Magnetfeldtherapie und Regulationstherapie von Bemer:

Magnetfeld von BEMER
Magnetfeld von BEMER

🧲 BEMER-Magnetfeldtherapie – auf einen Blick

BEMER (Bio-Electro-Magnetic Energy Regulation) ist eine Methode der physikalischen Therapie, die mit einem speziellen elektromagnetischen Signal die Mikrozirkulation in kleinen und kleinsten Blutgefäßen unterstützen soll.

Im Mittelpunkt steht dabei nicht die Frage „Welches Symptom kann ich bekämpfen?“, sondern: Warum ist die Selbstregulation des Körpers gestört – und wie lässt sie sich wieder aktivieren?

In der Naturheilpraxis Kreuer wird BEMER als ergänzende Regulationstherapie eingesetzt – stets nach einer individuellen Diagnose und eingebettet in einen ganzheitlichen Behandlungsplan.

🩺 Zuerst die Diagnose – dann die Therapie

Bevor BEMER oder eine andere Methode eingesetzt wird, steht in der Praxis immer eine sorgfältige Diagnostik am Anfang. Nur wer die Ursachen kennt, kann sinnvoll behandeln.

Viele Menschen kommen mit Beschwerden wie anhaltender Müdigkeit, schlechter Wundheilung, Durchblutungsstörungen oder Schmerzen im Bewegungsapparat. Standardlabor und bildgebende Verfahren liefern dann oft unauffällige Befunde – obwohl der Körper deutlich signalisiert, dass etwas nicht stimmt.

In solchen Situationen lohnt sich ein Blick auf die Mikrozirkulation – jenen Teil des Kreislaufsystems, der weder auf dem EKG noch im großen Blutbild direkt sichtbar wird, aber für jede einzelne Zelle im Körper lebenswichtig ist.

🔬 Was ist Mikrozirkulation – und warum ist sie so wichtig?

Das menschliche Gefäßsystem besteht nicht nur aus Arterien, Venen und dem Herz. Der weitaus größte Teil – über 74 % des gesamten Blutgefäßsystems – sind Kapillaren, Arteriolen und Venolen: winzige Gefäße mit einem Durchmesser von wenigen Mikrometern.

Genau hier findet das Wesentliche statt: der Austausch von Sauerstoff, Nährstoffen und Stoffwechselendprodukten zwischen Blut und Gewebezellen. Dieser Austausch wird als Mikrozirkulation bezeichnet.

Funktioniert die Mikrozirkulation gut, sind Zellen optimal versorgt, Entgiftungsprozesse laufen reibungslos, und das Immunsystem kann schnell reagieren. Gerät sie aus dem Gleichgewicht, leiden buchstäblich alle Organe – oft lange, bevor konventionelle Diagnoseverfahren Befunde liefern.

⚠️ Beeinträchtigte Mikrozirkulation – mögliche Zusammenhänge:

  • Chronische Müdigkeit und Erschöpfung
  • Verlangsamte Wundheilung
  • Muskelverspannungen und Schmerzen
  • Kältegefühl in Händen und Füßen
  • Konzentrationsschwäche
  • Eingeschränkte Leistungsfähigkeit im Sport
  • Beeinträchtigte Immunabwehr

Diese Zusammenhänge sind Gegenstand laufender Forschung. BEMER ist ein Hilfsmittel – kein Allheilmittel.

🧲 Was ist das BEMER-System?

BEMER steht für Bio-Electro-Magnetic Energy Regulation. Das System arbeitet mit einem physikalisch definierten, niederfrequenten elektromagnetischen Signal, das über Matten, Pads und andere Applikatoren auf den Körper übertragen wird.

Das BEMER-Signal wurde über Jahrzehnte entwickelt und patentrechtlich geschützt. Es unterscheidet sich von herkömmlicher Magnetfeldtherapie vor allem durch die spezifische Signalform – eine zeitlich strukturierte Abfolge verschiedener Feldstärken und Frequenzen, die auf die natürlichen Rhythmen der Mikrozirkulation abgestimmt sein soll.

Ziel ist es, die vasomotorische Funktion der kleinen Gefäße zu unterstützen: die kleinen Pumpbewegungen der Kapillarwände, die den Blutfluss in der Peripherie regulieren.

📹 Video: BEMER-Wirkprinzip – Mikrozirkulation und Regulationstherapie

📚 Wissenschaftlicher Hintergrund

Die Erforschung der Mikrozirkulation und ihrer Bedeutung für Gesundheit und Krankheit ist ein aktives Forschungsfeld. Mehrere Studien beschäftigen sich mit dem Einfluss von pulsierenden elektromagnetischen Feldern (PEMF) auf die Durchblutung kleiner Gefäße.

Eine häufig zitierte Untersuchung stammt von Klopp et al. (2003), die mittels intravitaler Mikroskopie Effekte auf die Mikrozirkulation nachweisen konnten. Diese und weitere Untersuchungen zur BEMER-Technologie sind über die BEMER-Forschungsplattform öffentlich zugänglich.

🔗 Hinweis zu Studien:

Ich weise ausdrücklich auf publizierte Untersuchungen hin, ohne deren Ergebnisse unkritisch zu übernehmen. Interessierte Patienten finden Literaturhinweise unter bemer-research.com sowie über PubMed (Suchbegriff: BEMER microcirculation). Bitte prüfen Sie Studien stets kritisch.

Es ist wichtig festzuhalten: BEMER ist nach aktuellem Stand kein wissenschaftlich anerkanntes Heilverfahren im schulmedizinischen Sinne. Es wird als komplementäre Methode betrachtet, die bestehende Behandlungen ergänzen kann – nicht ersetzen.

🗂️ Wann kommt BEMER in der Praxis zum Einsatz?

In meiner Praxis in Wernau setze ich BEMER als ergänzende Maßnahme ein, wenn die Diagnose darauf hindeutet, dass die Mikrozirkulation ein relevanter Faktor ist. Das ist typischerweise der Fall bei:

Anwendungsbereich Mögliche Bezüge zur Mikrozirkulation
Bewegungsapparat (Rücken, Gelenke) Eingeschränkte Versorgung von Knorpel und Muskelgewebe
Chronische Erschöpfung / Burnout Eingeschränkte Zellenergiebilanz, Sauerstoffverwertung
Wundheilungsstörungen Mangeldurchblutung im betroffenen Gewebe
Periphere Durchblutungsstörungen Kapilläre Funktionseinschränkung
Sportliche Regeneration Muskelstoffwechsel und Laktatabbau
Schlafstörungen Nächtliche Regenerationsprozesse, vegetatives Nervensystem
Stressfolgebeschwerden Regulation des autonomen Nervensystems

BEMER ersetzt keine schulmedizinische Behandlung. Bei akuten Erkrankungen, Verletzungen oder ernsthaften Befunden ist ärztliche Abklärung unbedingt vorrangig.

⚡ Die BEMER-Signalform – was macht sie besonders?

Das BEMER-System erzeugt kein einfaches sinusförmiges Magnetfeld, sondern eine patentierte Signalform, die verschiedene Frequenzanteile kombiniert. Die Intensitäten liegen im Bereich natürlicher Hintergrundfelder – deutlich unterhalb der Grenzwerte, die internationale Strahlenschutzkommissionen empfehlen.

Die Applikation erfolgt über eine Ganzkörpermatte (liegende Position) oder über kleinere Pads für lokale Anwendungen – zum Beispiel an einem Gelenk, am Rücken oder am Bauch. Die Anwendungszeit beträgt je nach Programm typischerweise 8 bis 24 Minuten.

Während der Anwendung ist das Magnetfeld nicht direkt spürbar. Manche Patienten berichten von einem leichten Kribbeln oder einem Wärmegefühl in der Peripherie – dies ist jedoch individuell sehr verschieden.

🛡️ Sicherheitshinweise – wann ist BEMER NICHT geeignet?

BEMER sollte nicht angewendet werden bei:

  • Trägern aktiver Implantate (Herzschrittmacher, Insulinpumpen, Cochlea-Implantate)
  • Schwangerschaft (Vorsichtshalber)
  • Aktiven Blutungsneigungen oder frischen Operationen
  • Epilepsie (Rücksprache mit behandelndem Arzt erforderlich)
  • Schweren kardiovaskulären Erkrankungen ohne ärztliche Freigabe

Sprechen Sie vor jeder BEMER-Anwendung offen über alle bestehenden Diagnosen und Behandlungen.

🔍 Diagnostik: Was zeigt mir, ob BEMER sinnvoll ist?

Bevor ich BEMER empfehle, schaue ich mir an, was hinter den Beschwerden steckt. Folgende Untersuchungen können dabei aufschlussreich sein:

Herzratenvariabilität (HRV)

Die HRV-Messung gibt Auskunft über den Zustand des vegetativen Nervensystems – ein wichtiger Regulator der Mikrozirkulation. Eine stark eingeschränkte HRV kann auf chronischen Stress, Erschöpfung oder autonome Dysregulation hinweisen. Mehr zur HRV-Diagnostik in der Praxis.

Kapillarblutdiagnostik

Bei der Kapillarblutdiagnostik wird ein Tropfen Kapillarblut (Fingerbeere) unter dem Mikroskop beurteilt. So lassen sich Hinweise auf Fließeigenschaften des Blutes, Erythrozyten-Aggregation und Viskositätsveränderungen gewinnen.

Bioresonanzdiagnose nach Paul Schmidt

In manchen Fällen kann die Bioresonanzdiagnose nach Paul Schmidt ergänzende Hinweise auf energetische Regulationsstörungen liefern, die mit der eingeschränkten Mikrozirkulation in Zusammenhang stehen könnten. Diese Methode ist nicht schulmedizinisch anerkannt und wird als erfahrungsheilkundliches Diagnostikinstrument eingesetzt – immer ergänzend zu anderen Befunden, nicht als alleinige Grundlage.

Labordiagnostik

Eisenmangel, Schilddrüsenstörungen, Vitamin-B12-Defizit oder chronische Entzündungswerte können Erschöpfung und Durchblutungsprobleme erklären – oder BEMER-Anwendungen begleiten. Ein zielgerichtetes Labor schafft hier Klarheit. Zu den Laboruntersuchungen in der Praxis.

🛋️ Ablauf einer BEMER-Anwendung in der Praxis

Wer zum ersten Mal zur BEMER-Anwendung kommt, kann sich das so vorstellen: Sie legen sich bekleidet auf eine gepolsterte Liege. Darunter befindet sich die Ganzkörpermatte des BEMER-Systems.

Ich stelle das individuell passende Programm und die Intensitätsstufe ein. Die Anwendungszeit beträgt je nach Programm zwischen 8 und 24 Minuten. Während der Anwendung können Sie ruhig liegen, atmen und – wenn Sie mögen – einfach entspannen.

Für lokale Beschwerden, etwa an einem Gelenk oder in einem Muskelsegment, können zusätzlich kleinere Pads gezielt aufgelegt werden. Das Ganze ist passiv und vollkommen schmerzfrei.

In der Praxis empfehle ich BEMER häufig als Bestandteil einer längeren Behandlungsserie – zum Beispiel zweimal wöchentlich über mehrere Wochen. Wie jede Regulationstherapie braucht BEMER Zeit, um seine Wirkung zu entfalten.

📸 Bild: BEMER-Anwendung in der Naturheilpraxis Kreuer

🌿 Ergänzende Behandlungen – was passt zu BEMER?

BEMER entfaltet seine Wirkung am besten, wenn es in ein durchdachtes Therapiekonzept eingebettet ist. Je nach Befund und Beschwerden kombiniere ich die Methode mit anderen Ansätzen:

🔬 Orthomolekulare Medizin

Magnesium, CoQ10 und B-Vitamine unterstützen den Energiestoffwechsel in den Mitochondrien – eine wichtige Ergänzung zur Mikrozirkulationsförderung. → Mehr zur orthomolekularen Medizin

💧 Vitamin-C-Hochdosis-Infusion

Hochdosiertes Vitamin C wirkt antioxidativ und unterstützt die Gefäßwand-Integrität. → Zur Infusionstherapie

🏔️ IHHT – Höhentraining

Intervall-Hypoxie-Hyperoxie-Therapie trainiert die Sauerstoffverwertung der Zellen – ein sinnvoller Baustein bei Erschöpfung und Leistungsminderung. → Zur IHHT-Therapie

⚙️ Mitochondrientherapie

Wenn die zelluläre Energieproduktion schwächelt, hilft BEMER allein nicht. Eine gezielte Mitochondriendiagnostik und -therapie schafft die Grundlage. → Mehr zu Mitochondrien

🌱 Phytotherapie

Pflanzliche Präparate mit Ginkgo biloba oder Rosskastanie haben traditionell einen Bezug zur Gefäßgesundheit und können ergänzend eingesetzt werden.

📡 Physiokey

Das Physiokey-Gerät arbeitet mit bioelektrischen Impulsen – gut kombinierbar mit BEMER bei Schmerzen und Regulationsstörungen im Bewegungsapparat.

🥗 Ernährung als Grundlage guter Mikrozirkulation

Was wir täglich essen, beeinflusst die Fließeigenschaften des Blutes, den Entzündungsstatus im Körper und die Qualität unserer Gefäßwände direkt. BEMER kann unterstützen – aber die Ernährung legt die Grundlage.

Besonders hilfreich für die Mikrozirkulation: Eine entzündungsarme Ernährung mit hohem Anteil an Omega-3-Fettsäuren (Fisch, Leinöl, Walnüsse), ausreichend Magnesium (Kürbiskerne, Nüsse, Vollkorn), Polyphenolen (Beeren, Olivenöl, grüner Tee) und einer guten Flüssigkeitsbilanz.

Ungünstig: Stark verarbeitete Lebensmittel, Transfette, hoher Zuckerkonsum und chronischer Flüssigkeitsmangel erhöhen die Blutviskosität und belasten die kleinen Gefäße.

Wer an Cholesterinwerten, Insulinresistenz oder anderen Stoffwechselproblemen leidet, sollte das unbedingt parallel adressieren. → Zur Ernährungsberatung in der Praxis

Ein konkretes Beispiel aus dem Alltag: Wer täglich zwei Liter Wasser zu wenig trinkt, erhöht die Viskosität seines Blutes messbar. Das bedeutet: Die kleinen Kapillaren müssen gegen einen dickflüssigeren Widerstand arbeiten. Schon dieser eine Faktor – Flüssigkeitszufuhr – kann die Mikrozirkulation beeinflussen, bevor irgendjemand an ein Magnetfeldgerät denkt.

In meiner Praxis spreche ich immer zuerst über die Grundlagen: Trinkverhalten, Schlaf, Bewegung, Stresssituation. Erst danach machen weitergehende Maßnahmen – ob BEMER oder etwas anderes – wirklich Sinn. Die Regulationstherapie auf einem schlechten Fundament aufzubauen, ist wie ein Haus auf Sand zu errichten.

⚠️ HINWEIS: Fiktive Fallbeschreibung

Die folgende Schilderung ist vollständig erfunden und dient ausschließlich der Veranschaulichung. Sie stellt keine Heilaussage und keinen realen Behandlungsfall dar. Namen und Details sind frei gewählt.

Thomas R., 54 Jahre, kommt in die Praxis mit dem Hauptanliegen: „Ich bin schon seit Monaten ständig müde, meine Hände und Füße sind immer kalt, und nach dem Sport erholt sich mein Körper kaum noch.“

Das Standardblutbild seines Hausarztes war weitgehend unauffällig. In der Praxis zeigt die HRV-Messung eine deutlich eingeschränkte Variabilität – ein Hinweis auf eine vegetative Dysregulation. Die Kapillarblutdiagnostik zeigt eine erhöhte Erythrozyten-Aggregation.

Das Behandlungskonzept umfasst neben einer orthomolekularen Grundversorgung (Magnesium, CoQ10, Omega-3) eine BEMER-Serie mit zwei Anwendungen pro Woche. Ergänzend wird die Ernährung angepasst.

Thomas R. berichtet nach sechs Wochen, dass er sich subjektiv erholter fühlt und die Kältegefühle nachgelassen haben. Ob und in welchem Ausmaß BEMER dazu beigetragen hat, lässt sich im Einzelfall nicht isoliert beurteilen.

Rein fiktives Beispiel – keine Heilaussage.

🏠 BEMER zur Eigenanwendung – was ist zu beachten?

Viele Patienten fragen, ob sie sich ein BEMER-Gerät für zu Hause anschaffen sollen. Das ist grundsätzlich möglich – BEMER-Geräte für den Heimbereich sind legal im Handel erhältlich.

In der Praxis haben Patienten die Möglichkeit, BEMER zunächst im Rahmen einer Behandlungsserie kennenzulernen – um dann auf einer fundierten Basis zu entscheiden, ob eine eigene Anschaffung sinnvoll ist.

🦴 BEMER beim Bewegungsapparat – ein Blick auf die Mechanik

Gelenke und Knorpelgewebe werden nicht über Blutgefäße direkt versorgt – sie beziehen ihre Nährstoffe aus der Gelenkflüssigkeit (Synovia) und über die Diffusion aus dem umliegenden Gewebe. Genau hier spielt die Mikrozirkulation eine zentrale Rolle: Funktioniert die Durchblutung in den Randschichten schlecht, leidet auch die Knorpelernährung.

Ähnliches gilt für Muskeln und Faszien. Chronisch verspannte Muskeln zeigen oft lokale Minderdurchblutung in bestimmten Segmenten. Das kann einen Kreislauf aus Verspannung, Schmerz und schlechter Versorgung bedingen, der sich ohne Unterstützung von außen schwer selbst auflöst.

In der Kombination mit manueller Therapie oder mit lokalen Pad-Anwendungen direkt am betroffenen Gelenk kann BEMER hier als unterstützende Maßnahme sinnvoll sein – immer in Abhängigkeit von der Grunddiagnose.

Wichtig: Bei Arthrose, Rheuma oder anderen strukturellen Gelenkerkrankungen kann BEMER allein keine strukturellen Veränderungen rückgängig machen. Es ist ein ergänzendes Instrument – kein Ersatz für eine umfassende Diagnose und ein individuell angepasstes Behandlungskonzept.

🌙 BEMER und Schlaf – was der Körper nachts braucht

Nachts regeneriert sich der Körper. Zellreparatur, Entgiftung über das lymphatische System und hormonelle Erholungsprozesse laufen vor allem in den tiefen Schlafphasen ab. Voraussetzung dafür ist eine gute Durchblutung auch in Ruhephasen.

Einige BEMER-Anwender berichten, dass sie das Gerät abends einsetzen – in Programmstufen, die für die Erholung ausgelegt sind – und subjektiv einen ruhigeren Schlaf erleben. Wissenschaftlich belastbare Studien zu diesem spezifischen Aspekt sind derzeit begrenzt; die Berichte sind individuell unterschiedlich.

Was gut untersucht ist: Das vegetative Nervensystem hat einen direkten Einfluss auf die Schlafqualität. Wer chronisch im Sympathikus-Modus ist – gestresst, angespannt, überaktiviert – schläft schlechter und erholt sich weniger. Regulationstherapien wie BEMER, aber auch HRV-Biofeedback, Atemtherapie oder einfache Entspannungstechniken können helfen, den Parasympathikus zu stärken.

Bei anhaltenden Schlafstörungen empfehle ich immer eine genaue Ursachenabklärung – auf hormoneller, neurologischer und psychologischer Ebene. BEMER kann dabei eine begleitende Rolle spielen, aber die Ursache liegt selten in einem Magnetfeldmangel.

🏃 BEMER in der sportlichen Regeneration

Leistungssportler und aktive Freizeitsportler interessieren sich zunehmend für BEMER als Regenerationshilfe. Das Prinzip klingt logisch: Wenn die Mikrozirkulation verbessert wird, können Abbauprodukte des Muskelstoffwechsels – etwa Laktat – schneller abtransportiert und Sauerstoff rascher nachgeliefert werden.

Tatsächlich haben einzelne Studien Hinweise auf verkürzte Erholungszeiten im Sportkontext gezeigt. Die Datenlage ist jedoch heterogen, und viele Studien sind methodisch begrenzt (kleine Fallzahlen, keine Verblindung, industriefinanziert). Sportler sollten BEMER daher als mögliches Ergänzungstool betrachten – nicht als Heilmittel oder Leistungsbooster.

In meiner Praxis setze ich BEMER bei sportlichen Patienten häufig in Kombination mit der IHHT-Therapie ein: Das Höhentraining trainiert die Mitochondrien auf zellulärer Ebene, BEMER unterstützt den Stoffwechseltransport in der Peripherie. Beide Methoden ergänzen sich konzeptuell gut.

Wichtig ist auch hier: Ohne ausreichende Regenerationszeiten, ohne guten Schlaf und ohne eine gezielte Versorgung mit Mikronährstoffen bleibt jede physikalische Therapie an der Oberfläche. Wer seinen Körper ernsthaft regenerieren möchte, sollte das ganzheitlich angehen – und das schließt Ernährung, Schlafhygiene und Stressmanagement mit ein. BEMER kann ein unterstützendes Werkzeug in diesem Gesamtbild sein.

❤️ Mikrozirkulation und Herz-Kreislauf-Gesundheit

Die Verbindung zwischen Mikrozirkulation und kardiovaskulärer Gesundheit ist wissenschaftlich gut etabliert. Eine chronisch beeinträchtigte periphere Mikrozirkulation kann auf eine systemische Gefäßdysfunktion hindeuten – und ist ein früher Indikator für Herz-Kreislauf-Risiken, lange bevor Arteriosklerose auf bildgebenden Verfahren sichtbar wird.

Aus naturheilkundlicher Perspektive ist die Mikrozirkulation daher ein wichtiges frühdiagnostisches Fenster. Das macht BEMER nicht zu einem Herztherapiegerät – aber es erklärt, warum Maßnahmen zur Unterstützung der peripheren Durchblutung als Teil eines präventiven Gesamtkonzepts interessant sind.

Bei diagnostizierten Herzerkrankungen, Vorhofflimmern oder schweren Gefäßproblemen ist BEMER nur nach Rücksprache mit dem behandelnden Arzt oder Kardiologen anwendbar. Hier gilt: Sicherheit vor Enthusiasmus.

Wer an Durchblutungsstörungen leidet oder ein erhöhtes Arteriosklerose-Risiko hat, findet auf der Seite zur Arteriosklerose in der Naturheilkunde und zur Behandlung von Durchblutungsstörungen weitere Informationen.

⚖️ BEMER und allgemeine Magnetfeldtherapie – ein kurzer Vergleich

Merkmal BEMER Allgemeine PEMF-Therapie
Signalform Patentiertes BEMER-Signal Verschiedene Wellenformen je nach Gerät
Primäres Ziel Mikrozirkulation, vasomotorische Funktion Knochen, Gewebeheilung, Entzündung (je nach Gerät)
Intensität Niedrig (im Bereich Hintergrundfelder) Variabel – teils deutlich höher
Studienlage Studien vorhanden, Evidenz begrenzt Studien zu einzelnen Anwendungen, unterschiedliche Qualität
Anwendungszeit 8–24 Minuten, 1–2× täglich Je nach Gerät und Indikation sehr unterschiedlich
Regulationstherapeutischer Ansatz Stark ausgeprägt Je nach System unterschiedlich

Diese Gegenüberstellung dient nur der groben Orientierung. Jedes System ist individuell zu bewerten – und kein System ist für jeden geeignet.

💬 Meine Erfahrung mit BEMER in der Praxis

Ich setze BEMER seit mehreren Jahren in der Praxis in Wernau ein. Die Resonanz bei Patienten ist unterschiedlich – was mich nicht überrascht, denn Regulationstherapien wirken individuell.

Was ich in der Praxis beobachte: Patienten, die BEMER als einen Baustein in einem durchdachten Gesamtkonzept einsetzen, berichten häufiger von positivem Erleben als solche, die es als Einzelmaßnahme anwenden. Das passt zur Theorie: Wenn der Körper durch Mikronährstoffmangel, schlechte Ernährung oder chronischen Stress grundlegend belastet ist, kann ein Magnetfeldgerät allein wenig ausrichten.

Ehrlichkeit ist mir wichtig: BEMER ist kein Wundermittel. Es gibt Patienten, bei denen ich es empfehle – und Patienten, bei denen ich klar sage, dass andere Maßnahmen Priorität haben. Diese Einschätzung gründet sich immer auf eine individuelle Befunderhebung, nicht auf Begeisterung für ein Gerät.

Wenn Sie neugierig sind, ob BEMER in Ihrem Fall sinnvoll sein könnte, sprechen Sie mich in einem persönlichen Termin an. Ich beantworte Ihre Fragen offen und empfehle nur das, was ich auch für Sie für sinnvoll halte.

Nach über 33 Jahren Praxiserfahrung weiß ich: Es gibt keine Methode, die für alle passt. Was zählt, ist eine sorgfältige Diagnose, ein individuell abgestimmtes Konzept – und die ehrliche Bereitschaft, auch unbequeme Antworten zu geben. BEMER ist ein wertvolles Instrument in meinem Behandlungsspektrum, aber es ist eines von vielen. Die Entscheidung, welches davon für Sie passt, treffen wir gemeinsam.

Meine Praxis liegt in Wernau – zentral gelegen zwischen Stuttgart, Esslingen und Göppingen. Patienten aus Kirchheim unter Teck, Nürtingen, Filderstadt und Wendlingen sind ebenso willkommen. Vereinbaren Sie gern einen Termin – telefonisch oder per E-Mail.

❓ Häufige Fragen zur BEMER-Therapie

Wie viele Anwendungen brauche ich, um eine Wirkung zu bemerken?

Das ist individuell sehr unterschiedlich. Manche Patienten berichten bereits nach wenigen Anwendungen von einem veränderten Körpergefühl. Als Faustregel gilt: Eine Behandlungsserie von 10–20 Anwendungen über 5–10 Wochen gibt dem Körper ausreichend Zeit, auf die Regulationstherapie anzusprechen. Danach folgt eine Beurteilung.

Übernimmt die Krankenkasse die Kosten?

BEMER ist keine Kassenleistung. Die Kosten tragen Patienten als Heilpraktiker-Leistung selbst. Manche privaten Krankenversicherungen und Beihilfestellen erstatten Heilpraktikerleistungen anteilig – bitte klären Sie das individuell mit Ihrer Versicherung.

Kann BEMER Schmerzen lindern?

BEMER ist keine Schmerztherapie im direkten Sinne. Es gibt jedoch Patienten, die im Rahmen von muskuloskelettalen Beschwerden oder Rückenschmerzen berichten, dass sie BEMER als angenehm und entspannend empfinden. Ob und inwiefern das Gerät einen direkten Einfluss auf Schmerzsignale hat, ist wissenschaftlich nicht abschließend belegt. Bei Schmerzen ist eine genaue Ursachenabklärung vorrangig. → Zu Rückenschmerzen und Ischias

Ist BEMER für ältere Menschen geeignet?

Ja, grundsätzlich schon – unter der Voraussetzung, dass keine Kontraindikationen vorliegen (insbesondere Herzschrittmacher oder andere aktive Implantate). Ältere Patienten starten häufig mit niedrigeren Intensitätsstufen und kürzeren Anwendungszeiten. Eine individuelle Beratung ist immer der erste Schritt.

Kann ich BEMER mit anderen Behandlungen kombinieren?

In der Regel ja. BEMER wird in meiner Praxis fast immer als Teil eines Gesamtkonzepts eingesetzt – nicht als alleinige Maßnahme. Die Kombination mit orthomolekularer Medizin, IHHT oder Physiokey hat sich in der Praxis bewährt. Wichtig ist eine gute Abstimmung aller Methoden auf die individuelle Situation.

🔗 Weitere Themen aus der Praxis

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⚖️ Rechtlicher Hinweis: Die Inhalte dieser Seite dienen der allgemeinen Information und ersetzen keine ärztliche oder heilpraktische Beratung. BEMER ist ein physikalisches Therapiegerät und kein Heilmittel. Alle beschriebenen Anwendungen und Wirkungen sind auf den jeweiligen Studienkontext bezogen. Bei gesundheitlichen Beschwerden wenden Sie sich bitte an qualifiziertes medizinisches Fachpersonal. → Mehr zur Praxis und zu den rechtlichen Hinweisen

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