) an bestimmten Stellen.
Erschöpfung: Eine bleierne Müdigkeit, die auch durch Schlaf nicht besser wird. Viele Betroffene beschreiben das Gefühl, „wie durch Watte zu gehen“.
Schlafstörungen: Der Schlaf ist oft nicht erholsam. Betroffene wachen morgens gerädert auf, obwohl sie lange geschlafen haben.
Kognitive Störungen: Konzentrationsprobleme und Vergesslichkeit – in der Fachwelt als „Fibro-Fog“ (Fibromyalgie-Nebel) bekannt.
Weitere Beschwerden: Kopfschmerzen, Reizdarm, Reizblase, Empfindlichkeit gegenüber Kälte, Licht oder Geräuschen, depressive Verstimmungen.
Die Tender Points
Lange Zeit wurde die Diagnose über 18 definierte Schmerzpunkte gestellt – die sogenannten Tender Points. Mindestens 11 davon mussten bei Druck schmerzhaft sein. Diese Punkte liegen an typischen Stellen wie Nacken, Schultern, Ellenbogen, Hüften und Knien.
Heute wird diese strikte Zählung nicht mehr als alleiniges Kriterium verwendet. Wichtiger ist das Gesamtbild: chronische, ausgedehnte Schmerzen über mindestens drei Monate, verbunden mit den typischen Begleitsymptomen.
Fibromyalgie ist keine Einbildung
Viele Betroffene haben eine lange Odyssee von Arzt zu Arzt hinter sich, bis die Diagnose gestellt wird. Manche werden nicht ernst genommen oder hören, sie hätten „nichts“ oder es sei „psychisch“.
Das stimmt so nicht. Die moderne Forschung zeigt, dass bei Fibromyalgie die Schmerzverarbeitung im zentralen Nervensystem gestört ist. Das Gehirn verstärkt Schmerzreize und filtert sie nicht mehr ausreichend. Die Schmerzen sind also real – nur ihre Ursache liegt nicht im Gewebe, sondern in der Schmerzverarbeitung.
Abgrenzung zu anderen Erkrankungen
Fibromyalgie wird oft mit anderen Erkrankungen verwechselt oder tritt gemeinsam mit ihnen auf. Die Abgrenzung ist wichtig für die richtige Behandlung.
Rheumatoide Arthritis: Im Gegensatz zur Fibromyalgie zeigt die rheumatoide Arthritis typische Entzündungszeichen im Blut und sichtbare Gelenkveränderungen. Bei Fibromyalgie sind die Gelenke nicht entzündet.
Chronisches Erschöpfungssyndrom (CFS): Die Symptome überlappen sich stark. Bei CFS steht die Erschöpfung im Vordergrund, bei Fibromyalgie die Schmerzen. Viele Betroffene haben Merkmale beider Erkrankungen.
Schilddrüsenerkrankungen: Eine Schilddrüsenunterfunktion kann ähnliche Symptome wie Fibromyalgie verursachen. Deshalb sollte die Schilddrüse immer untersucht werden.
Depression: Depressionen können mit körperlichen Schmerzen einhergehen. Umgekehrt entwickeln viele Fibromyalgie-Patienten durch die chronischen Schmerzen depressive Symptome. Hier liegt oft ein Wechselspiel vor.
Die psychosomatische Dimension
Körper und Seele sind bei Fibromyalgie eng verwoben. Das bedeutet nicht, dass die Erkrankung „eingebildet“ ist – aber seelische Faktoren spielen eine wichtige Rolle.
Viele Betroffene berichten, dass die Fibromyalgie nach belastenden Lebensereignissen begann oder sich in Stressphasen verschlimmert. Das liegt daran, dass das Nervensystem auf seelische Belastungen genauso reagiert wie auf körperliche.
In der naturheilkundlichen Behandlung berücksichtige ich immer beide Ebenen. Oft ist es hilfreich, neben der körperlichen Behandlung auch die seelische Situation anzuschauen und Entspannungstechniken zu erlernen.
Naturheilkundliche Behandlung bei Fibromyalgie – sanft und ganzheitlich.
🔍 Teil 2 – Ursachen und auslösende Faktoren
Die Ursachen sind nicht vollständig geklärt
Die genauen Ursachen der Fibromyalgie sind bis heute nicht abschließend verstanden. Es scheint sich um ein Zusammenspiel verschiedener Faktoren zu handeln – genetische Veranlagung, Störungen im Nervensystem, Stoffwechselprobleme und äußere Auslöser.
Aus naturheilkundlicher Sicht betrachte ich den Menschen als Ganzes. Ich frage: Welche Blockaden hindern den Organismus daran, sich selbst zu regulieren? Welche Belastungen schwächen das System?
Störung der Schmerzverarbeitung
Bei Fibromyalgie-Patienten ist die Schmerzverarbeitung im zentralen Nervensystem verändert. Die Schmerzschwelle ist herabgesetzt – Reize, die andere Menschen kaum wahrnehmen, werden als schmerzhaft empfunden.
Man spricht von einer „zentralen Sensibilisierung“: Das Nervensystem ist überempfindlich geworden. Es reagiert auf kleinste Reize mit Schmerzsignalen und beruhigt sich nicht mehr.
Auslösende Faktoren
Viele Betroffene berichten, dass ihre Fibromyalgie nach einem bestimmten Ereignis begonnen hat. Häufige Auslöser sind schwere Infektionen (z.B. Pfeiffersches Drüsenfieber, Borreliose), körperliche Traumata (Unfälle, Operationen), psychische Belastungen (Verlust, Trennung, Mobbing) und hormonelle Umstellungen (Wechseljahre).
Auch chronischer Stress über lange Zeit kann das Nervensystem aus dem Gleichgewicht bringen und die Schmerzverarbeitung dauerhaft stören.
Weitere mögliche Faktoren
Mitochondriale Störungen: Die Mitochondrien – die Kraftwerke unserer Zellen – funktionieren bei manchen Fibromyalgie-Patienten nicht optimal. Das könnte die Erschöpfung erklären.
Darmgesundheit: Die Darmflora beeinflusst über die Darm-Hirn-Achse auch das Nervensystem. Eine gestörte Darmflora kann Entzündungen fördern und die Schmerzempfindlichkeit erhöhen.
Mikronährstoffmängel: Mängel an Vitamin D, Magnesium oder B-Vitaminen sind bei Fibromyalgie-Patienten häufig und können die Symptome verstärken.
Schlafstörungen: Schlechter Schlaf und Schmerzen verstärken sich gegenseitig in einem Teufelskreis. Wer schlecht schläft, ist schmerzempfindlicher – und wer Schmerzen hat, schläft schlecht.
🩺 Teil 3 – Diagnostik: Den Beschwerden auf den Grund gehen
Das ausführliche Gespräch
Am Anfang steht ein gründliches Gespräch. Ich möchte verstehen, wie Ihre Beschwerden entstanden sind, wie sie sich anfühlen und was sie beeinflusst.
Wichtige Fragen sind: Seit wann bestehen die Schmerzen? Wo tun Sie weh – überall oder an bestimmten Stellen? Wie ist der Schlaf? Gibt es Erschöpfung, Konzentrationsprobleme? Gab es einen Auslöser – Infekt, Trauma, Stress? Welche Behandlungen wurden schon versucht?
Auch die Lebensgeschichte ist wichtig: Frühere Erkrankungen, belastende Erlebnisse, familiäre Vorgeschichte. Bei Fibromyalgie hängt oft vieles zusammen.
Körperliche Untersuchung
Bei der körperlichen Untersuchung prüfe ich die typischen Tender Points – aber nicht als Zählübung, sondern um ein Gefühl für das Schmerzmuster zu bekommen.
Ich taste Muskeln und Bindegewebe ab, prüfe Beweglichkeit und Haltung, suche nach Verspannungen, Verhärtungen und Triggerpunkten. Auch die Wirbelsäule und die Gelenke werden untersucht, um andere Ursachen auszuschließen.
Bioresonanzdiagnose nach Paul Schmidt – energetische Testung zur Therapieplanung.
Ergänzende naturheilkundliche Diagnostik
Bioresonanzdiagnose: Mit dem Rayonex-System nach Paul Schmidt kann ich energetische Störungen und Belastungen erfassen. Bei Fibromyalgie-Patienten zeigen sich oft Hinweise auf Stoffwechselbelastungen, Regulationsstörungen oder chronische Infektbelastungen.
Augendiagnose: Die Irisdiagnose kann Hinweise auf die konstitutionelle Veranlagung geben – etwa auf Bindegewebsschwäche, Stoffwechselbelastungen oder nervliche Überreizung.
Ohr-Punktsuche: Das Ohr bildet den gesamten Körper ab. Schmerzhafte oder reaktive Punkte zeigen belastete Körperbereiche und dienen als Grundlage für die Ohrakupunktur.
Laboruntersuchungen
Laboruntersuchungen sind bei Fibromyalgie wichtig – nicht um die Diagnose zu stellen (die ist ja eine Ausschlussdiagnose), sondern um behandelbare Faktoren zu finden.
Wichtige Parameter sind Entzündungswerte und Schilddrüsenfunktion, Vitamin D, Magnesium, B-Vitamine, Omega-3-Index, Eisenstatus sowie ggf. Stuhluntersuchungen zur Beurteilung der Darmflora.
Mikronährstoffmängel sind bei Fibromyalgie häufig und können die Symptome verschlimmern. Ihre Korrektur ist ein wichtiger Baustein der Behandlung.
Bevor die Diagnose Fibromyalgie gestellt wird, müssen andere Erkrankungen ausgeschlossen werden. Dazu gehören rheumatische Erkrankungen, Schilddrüsenprobleme, neurologische Erkrankungen und Infektionskrankheiten.
💆 Teil 4 – Naturheilkundliche Therapie: Mein Behandlungskonzept
Bei Fibromyalgie setze ich auf ein breites Spektrum bewährter naturheilkundlicher Verfahren. Die Behandlung ist immer individuell – denn jeder Mensch ist anders, jede Fibromyalgie hat ihre eigene Geschichte.
Bioresonanztherapie nach Paul Schmidt
Die Bioresonanztherapie nach Paul Schmidt (Rayonex) ist bei Fibromyalgie eine meiner wichtigsten Methoden. Sie arbeitet mit feinen energetischen Schwingungen, die auf den Organismus einwirken.
Nach der Testung stelle ich individuelle Frequenzprogramme zusammen – abgestimmt auf Ihre persönlichen Belastungen und Blockaden. Viele Patienten empfinden die Sitzungen als tief entspannend und berichten über besseren Schlaf, weniger Schmerzen und mehr Energie.
Akupunktur – Körper- und Ohrakupunktur
Die Akupunktur ist bei Fibromyalgie besonders wirksam. Aus Sicht der Traditionellen Chinesischen Medizin liegt eine Störung im Fluss von Qi und Blut vor. Akupunktur löst Blockaden und harmonisiert das Energiesystem.
Bei Fibromyalgie wähle ich Punkte, die das Nervensystem beruhigen, die Schmerzverarbeitung regulieren und die Lebensenergie stärken. Besonders bewährt hat sich die Kombination aus Körper- und Ohrakupunktur.
Dauernadeln im Ohr können die Wirkung zwischen den Sitzungen verlängern und bei Bedarf selbst stimuliert werden.
Akupunktur kann bei Fibromyalgie Schmerzen lindern und das Nervensystem beruhigen.
Neuraltherapie – Störfelder lösen
Die Neuraltherapie nach Huneke arbeitet mit kleinen Mengen eines Lokalanästhetikums (meist Procain), das an bestimmte Stellen injiziert wird.
Bei Fibromyalgie suche ich gezielt nach Störfeldern – Narben, chronisch belastete Stellen, Triggerpunkte. Werden diese Störfelder behandelt, kann sich das gesamte Nervensystem entspannen und die Schmerzverarbeitung normalisieren.
Auch das „Quaddeln“ – die Injektion unter die Haut an bestimmten Zonen – kann bei Fibromyalgie sehr hilfreich sein.
Physiokey – Elektrische Impulstherapie
Der Physiokey arbeitet mit bioadaptiven elektrischen Impulsen. Das Gerät „kommuniziert“ mit dem Nervensystem und passt seine Impulse an die Gewebereaktion an.
Bei Fibromyalgie wird der Physiokey an den schmerzhaften Stellen eingesetzt. Die Impulse können Verspannungen lösen, die Durchblutung fördern und das Nervensystem beruhigen. Die Behandlung ist schmerzfrei und angenehm.
Pneumatron – Pulsierende Schröpfmassage
Das Pneumatron erzeugt einen pulsierenden Wechsel zwischen Unter- und Überdruck. Diese sanfte Schröpfmassage löst Verklebungen im Bindegewebe, fördert die Durchblutung und den Lymphabfluss.
Bei Fibromyalgie sind Bindegewebe und Faszien oft verklebt und verhärtet. Das Pneumatron kann diese Strukturen lockern und so Schmerzen lindern.
Homöopathie – Individuelle Mittelwahl
Die klassische Homöopathie betrachtet den ganzen Menschen – körperlich, seelisch und energetisch. Bei Fibromyalgie wähle ich das passende Mittel nach dem individuellen Beschwerdebild.
Rhus toxicodendron: Bei Schmerzen, die durch Bewegung besser werden. Typisch ist die Morgensteifigkeit, die sich nach dem „Einlaufen“ bessert.
Bryonia: Wenn jede Bewegung die Schmerzen verschlimmert und absolute Ruhe verlangt wird.
Arnica: Bei Zerschlagenheitsgefühl und Schmerzen wie nach Überanstrengung.
Gelsemium: Bei Erschöpfung mit Schweregefühl und „Wie-durch-Watte-Gehen“.
Homöopathische Einzelmittel – individuell ausgewählt nach dem Gesamtbild.
Phytotherapie – Die Kraft der Heilpflanzen
Johanniskraut: Kann bei begleitenden depressiven Verstimmungen und Schlafstörungen helfen.
Baldrian, Hopfen, Passionsblume: Zur Unterstützung des Schlafs und zur Beruhigung des Nervensystems.
Teufelskralle, Weidenrinde: Pflanzliche Schmerzlinderung bei Muskel- und Gelenkschmerzen.
Weihrauch (Boswellia): Entzündungshemmend – kann bei der chronischen Sensibilisierung hilfreich sein.
Weitere Verfahren
Schröpfen und Baunscheidtieren: Ausleitende Verfahren, die die Durchblutung fördern und das Immunsystem anregen.
Sanfte Chiropraktik: Löst Blockaden in der Wirbelsäule und verbessert die Beweglichkeit.
Streckliege: Sanfte Dehnungen der Wirbelsäule zur Entlastung von Nerven und Muskeln.
Taping: Kinesiologisches Tape kann Muskeln unterstützen und Schmerzen lindern.
IHHT – Intervall-Hypoxie-Hyperoxie-Training
Das IHHT (Intervall-Hypoxie-Hyperoxie-Training) ist eine innovative Methode, die bei Fibromyalgie ergänzend eingesetzt werden kann. Dabei atmet der Patient im Wechsel sauerstoffarme und sauerstoffreiche Luft.
Dies trainiert die Mitochondrien – die Kraftwerke unserer Zellen. Bei Fibromyalgie-Patienten funktionieren die Mitochondrien oft nicht optimal, was die Erschöpfung erklären könnte. Das IHHT kann die zelluläre Energieproduktion verbessern und so mehr Kraft und Ausdauer ermöglichen.
Vitamin-C-Hochdosis-Infusionen
Vitamin-C-Hochdosis-Infusionen können bei Fibromyalgie ergänzend sinnvoll sein. Vitamin C ist ein starkes Antioxidans und unterstützt das Immunsystem sowie die Kollagenbildung im Bindegewebe.
Bei chronischen Erkrankungen ist der Vitamin-C-Bedarf erhöht. Durch die Infusion können viel höhere Wirkspiegel erreicht werden als durch orale Einnahme. Viele Patienten berichten über mehr Energie und weniger Infektanfälligkeit.
Behandlungsverlauf und realistische Erwartungen
Fibromyalgie ist eine chronische Erkrankung. Eine „Heilung“ im Sinne von „nie wieder Beschwerden“ kann ich nicht versprechen. Aber eine deutliche Verbesserung der Lebensqualität ist in vielen Fällen möglich.
Die Behandlung erfordert Geduld. Erste Besserungen zeigen sich oft nach 4-6 Wochen, eine stabile Verbesserung braucht meist mehrere Monate. Wichtig ist die Kombination aus Behandlungen in der Praxis und Eigeninitiative im Alltag.
Viele meiner Fibromyalgie-Patienten berichten über weniger Schmerzen, besseren Schlaf, mehr Energie und eine insgesamt höhere Lebensqualität. Das sind realistische Ziele.
Was passiert bei der Behandlung?
Bei Ihrem ersten Termin nehme ich mir Zeit für ein ausführliches Gespräch und eine gründliche Untersuchung. Wir besprechen Ihre Beschwerden, Ihre Geschichte und Ihre Erwartungen.
Dann beginnt meist bereits die erste Behandlung – typischerweise mit Bioresonanztherapie und Akupunktur. Je nach Befund können weitere Verfahren wie Neuraltherapie oder Pneumatron hinzukommen.
Nach der Behandlung besprechen wir, was Sie zu Hause unternehmen können: Ernährung, Bewegung, Entspannung, Nahrungsergänzungsmittel. Gemeinsam planen wir die weiteren Termine.
🥗 Teil 5 – Ernährung, Lebensstil und Selbsthilfe
Entzündungshemmende Ernährung
Die Ernährung spielt bei Fibromyalgie eine wichtige Rolle. Eine entzündungsarme Ernährung kann die Symptome lindern und das Nervensystem beruhigen.
Empfehlenswert: Viel Gemüse und Obst (besonders Beeren, Blattgemüse), Omega-3-reiche Lebensmittel (fetter Fisch, Leinöl, Walnüsse), Gewürze wie Kurkuma und Ingwer, hochwertige Proteine.
Reduzieren: Zucker und Weißmehlprodukte, stark verarbeitete Lebensmittel, Alkohol, Koffein (kann bei manchen Betroffenen die Schlafprobleme verschlimmern).
Manche Fibromyalgie-Patienten reagieren empfindlich auf Glutamat, Aspartam oder Histamin. Ein Ernährungstagebuch kann helfen, individuelle Auslöser zu identifizieren.
Wichtige Mikronährstoffe
Vitamin D: Ein Mangel ist bei Fibromyalgie häufig und kann die Schmerzen verschlimmern. Vitamin D sollte kontrolliert und bei Bedarf ergänzt werden.
Magnesium: Wichtig für Muskeln und Nerven. Kann Krämpfe und Verspannungen lindern.
Omega-3-Fettsäuren: Wirken entzündungshemmend und können die Schmerzempfindlichkeit senken. Der Omega-3-Index sollte regelmäßig kontrolliert werden.
B-Vitamine: Wichtig für das Nervensystem und den Energiestoffwechsel.
Coenzym Q10: Unterstützt die Mitochondrienfunktion und kann bei Erschöpfung helfen.
Die orthomolekulare Medizin bietet bei Fibromyalgie viele Möglichkeiten. Durch gezielte Labortests können wir individuelle Mängel feststellen und ausgleichen. Dies ist ein wichtiger Baustein der Behandlung, der oft unterschätzt wird.
Bewegung – sanft, aber regelmäßig
Bewegung ist bei Fibromyalgie wichtig – aber sie muss sanft und dosiert sein. Zu viel Anstrengung kann die Symptome verschlimmern, zu wenig führt zu Dekonditionierung.
Empfehlenswert: Schwimmen und Wassergymnastik (besonders im Warmwasser), sanftes Yoga oder Tai Chi, Spazierengehen, leichtes Radfahren. Auch Pilates und Feldenkrais können hilfreich sein.
Beginnen Sie langsam und steigern Sie sehr behutsam. Das Prinzip „Pacing“ ist wichtig: Lernen Sie, Ihre Energiereserven einzuteilen und Überanstrengung zu vermeiden. Hören Sie auf Ihren Körper – er zeigt Ihnen, was gut für Sie ist.
Schlafhygiene
Guter Schlaf ist bei Fibromyalgie besonders wichtig – und besonders schwer zu erreichen. Einige Tipps können helfen.
Regelmäßige Schlafzeiten, auch am Wochenende. Kein Bildschirm eine Stunde vor dem Schlafen. Schlafzimmer kühl, dunkel und ruhig halten. Entspannungsrituale vor dem Schlafengehen. Bei Bedarf pflanzliche Schlafmittel wie Baldrian oder Passionsblume.
Stressmanagement
Chronischer Stress verschlimmert die Fibromyalgie. Entspannungstechniken können helfen, das überreizte Nervensystem zu beruhigen.
Bewährt sind: Progressive Muskelentspannung nach Jacobson, Autogenes Training, Achtsamkeitsmeditation, Atemübungen, leichtes Yoga.
Auch das Setzen von Grenzen im Alltag ist wichtig. Lernen Sie, „Nein“ zu sagen und Ihre Kräfte einzuteilen.
Wärme und Entspannung
Viele Fibromyalgie-Patienten empfinden Wärme als wohltuend. Warme Bäder, Wärmflasche, Körnerkissen oder Infrarot-Kabine können die Muskeln entspannen und Schmerzen lindern.
Auch sanfte Massagen können helfen – allerdings nicht zu intensiv, da das Gewebe bei Fibromyalgie oft überempfindlich ist.
Pacing – Die Kraft einteilen
„Pacing“ ist eine der wichtigsten Strategien bei Fibromyalgie. Es bedeutet, die eigene Energie bewusst einzuteilen und Überanstrengung zu vermeiden.
Viele Betroffene machen an guten Tagen zu viel – und zahlen dann mit Tagen voller Schmerzen und Erschöpfung. Dieses „Boom-Bust-Muster“ verschlimmert die Erkrankung langfristig.
Besser ist es, auch an guten Tagen ein mittleres Aktivitätsniveau zu halten und regelmäßige Pausen einzuplanen. So vermeiden Sie die extremen Schwankungen und gewinnen langfristig an Stabilität.
Tagebuch führen
Ein Symptomtagebuch kann sehr hilfreich sein. Notieren Sie täglich Ihre Schmerzen (auf einer Skala von 0-10), Ihren Schlaf, Ihre Aktivitäten und Ihre Stimmung.
So erkennen Sie Muster: Was verschlimmert die Beschwerden? Was hilft? Diese Erkenntnisse sind wertvoll für die Behandlung und für Ihr eigenes Verständnis der Erkrankung.
Soziale Unterstützung
Fibromyalgie ist eine unsichtbare Erkrankung. Für Außenstehende ist oft schwer zu verstehen, warum jemand, der „gesund aussieht“, so eingeschränkt ist. Das kann sehr belastend sein.
Suchen Sie sich Menschen, die Sie verstehen und unterstützen. Selbsthilfegruppen können sehr hilfreich sein – dort treffen Sie Menschen, die genau wissen, wie es Ihnen geht. Auch der Austausch mit anderen Betroffenen kann entlasten und praktische Tipps liefern.
⚖️ Teil 6 – Naturheilkunde und Schulmedizin: Sinnvolle Ergänzung
Was die Schulmedizin bietet
Die Schulmedizin bietet bei Fibromyalgie vor allem diagnostische Sicherheit (Ausschluss anderer Erkrankungen), Medikamente zur Symptomlinderung (Antidepressiva, Schmerzmittel, Antikonvulsiva), Physiotherapie und multimodale Schmerztherapie in spezialisierten Zentren.
Diese Angebote können sinnvoll sein und sollten nicht grundsätzlich abgelehnt werden. Besonders die multimodale Schmerztherapie, die verschiedene Ansätze kombiniert, hat sich bei Fibromyalgie bewährt.
Was die Naturheilkunde ergänzen kann
Die Naturheilkunde ergänzt die schulmedizinische Behandlung durch einen ganzheitlichen Blick auf Körper, Geist und Energie, sanfte Regulationsverfahren ohne Nebenwirkungen, Behandlung von Faktoren wie Darmgesundheit und Mikronährstoffen sowie Unterstützung der Selbstheilungskräfte.
Viele Fibromyalgie-Patienten profitieren von einer Kombination aus beiden Ansätzen. Die Naturheilkunde kann helfen, Medikamente zu reduzieren oder deren Wirkung zu verstärken.
Zusammenarbeit statt Gegeneinander
Ich arbeite gerne mit den behandelnden Ärzten zusammen. Bitte informieren Sie mich über alle laufenden Behandlungen und Medikamente. Änderungen an der Medikation sollten immer mit dem verordnenden Arzt besprochen werden.
Multimodale Therapie – der beste Ansatz
Die Forschung zeigt, dass bei Fibromyalgie ein multimodaler Ansatz am erfolgreichsten ist. Das bedeutet: Nicht nur eine Methode, sondern eine Kombination aus verschiedenen Behandlungen und Eigenmaßnahmen.
Diese Kombination kann individuell sehr unterschiedlich aussehen. Für den einen ist Akupunktur der Schlüssel, für die andere die Ernährungsumstellung, für wieder andere das Stressmanagement. In der Praxis finden wir gemeinsam heraus, was bei Ihnen am besten wirkt.
Langfristige Begleitung
Fibromyalgie ist eine chronische Erkrankung, die langfristige Begleitung braucht. Nach der intensiven Anfangsphase entwickeln wir gemeinsam einen Plan für die Erhaltungstherapie.
Viele meiner Patienten kommen langfristig alle 4-8 Wochen zur Behandlung oder bei Bedarf, wenn sich die Symptome verschlechtern. Diese regelmäßige Begleitung hilft, den erreichten Zustand zu stabilisieren und Verschlechterungen frühzeitig abzufangen.
❓ Teil 7 – Häufige Fragen (FAQ) & Ihr Weg in die Praxis
❓ Kann Fibromyalgie geheilt werden?
Fibromyalgie ist eine chronische Erkrankung. Eine vollständige „Heilung“ ist selten, aber eine deutliche Verbesserung der Lebensqualität ist in vielen Fällen möglich. Viele Betroffene erreichen mit der richtigen Behandlung einen Zustand, in dem sie gut mit der Erkrankung leben können.
❓ Wie schnell kann ich mit einer Besserung rechnen?
Das ist individuell sehr unterschiedlich. Manche Patienten spüren schon nach wenigen Behandlungen eine Erleichterung, bei anderen braucht es mehr Geduld. Insgesamt sollten Sie mehrere Monate einplanen, um eine stabile Besserung zu erreichen.
❓ Muss ich meine Medikamente absetzen?
Nein, auf keinen Fall eigenmächtig! Wenn Sie Medikamente nehmen, sollten Sie diese wie verordnet weiternehmen. Änderungen besprechen Sie bitte mit Ihrem Arzt. Naturheilkundliche Behandlung kann eine Ergänzung sein, kein Ersatz.
❓ Wie oft sollte ich zur Behandlung kommen?
In der Anfangsphase empfehle ich wöchentliche Behandlungen. Nach Stabilisierung werden die Abstände größer – alle 2-4 Wochen. Langfristig kommen viele Patienten alle 4-8 Wochen zur Erhaltungstherapie oder bei Bedarf.
❓ Werden die Kosten von der Krankenkasse übernommen?
Private Krankenversicherungen und Zusatzversicherungen übernehmen häufig die Kosten für Heilpraktikerleistungen. Gesetzliche Krankenkassen erstatten in der Regel nicht. Informieren Sie sich vorab bei Ihrer Versicherung.
❓ Was kann ich selbst tun?
Sehr viel! Die Eigeninitiative ist bei Fibromyalgie besonders wichtig. Entzündungsarme Ernährung, sanfte Bewegung, guter Schlaf, Stressmanagement und Pacing sind zentrale Bausteine. Ich gebe Ihnen genaue Anleitungen für den Alltag.
Ihr Weg zu mehr Lebensqualität
Fibromyalgie ist eine Herausforderung – aber keine, der Sie machtlos gegenüberstehen. Mit der richtigen Kombination aus professioneller Behandlung, Eigeninitiative und Geduld können viele Betroffene eine deutliche Verbesserung erreichen.
Der wichtigste erste Schritt ist, sich ernst genommen zu fühlen. In meiner Praxis höre ich Ihnen zu und nehme Ihre Beschwerden ernst. Fibromyalgie ist real, und Sie verdienen eine einfühlsame, kompetente Begleitung.
In meiner Naturheilpraxis in Wernau begleite ich Sie mit bewährten Verfahren wie Bioresonanztherapie, Akupunktur, Neuraltherapie und weiteren sanften Methoden. Gemeinsam entwickeln wir einen individuellen Plan, der zu Ihnen passt.
Der erste Schritt ist das persönliche Gespräch, in dem wir Ihre Situation besprechen und die beste Vorgehensweise planen. Ich freue mich darauf, Sie kennenzulernen.
Silcherstraße 9
73249 Wernau
Telefon: 07153 32314
E-Mail: kreuer@mail.de
Heilpraktiker seit 1992 – in Wernau seit 2002
Auch für Patienten aus Stuttgart, Esslingen, Göppingen, Kirchheim unter Teck, Filderstadt, Nürtingen und Wendlingen.
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Die hier beschriebenen naturheilkundlichen Verfahren – insbesondere Bioresonanz, Augendiagnose und homöopathische Behandlung – sind wissenschaftlich und schulmedizinisch nicht anerkannt. Sie basieren auf Erfahrungswissen und Traditionen der Naturheilkunde.
Es werden keine Heilungsversprechen abgegeben. Eine Heilung oder Linderung von Beschwerden kann nicht garantiert werden. Fibromyalgie sollte von einem Arzt diagnostiziert werden, um andere Erkrankungen auszuschließen.
Meine Behandlungen ersetzen nicht die schulmedizinische Diagnostik und Therapie, sondern können diese sinnvoll ergänzen.
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