
Der nächtliche Juckreiz, die rissige Haut in den Ellenbeugen, das ständige Eincremen mit Cortison – wer an Neurodermitis leidet, kennt diesen Alltag nur zu gut. In meiner Naturheilpraxis behandle ich seit über 30 Jahren Menschen mit atopischem Ekzem. Die zentrale Erkenntnis aus dieser Zeit: Die Haut ist nur das sichtbare Symptom. Die wahren Ursachen liegen meist tiefer – im Darm, im Immunsystem, im Stoffwechsel.
Cortison unterdrückt die Entzündung, behandelt aber nicht die Ursache. Deshalb kehren die Symptome zurück, sobald man absetzt – oft schlimmer als zuvor. Der ursachenorientierte Ansatz der Bioresonanz nach Paul Schmidt geht einen anderen Weg: Wir suchen nach den individuellen Auslösern und behandeln dort, wo das Problem beginnt.
💡 80% des Immunsystems sitzen im Darm
Bei fast allen meinen Neurodermitis-Patienten finde ich Störungen der Darmflora. Die Darmsanierung ist deshalb der wichtigste Baustein der Behandlung – noch vor jeder äußeren Therapie.
🔬 Was ist Neurodermitis?
Neurodermitis (atopisches Ekzem) ist eine chronisch-entzündliche Hauterkrankung mit drei Kernproblemen: einer gestörten Hautbarriere, einem überreaktiven Immunsystem und starkem Juckreiz. Das Wort „atopisch“ weist auf die genetische Veranlagung hin – Betroffene haben oft auch Heuschnupfen oder Asthma.
Die Erkrankung verläuft in Schüben: Phasen relativ ruhiger Haut wechseln mit akuten Verschlechterungen. Auslöser können Stress, bestimmte Nahrungsmittel, Allergene, Infekte oder auch das Wetter sein. Jeder Patient hat seine individuellen Trigger – diese zu identifizieren, ist ein wesentlicher Teil meiner Arbeit.

Typische Symptome nach Lebensalter
| Alter | Typische Stellen | Erscheinungsbild |
| Säuglinge | Wangen, Kopfhaut (Milchschorf), Streckseiten | Nässend, verkrustet, rot |
| Kinder | Ellenbeugen, Kniekehlen, Handgelenke, Nacken | Trocken, schuppig, verdickt |
| Erwachsene | Hände, Gesicht, Hals, Beugeseiten | Lichenifiziert (ledrig verdickt) |
🔎 Bioresonanzdiagnostik bei Neurodermitis
Die Bioresonanzdiagnostik nach Paul Schmidt ist mein wichtigstes Werkzeug, um die individuellen Ursachen einer Neurodermitis aufzudecken. Die Testung dauert 90 bis 120 Minuten und umfasst systematisch alle relevanten Bereiche.
1. Darmflora-Analyse – der wichtigste Bereich
Bei über 90 % meiner Neurodermitis-Patienten finde ich Störungen der Darmflora. Typische Befunde sind: zu wenige Lactobazillen und Bifidobakterien (die „guten“ Bakterien), Überwucherung mit Fäulniskeimen, Candida-Belastung, erhöhte Darmpermeabilität (Leaky Gut) und chronische Darmentzündung.
Ein durchlässiger Darm lässt Nahrungsbestandteile und Toxine ins Blut übertreten, die dort nicht hingehören. Das Immunsystem reagiert mit Entzündung – und diese zeigt sich an der Haut. Solange der Darm nicht gesund ist, kann die Haut nicht dauerhaft heilen.
2. Nahrungsmittel-Unverträglichkeiten
Bei etwa 30–50 % der Kinder und 40–60 % der Erwachsenen mit Neurodermitis spielen Nahrungsmittel eine Rolle. Die Bioresonanz testet nicht nur die klassischen IgE-vermittelten Allergien, sondern auch verzögerte Reaktionen, die oft übersehen werden.
Häufige Problemnahrungsmittel bei Neurodermitis: Kuhmilch und Milchprodukte, Hühnerei, Weizen und Gluten, Nüsse (besonders Haselnuss, Erdnuss), Soja und Zusatzstoffe. Die individuellen Trigger sind von Patient zu Patient verschieden – deshalb ist die gezielte Testung so wichtig.
3. Aeroallergene
Hausstaubmilben sind der häufigste Aeroallergen-Trigger bei Neurodermitis. Auch Tierhaare, Pollen und Schimmelpilze können die Haut verschlechtern. Bei Patienten mit zusätzlichem Heuschnupfen beobachte ich oft eine Verschlimmerung der Neurodermitis während der Pollensaison.
4. Immunstatus und Nährstoffe
Die Bioresonanz gibt Hinweise auf das Verhältnis von Th1- zu Th2-Immunzellen. Bei Neurodermitis dominiert typischerweise Th2 – das bedeutet Überreaktion auf eigentlich harmlose Stoffe. Gleichzeitig teste ich energetische Hinweise auf Nährstoffmängel, die ich dann im Labor überprüfe.

🦠 Darmsanierung: Der Schlüssel zur Heilung
Die Darmsanierung ist bei Neurodermitis nicht nur eine Begleitmaßnahme – sie ist oft die entscheidende Therapie. Solange der Darm nicht in Ordnung ist, werden alle anderen Maßnahmen nur begrenzt wirken.
📋 Mein 4-Phasen-Konzept der Darmsanierung
Phase 1 – Entfernen (4–6 Wochen): Candida und pathogene Keime bekämpfen, problematische Nahrungsmittel meiden, Zucker und Weißmehl eliminieren
Phase 2 – Ersetzen: Verdauungsenzyme bei Bedarf, Magensäure optimieren, Gallenfluss anregen mit Bitterstoffen
Phase 3 – Wiederbesiedeln (6–12 Monate): Hoch dosierte Probiotika (50–100 Milliarden KBE), verschiedene Lactobazillen und Bifidobakterien, Präbiotika zur Fütterung der guten Bakterien
Phase 4 – Reparieren: L-Glutamin für die Darmschleimhaut, Zink zur Barrierestärkung, Omega-3 gegen Entzündung
Die Darmsanierung braucht Zeit – mindestens 6 Monate, besser 9-12 Monate. Aber die Ergebnisse sind nachhaltig: Wenn die Darmflora wieder im Gleichgewicht ist, bleibt auch die Haut oft dauerhaft ruhiger.
💊 Bioresonanztherapie bei Neurodermitis
Nach der ausführlichen Diagnostik folgt die gezielte Bioresonanztherapie. Bei Neurodermitis arbeite ich mit spezifischen Frequenzprogrammen, die auf verschiedene Aspekte der Erkrankung ausgerichtet sind.
Allergen-Desensibilisierung
Die identifizierten Allergene werden über Frequenzumkehr behandelt. Das Ziel: Das Immunsystem soll lernen, diese Stoffe als harmlos zu erkennen und nicht mehr überschießend zu reagieren. Die Behandlung erfolgt schrittweise über mehrere Wochen.
Immunregulation
Spezifische Frequenzprogramme arbeiten an der Th1/Th2-Balance. Das überaktive Th2-System soll beruhigt, die Th1-Antwort gestärkt werden. Gleichzeitig werden regulatorische T-Zellen (Treg) unterstützt, die die Entzündungsreaktion bremsen.
Hautbarriere-Regeneration
Die Bioresonanz kann auch direkt auf die Hautfunktion einwirken. Programme zur Ceramid-Produktion, zur Filaggrin-Funktion und zur Hautfeuchtigkeit ergänzen die systemische Behandlung.
⏱️ Typischer Behandlungsablauf
Intensivphase (Woche 1-12): 2 Bioresonanz-Sitzungen pro Woche
Stabilisierungsphase (Monat 3-6): 1 Sitzung pro Woche
Erhaltungsphase (ab Monat 6): 1-2 Sitzungen pro Monat
🧪 Labordiagnostik: Versteckte Ursachen aufdecken
Ergänzend zur Bioresonanz führe ich gezielte Laboruntersuchungen durch. Bei Neurodermitis sind bestimmte Parameter besonders wichtig.
| Parameter | Bedeutung bei Neurodermitis |
| Vitamin D | Bei über 80% Mangel – reguliert Immunsystem und Hautbarriere |
| Omega-3-Index | Oft unter 4% – sollte über 8% liegen für Entzündungshemmung |
| Zink | Essenziell für Hautbarriere und Immunfunktion |
| Gesamt-IgE | Oft stark erhöht – zeigt allergische Bereitschaft |
| Stuhldiagnostik | Darmflora, Zonulin (Leaky Gut), Calprotectin (Entzündung) |
💉 Vitamin C Infusion bei akuten Schüben
Hoch dosiertes Vitamin C kann bei akuten Neurodermitis-Schüben schnelle Linderung bringen. Die intravenöse Gabe erreicht Blutspiegel, die oral nicht möglich sind – und damit eine deutlich stärkere Wirkung.
Vitamin C hat bei Neurodermitis mehrere Funktionen: Es baut Histamin ab (lindert Juckreiz), stabilisiert Mastzellen (verhindert Histaminausschüttung), wirkt entzündungshemmend und fördert die Kollagenbildung für die Hautreparatur.
Bei schweren Schüben gebe ich 15g Vitamin C als Infusion, bei chronischem Verlauf eine Serie von 5-10 Infusionen. Die Behandlung wird gut vertragen und kann auch bei Kindern (in angepasster Dosis) eingesetzt werden.
💊 Homöopathie bei Neurodermitis
Die Homöopathie bietet bewährte Mittel für verschiedene Erscheinungsformen der Neurodermitis. Die Auswahl richtet sich nach dem individuellen Symptombild.
Graphites: Das Hauptmittel bei nässenden Ekzemen mit dickem, honigfarbenem Sekret. Typisch sind Ekzeme in Hautfalten, hinter den Ohren, in den Mundwinkeln. Die Patienten frieren leicht und neigen zu Verstopfung.
Sulfur: Bei trockener, juckender, brennender Haut, die sich durch Wärme und Waschen verschlechtert. Die Patienten sind hitzig, schwitzen leicht und haben heiße Füße. Der Juckreiz ist nachts schlimmer.
Petroleum: Für extrem trockene, rissige Haut, besonders an den Händen. Die Risse sind tief und schmerzhaft, die Haut wie Leder. Verschlechterung im Winter, bei Kälte und Nässe.
Rhus toxicodendron: Bei Bläschenbildung mit starkem Juckreiz, der durch Kratzen kurz besser wird. Besserung durch heiße Anwendungen, Verschlechterung durch Ruhe und feuchtes Wetter.
🪡 Akupunktur bei Neurodermitis
Die Akupunktur kann bei Neurodermitis auf mehreren Ebenen wirken: Sie reguliert das Immunsystem, hemmt Entzündungsmediatoren und lindert den Juckreiz durch Endorphinausschüttung. Auch Stress – ein wichtiger Triggerfaktor – wird durch Akupunktur reduziert.
In der Traditionellen Chinesischen Medizin wird Neurodermitis als „Blut-Hitze“ oder „feuchte Hitze“ verstanden. Die Punktauswahl richtet sich nach der individuellen Konstitution. Wichtige Punkte sind Dickdarm 4 und 11, Milz 6 und 10, Leber 3 und Magen 36.
Besonders die Ohrakupunktur zeigt bei Hauterkrankungen gute Ergebnisse. Am Ohr finden sich Reflexzonen für Haut, Lunge (in der TCM mit der Haut verbunden), Leber und das vegetative Nervensystem. Durch die Stimulation dieser Punkte kann der Juckreiz oft schnell gelindert werden – manchmal schon während der Sitzung.
🏔️ IHHT: Höhentraining für das Immunsystem
Die Intervall-Hypoxie-Hyperoxie-Therapie (IHHT) ist ein modernes Verfahren, das bei Neurodermitis auf einer tieferen Ebene ansetzt: den Mitochondrien. Diese „Kraftwerke der Zellen“ sind bei chronischen Entzündungserkrankungen oft erschöpft.
Das Prinzip: Durch wechselnde Sauerstoffkonzentrationen (wie beim Höhentraining im Gebirge) werden geschädigte Mitochondrien eliminiert und neue, leistungsfähige gebildet. Das verbessert die Energieversorgung aller Zellen – auch der Hautzellen und Immunzellen.
Bei Neurodermitis beobachte ich nach IHHT-Behandlungen häufig eine Stabilisierung des Immunsystems mit weniger überschießenden Reaktionen, eine verbesserte Hautregeneration, mehr Energie und Belastbarkeit sowie eine bessere Stresstoleranz. Die Behandlung umfasst typischerweise 15-20 Sitzungen über 6-8 Wochen, jeweils etwa 40 Minuten.
🌿 Phytotherapie: Heilpflanzen für die Haut
Die Pflanzenheilkunde bietet bei Neurodermitis wertvolle Unterstützung – sowohl innerlich als auch äußerlich angewendet.
Äußere Anwendungen
Nachtkerzenöl: Reich an Gamma-Linolensäure (GLA), die bei Neurodermitis-Patienten oft vermindert ist. GLA wird zu entzündungshemmenden Prostaglandinen umgewandelt und verbessert die Hautbarriere. Als Creme oder Öl direkt auf die betroffenen Stellen auftragen.
Schwarzkümmelöl: Hat immunmodulierende und entzündungshemmende Eigenschaften. Kann sowohl äußerlich als auch innerlich angewendet werden. Besonders bei juckenden, trockenen Ekzemen hilfreich.
Aloe vera: Das Gel der Aloe-Pflanze kühlt, spendet Feuchtigkeit und beruhigt gereizte Haut. Bei akutem Juckreiz kann es schnelle Linderung bringen. Wichtig: Nur reine Aloe vera ohne Zusatzstoffe verwenden.
Calendula (Ringelblume): Fördert die Wundheilung und beruhigt entzündete Haut. Als Salbe bei rissigen, offenen Stellen geeignet.
Innerliche Anwendungen
Kurkuma (Curcumin): Einer der stärksten natürlichen Entzündungshemmer. Kann als Gewürz, Tee oder hochdosiert in Kapselform eingenommen werden. Wichtig: Zusammen mit schwarzem Pfeffer und Fett einnehmen für bessere Aufnahme.
Brennnessel: Traditionelles „Blutreinigungsmittel“ mit antihistaminischer Wirkung. Als Tee oder Frischpflanzenpresssaft über mehrere Wochen anwenden.
Stiefmütterchen (Viola tricolor): Klassische Heilpflanze bei Hauterkrankungen. Enthält Saponine und Flavonoide mit entzündungshemmender Wirkung. Als Tee oder Umschläge.
😌 Stressmanagement: Ein unterschätzter Faktor
Bei etwa 70% meiner Neurodermitis-Patienten verschlimmert Stress die Symptome deutlich. Das ist kein Zufall: Stresshormone wie Cortisol beeinflussen das Immunsystem direkt. Kurzfristig erhöhtes Cortisol unterdrückt Entzündungen (darum wirkt Cortisonsalbe), aber chronischer Stress erschöpft die Nebennieren – und dann fehlt das körpereigene Cortisol, um Entzündungen zu bremsen.
Zusätzlich entsteht ein Teufelskreis: Die Neurodermitis selbst ist ein enormer Stressfaktor. Der nächtliche Juckreiz raubt den Schlaf, die sichtbaren Hautveränderungen führen zu Scham und sozialem Rückzug, die Erschöpfung beeinträchtigt die Leistungsfähigkeit. All das erzeugt mehr Stress – und verschlimmert die Neurodermitis weiter.
🧘 Bewährte Methoden zur Stressreduktion
Progressive Muskelrelaxation: Systematisches An- und Entspannen der Muskelgruppen – einfach zu lernen, wissenschaftlich gut untersucht
Achtsamkeitsmeditation: Regelmäßige Praxis kann Entzündungsmarker im Blut senken
Atemübungen: Die 4-7-8-Atmung aktiviert den Parasympathikus und beruhigt das Nervensystem
Bewegung in der Natur: Spaziergänge im Wald senken nachweislich Cortisolspiegel
🧴 Hautpflege: Die tägliche Basis
Die richtige Hautpflege ist bei Neurodermitis essenziell – auch in beschwerdefreien Phasen. Die gestörte Hautbarriere braucht täglich Unterstützung durch rückfettende und feuchtigkeitsspendende Pflege.
Grundregeln der Basispflege
Regelmäßig eincremen: Mindestens zweimal täglich den gesamten Körper eincremen – morgens und abends. Bei sehr trockener Haut auch häufiger. Ein Erwachsener braucht etwa 250-500g Basiscreme pro Woche!
Die richtige Creme: Achten Sie auf Ceramide (stärken die Hautbarriere), Urea/Harnstoff 3-10% (bindet Feuchtigkeit), Glycerin (feuchtigkeitsspendend) und Nachtkerzenöl (GLA). Vermeiden Sie Parfüm, Konservierungsstoffe und Mineralöl.
Richtig duschen und baden: Kurz (5-10 Minuten), lauwarm (nicht heiß!), mit rückfettenden Zusätzen. Keine normale Seife – sie zerstört die Hautbarriere. Nach dem Waschen die Haut abtupfen (nicht rubbeln) und sofort eincremen, solange die Haut noch leicht feucht ist.
Kleidung und Umgebung
Kleidung: Weiche Baumwolle oder spezielle Neurodermitis-Seide direkt auf der Haut. Keine Wolle (kratzt!), keine synthetischen Stoffe (schwitzen). Neue Kleidung vor dem ersten Tragen waschen.
Waschmittel: Parfümfreie, sensitive Produkte verwenden. Keinen Weichspüler! Kleidung gründlich ausspülen.
Raumklima: Nicht zu warm heizen (trocknet die Luft aus), regelmäßig lüften. Bei Hausstaubmilbenallergie: Encasings für Matratze und Bettzeug, regelmäßig Staub saugen mit HEPA-Filter.
💊 Orthomolekulare Medizin: Die wichtigsten Nährstoffe
Bei Neurodermitis spielen bestimmte Nährstoffe eine Schlüsselrolle. Ein Mangel kann die Erkrankung verschlimmern, eine gezielte Supplementierung kann die Heilung unterstützen.
| Nährstoff | Funktion bei Neurodermitis | Dosierung |
| Vitamin D | Reguliert Immunsystem, stärkt Hautbarriere | 5.000-10.000 IE täglich (nach Spiegel) |
| Omega-3 | Stark entzündungshemmend | 3-4g EPA+DHA täglich |
| Zink | Hautbarriere, Wundheilung, Immunfunktion | 30-50mg täglich |
| Probiotika | Darmflora, Immunregulation | 50-100 Mrd. KBE täglich |
| GLA (Nachtkerzenöl) | Entzündungshemmend, Hautbarriere | 1.000-2.000mg täglich |
| Quercetin | Natürliches Antihistaminikum | 500-1.000mg täglich |
🥗 Ernährung: Was wirklich hilft
Die Ernährung spielt bei Neurodermitis eine wichtige Rolle – aber nicht so, wie viele denken. Pauschale Verbote („keine Milch, kein Weizen, keine Eier“) sind kontraproduktiv und können zu Mangelernährung führen. Nur nachgewiesene Trigger sollten gemieden werden.
Entzündungshemmend essen: Viel buntes Gemüse (Antioxidantien), fettreicher Fisch 2-3x/Woche (Omega-3), Olivenöl und Leinöl, Kurkuma und andere Gewürze, fermentierte Lebensmittel für die Darmflora.
Entzündungsfördernd meiden: Zucker und Süßigkeiten, Weißmehlprodukte, stark verarbeitete Lebensmittel, zu viel Omega-6 (Sonnenblumenöl, Maiskeimöl), Alkohol.
📖 Fiktiver Praxisfall: Neurodermitis seit der Kindheit
Hinweis: Dieser Fall ist fiktiv und dient zur Veranschaulichung. Behandlungserfolge sind individuell verschieden und können nicht garantiert werden.
Ausgangssituation: Frau L., 32 Jahre, Neurodermitis seit dem 3. Lebensjahr. Aktuelle Beschwerden: Ellenbeugen und Kniekehlen ständig rot und verdickt, Hände rissig und schmerzhaft (arbeitet als Erzieherin), nächtlicher Juckreiz mit Schlafstörungen, Erschöpfung tagsüber. Seit 25 Jahren Cortisoncremes in wechselnder Stärke. Zusätzlich Heuschnupfen seit der Pubertät und leichtes Belastungsasthma.
Vorgeschichte: Bereits als Säugling Milchschorf, mit 3 Jahren erste typische Ekzeme in den Beugen. In der Kindheit zeitweise besser, mit Beginn des Berufslebens massive Verschlechterung. Händewaschen und Desinfektionsmittel im Kindergarten verschlimmerten die Hände zusätzlich. Mehrere Hautarztbesuche ohne nachhaltigen Erfolg – immer nur Cortison in wechselnder Stärke.
Bioresonanz-Diagnostik: Die ausführliche Testung zeigte massive Darmflora-Störungen: Lactobazillen kaum nachweisbar, Candida erhöht, Hinweise auf Leaky Gut. Nahrungsmittel-Testung ergab Reaktionen auf Kuhmilch, Weizen und Hausstaubmilben. Der Immunstatus zeigte die typische Th2-Dominanz.
Laborbestätigung: Stuhlanalyse: Zonulin 186 ng/ml (stark erhöht, Hinweis auf Leaky Gut), Calprotectin 98 µg/g (Darmentzündung), sekretorisches IgA erniedrigt. Im Blut: Vitamin D 18 ng/ml (schwerer Mangel), Omega-3-Index 3,1% (kritisch niedrig), Zink im unteren Normbereich, Gesamt-IgE 1.850 kU/L (massiv erhöht).
Therapieplan: Intensive Darmsanierung mit hochdosierten Probiotika (100 Mrd. KBE), L-Glutamin 15g täglich und Zink 50mg. Vitamin D 10.000 IE und Omega-3 4g täglich. Bioresonanztherapie 2x/Woche mit Fokus auf Darmflora, Immunregulation und Allergen-Desensibilisierung (Hausstaubmilben, Weizen, Milch). Graphites D6 homöopathisch für die nässenden Stellen. Eliminationsdiät für 8 Wochen: keine Milchprodukte, kein Weizen, kein Zucker.
Verlauf Woche 1-4: Anfangs leichte Erstverschlimmerung (normal bei Darmsanierung), dann zunehmend weniger Juckreiz. Nach 3 Wochen erstmals durchgeschlafen. Die Hände begannen abzuheilen.
Verlauf Monat 2-3: Deutliche Besserung an allen Stellen. Die Hände fast geheilt, konnte wieder ohne Schmerzen arbeiten. Ellenbeugen und Kniekehlen nur noch leicht gerötet, nicht mehr verdickt. Cortisoncreme auf zweimal wöchentlich reduziert.
Verlauf Monat 4-6: Haut nahezu erscheinungsfrei. Nur bei starkem Stress noch leichte Rötung in den Ellenbeugen. Cortison komplett abgesetzt – erstmals seit 25 Jahren! Schlaf normalisiert, Energie deutlich besser. Milch wird weiterhin nicht vertragen (Reaktion beim Provokationstest), Weizen in Maßen okay.
Kontrollwerte nach 6 Monaten: Vitamin D 68 ng/ml (optimal), Omega-3-Index 8,4% (Zielbereich erreicht), Zonulin 62 ng/ml (deutlich gesunken), Calprotectin 28 µg/g (normalisiert), Gesamt-IgE 720 kU/L (mehr als halbiert).
👶 Neurodermitis bei Kindern
Die Behandlung von Kindern mit Neurodermitis liegt mir besonders am Herzen. Kinder sprechen oft besonders gut auf die naturheilkundliche Therapie an – ihr Organismus ist noch anpassungsfähiger und hat weniger „eingefahrene Muster“.
Bei Säuglingen und Kleinkindern steht die Darmsanierung noch stärker im Fokus. Die Darmflora entwickelt sich in den ersten Lebensjahren – hier können wir besonders gut eingreifen. Probiotika werden über die Muttermilch oder als Tropfen gegeben.
Die Bioresonanztherapie ist auch für Kinder geeignet: Sie ist schmerzfrei und wird spielerisch durchgeführt. Oft reicht es, wenn das Kind auf dem Schoß der Mutter sitzt. Die Behandlungszeiten sind kürzer als bei Erwachsenen.
Stillende Mütter: Bei gestillten Säuglingen mit Neurodermitis behandle ich oft die Mutter mit. Ihre Ernährung beeinflusst die Muttermilch – und damit die Haut des Kindes. Auch die Darmflora der Mutter spielt eine Rolle für die Besiedlung des kindlichen Darms.
🔄 Der atopische Marsch – und wie wir ihn stoppen
Viele Kinder mit Neurodermitis entwickeln später Heuschnupfen und Asthma – das nennt man den „atopischen Marsch“. Die Erkrankungen wandern quasi von der Haut zu den Schleimhäuten der Nase und schließlich in die Bronchien.
Mit der frühzeitigen naturheilkundlichen Behandlung können wir diesen Marsch oft aufhalten. Wenn wir das Immunsystem in der Kindheit stabilisieren und die Darmflora aufbauen, sinkt das Risiko für spätere allergische Erkrankungen deutlich.
Das zeigt auch, wie wichtig es ist, Neurodermitis nicht nur mit Cortison zu behandeln. Die Salbe lindert zwar die Hautsymptome, ändert aber nichts an der zugrunde liegenden Immunstörung. Der atopische Marsch geht weiter – nur die „Ausprägung“ wechselt.
❓ Häufig gestellte Fragen
Kann Neurodermitis geheilt werden?
Bei vielen Kindern heilt Neurodermitis bis zur Pubertät von selbst aus. Bei Erwachsenen ist eine dauerhafte „Heilung“ oft möglich – jedenfalls eine stabile Remission ohne Cortisonbedarf. Der Schlüssel liegt in der Behandlung der Ursachen, nicht nur der Symptome.
Wie lange dauert die Behandlung?
Erste Verbesserungen zeigen sich oft nach 4-6 Wochen. Für eine stabile Besserung rechne ich mit 6-12 Monaten. Die Darmsanierung braucht Zeit – aber die Ergebnisse sind dafür nachhaltig.
Muss ich Cortison sofort absetzen?
Nein, ein abruptes Absetzen von Cortison führt oft zum gefürchteten Rebound-Effekt. Wir reduzieren schrittweise, während die naturheilkundliche Behandlung greift. Das Ziel ist, langfristig ohne Cortison auszukommen.
Können auch Kinder behandelt werden?
Ja, die Behandlung von Kindern mit Neurodermitis ist sogar besonders erfolgversprechend. Die Bioresonanz ist schmerzfrei und wird gut toleriert. Die Therapie wird dem Alter angepasst. Bei stillenden Säuglingen behandle ich oft zusätzlich die Mutter.
Welche Rolle spielt die Ernährung?
Die Ernährung ist wichtig, aber pauschale Verbote sind nicht sinnvoll. Nur nachgewiesene Trigger sollten gemieden werden. Eine entzündungshemmende Ernährung mit viel Gemüse, Omega-3 und wenig Zucker unterstützt die Behandlung. Die Identifikation individueller Auslöser erfolgt über die Bioresonanz-Testung.
Übernimmt die Krankenkasse die Kosten?
Private Krankenversicherungen und Beihilfestellen erstatten die Behandlung oft ganz oder teilweise. Gesetzliche Krankenkassen übernehmen die Kosten für Heilpraktikerleistungen in der Regel nicht. Informationen zu den Kosten bespreche ich gerne im Erstgespräch.
Was ist, wenn zusätzlich Heuschnupfen oder Asthma besteht?
Diese Erkrankungen gehören zum „atopischen Formenkreis“ und haben dieselbe Wurzel. Die Behandlung erfasst alle drei Manifestationen – oft bessern sich Heuschnupfen und Asthma parallel zur Neurodermitis.
📞 Der Weg zur gesunden Haut beginnt jetzt
Neurodermitis muss Ihr Leben nicht bestimmen. Mit dem ursachenorientierten Ansatz – Bioresonanz, Darmsanierung und individueller Therapie – können wir die tieferen Ursachen angehen und Ihre Haut nachhaltig beruhigen.
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Heilpraktiker Arno Kreuer
Silcherstraße 9, 73249 Wernau
Telefon: 07153 32314
Meine Patienten kommen aus Stuttgart, Esslingen, Kirchheim unter Teck, Filderstadt, Nürtingen, Göppingen und dem gesamten Großraum.
Rechtlicher Hinweis: Die beschriebenen Verfahren stammen aus der naturheilkundlichen Erfahrungsmedizin und sind schulmedizinisch nicht anerkannt. Sie ersetzen keine ärztliche Diagnostik und Behandlung. Heilversprechen können nicht gegeben werden.
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