🧭 Zuerst die Diagnose – dann die Therapie
Nackenschmerzen gehören zu den häufigsten Beschwerden unserer Zeit – und doch werden sie viel zu selten in ihrer ganzen Komplexität betrachtet.
In meiner Praxis beginnt jede Behandlung mit einer gründlichen Ursachensuche. Die Bioresonanz-Diagnostik nach Paul Schmidt liefert dabei oft Hinweise, die konventionelle Untersuchungen allein nicht erfassen – auf die individuelle Therapie kann erst dann sinnvoll aufgebaut werden.
Das HWS-Syndrom (Halswirbelsäulensyndrom) ist mehr als ein verspannter Nacken. Es ist häufig Ausdruck eines komplexen Zusammenspiels aus Haltung, Stress, Nährstoffmangel und tieferliegenden Regulationsstörungen – die alle zusammen berücksichtigt werden müssen.
Seit über 33 Jahren arbeite ich als Heilpraktiker in Wernau bei Stuttgart. Die ganzheitliche Diagnose steht dabei immer am Anfang. Erst wenn ich verstehe, warum der Nacken schmerzt, kann eine wirklich individuell angepasste Behandlung beginnen.
🦴 Was ist das HWS-Syndrom?
Die Halswirbelsäule besteht aus sieben Wirbeln (C1–C7) und ist das beweglichste Segment der gesamten Wirbelsäule. Sie trägt den Kopf (durchschnittlich 5–6 kg), schützt das Rückenmark und beherbergt wichtige Nervenwurzeln, Blutgefäße und das vegetative Nervensystem.
Genau diese Kombination aus extremer Beweglichkeit und hoher Belastung macht die HWS anfällig. Minimale Fehlstellungen, chronische Muskelverspannungen oder Wirbelblockaden können eine Kaskade von Beschwerden auslösen – weit über den Nacken hinaus.
Vom einfachen Spannungsgefühl bis zu ausstrahlenden Armschmerzen, Kopfschmerzen oder Schwindel – das Beschwerdebild ist breit und wird zu häufig mit kurzfristiger Symptombehandlung abgetan, statt wirklich nachzuforschen.
⚠️ Typische Beschwerden beim HWS-Syndrom
| 🔹 Ziehende oder stechende Nackenschmerzen | 🔹 Kopfschmerzen (v. a. Hinterkopf) |
| 🔹 Eingeschränkte Kopfbeweglichkeit | 🔹 Kribbeln / Taubheit in Schulter, Arm oder Hand |
| 🔹 Schwindel und Gleichgewichtsstörungen | 🔹 Sehstörungen oder Ohrgeräusche |
| 🔹 Verspannungen im Schulter-Nacken-Bereich | 🔹 Müdigkeit und Konzentrationsprobleme |
🔍 Ursachen – konventionell und ganzheitlich betrachtet
Die Suche nach den eigentlichen Ursachen ist der entscheidende Schritt. Schmerzmittel dämpfen das Signal – aber das Problem dahinter bleibt. In meiner Arbeit unterscheide ich bewusst zwischen strukturellen, funktionellen und systemischen Ursachen.
📱 Die moderne Lebensweise als Hauptrisikofaktor
Der sogenannte „Handynacken“ oder „Text Neck“ ist ein Phänomen unserer Zeit. Wer den Kopf nur 30° nach vorne neigt, belastet die Halswirbelsäule mit rund 18 kg – bei 45° sind es schon über 22 kg.
Stundenlange Bildschirmarbeit, schlecht eingestellte Monitore, Headset-Nutzung mit einseitiger Kopfhaltung – das alles summiert sich zu einer chronischen Überlastung, die Muskeln, Sehnen und Gelenke dauerhaft fehlbelastet.
Besonders heimtückisch: Viele Betroffene spüren die Fehlbelastung zunächst nicht, weil der Körper kompensiert. Erst wenn die Kompensation versagt, treten die Schmerzen plötzlich und heftig auf.
🧠 Psychischer Stress – der unsichtbare Faktor
Wer kennt es nicht: In stressigen Phasen zieht man unwillkürlich die Schultern hoch. Dieser archaische Schutzreflex führt bei Dauerstress zu chronischen Muskelkontraktionen im Nacken-Schulter-Bereich.
Chronischer Stress erhöht zudem den Cortisolspiegel, hemmt Regenerationsprozesse und fördert Entzündungsreaktionen im Gewebe. Der psychische Druck schlägt buchstäblich auf den Nacken.
Viele Patienten berichten, dass ihre Nackenschmerzen bei Urlauben oder ruhigen Wochenenden deutlich nachlassen – ein klares Zeichen, dass der Stress als Triggerfaktor ernst genommen werden muss.
| Konventionelle Ursachen | Ganzheitliche / naturheilkundliche Sicht |
|---|---|
| Muskuläre Verspannungen | Magnesiummangel, chronischer Stress, Schlafmangel |
| Bandscheibenvorfall / -degeneration | Übersäuerung, Kollagenmangel, Bindegewebsschwäche |
| Wirbelblockaden / Fehlstellungen | Muskeldysbalancen, fasziale Verklebungen |
| Schleudertrauma / Unfallfolgen | Störfelder (z. B. Narben, Zähne), Regulationsstörungen |
| Arthrose der HWS-Gelenke | Chronische Entzündungsprozesse, Vitamin-D-Mangel |
| Fehlhaltung / Ergonomie | Psychosomatische Verkörperung von Belastungen |
| Schlafprobleme / falsches Kissen | Hormonelle Dysbalancen, Schlafmangel → Entzündung |
🔬 Systemische Ursachen – der große Zusammenhang
Aus ganzheitlicher Sicht können auch systemische Faktoren Nackenschmerzen mitbedingen oder unterhalten. Ein erhöhter Entzündungsstatus im Körper – oft unbemerkt – hält Schmerzprozesse am Laufen.
Nährstoffmängel spielen eine größere Rolle, als oft angenommen. Magnesium steuert die Muskelentspannung, Vitamin D beeinflusst die Muskelkraft und Nervenfunktion, B-Vitamine sind essenziell für die Nervenregeneration.
Auch Zahn- und Kieferprobleme (CMD – craniomandibuläre Dysfunktion), Narben nach Operationen oder Entzündungen – sogenannte Störfelder – können über Reflexbögen Nackenschmerzen auslösen oder dauerhaft aufrechterhalten.
🦷 Störfelder – wenn der Nacken woanders seine Ursache hat
Das Konzept der Störfelder ist in der Naturheilkunde gut bekannt, in der Schulmedizin jedoch wenig beachtet. Die Grundidee: Chronische Reizquellen im Körper – Narben, entzündete Zahnwurzeln, Knocheninseln im Kiefer (Cavitations) oder alte Operationsnarben – können über das vegetative Nervensystem Reflexbögen unterhalten, die weit entfernte Strukturen reizen.
In meiner Praxis erlebe ich immer wieder, dass Nackenschmerzen durch die Behandlung eines solchen Störfelds deutlich besser werden – obwohl der Schmerz rein örtlich nichts mit dem Störfeld zu tun zu haben schien. Besonders häufig sind Zusammenhänge mit Zähnen im Unter- und Oberkiefer, alten Tonsillektomie-Narben oder auch Narben am Hals.
Die Suche nach Störfeldern ist deshalb ein fester Bestandteil meiner Bioresonanz-Diagnostik bei chronischen oder therapieresistenten Nackenschmerzen. Wird ein Störfeld identifiziert, behandle ich es gezielt mit Neuraltherapie.
😴 Schlaf, Regeneration und das vegetative Nervensystem
Wer schlecht oder zu wenig schläft, regeneriert weniger effektiv. Muskeln erholen sich im Tiefschlaf, Entzündungsmarker werden nachts abgebaut, das Nervensystem wird beruhigt. Chronischer Schlafmangel erhöht die Schmerzempfindlichkeit messbar – was bedeutet, dass derselbe körperliche Befund bei einem ausgeschlafenen Menschen weniger weh tut als bei einem erschöpften.
Das vegetative Nervensystem (Sympathikus und Parasympathikus) spielt eine zentrale Rolle im Schmerzgeschehen. Ein dauerhaft überaktiver Sympathikus – ausgelöst durch Stress, schlechten Schlaf oder Umweltbelastungen – erhöht den Muskeltonus und kann Schmerzen unterhalten.
Deshalb frage ich in der Anamnese explizit nach Schlafqualität, Stressbelastung und dem allgemeinen Energieniveau. Diese Faktoren sind nicht „psychologisch“ im Sinne von eingebildet – sie sind handfeste physiologische Parameter, die das Schmerzgeschehen beeinflussen.
🎯 Bioresonanz-Diagnostik nach Paul Schmidt – Der erste Schritt
Die Bioresonanz nach Paul Schmidt ist in meiner Praxis das diagnostische Herzstück. Mit dem Rayocomp PS 1000 kann ich eine umfassende energetische Testung durchführen, die weit über die rein strukturelle Betrachtung hinausgeht.
Das Grundprinzip: Jedes Organ, jedes Gewebe und jede Zelle hat nach diesem Konzept ein spezifisches Frequenzspektrum. Störungen im bioenergetischen System können sich als Abweichungen von diesen Mustern zeigen – und gezielt getestet werden.
Die Methode ist von der Schulmedizin nicht anerkannt und zählt zur Erfahrungsheilkunde. Dennoch hat sich die Bioresonanz-Diagnostik nach Paul Schmidt in über 30 Jahren meiner Praxistätigkeit als wertvolles Instrument erwiesen, um Zusammenhänge sichtbar zu machen, die anderen Methoden verborgen bleiben.
Was wird bei Nackenschmerzen gezielt getestet?
Die Diagnostik bei Nackenpatienten folgt einem strukturierten, ursachenorientierten Ablauf. Ich teste dabei nicht nur den Nacken selbst, sondern suche systematisch nach Belastungen im gesamten Organismus.
🔬 Bioresonanz-Testbereiche bei HWS-Beschwerden
Strukturelle Ebene:
Energetische Testung der Halswirbel C1–C7 und angrenzender Strukturen (Bandscheiben, Facettengelenke, Muskelgruppen, Faszien). Prüfung auf Blockaden und Kompensationsmuster im gesamten Wirbelsäulenbereich.
Neuronale Ebene:
Testung der austretenden Nervenwurzeln C3–C8 und des Plexus brachialis. Erfassung möglicher Engpasssyndrome und vegetativer Dysregulationen, die Schmerz und Kribbeln unterhalten können.
Systemische Ebene:
Belastungen durch Schwermetalle, Umweltgifte oder chronische Entzündungsherde. Testung des Immunsystems, der Nebennieren (Stressachse), hormoneller Dysbalancen und der Darmgesundheit.
Störfelder:
Gezielte Suche nach Fernwirkungen von Narben (z. B. Operationsnarben, Zahnwurzelbehandlungen), Kiefergelenksproblemen oder chronischen Entzündungsherden, die über Reflexbögen Nackenschmerzen auslösen oder unterhalten können.
Mikronährstoffe:
Energetische Hinweistestung auf mögliche Mängel bei Magnesium, Vitamin D, B12, Zink und Omega-3-Fettsäuren – die anschließend über eine Laboruntersuchung überprüft und bestätigt werden können.
Ergänzende Diagnostik in der Praxis
Die Bioresonanz-Diagnostik wird in meiner Praxis durch weitere Untersuchungsmethoden ergänzt, um ein vollständiges Bild zu erhalten:
Manuelle Untersuchung: Ich taste die Halswirbelsäule systematisch ab, prüfe die Beweglichkeit in alle Richtungen, suche nach Triggerpunkten und beurteile die Körperstatik – denn der Nacken ist nie isoliert zu sehen.
Labordiagnostik: Bei Bedarf führe ich gezielte Blutuntersuchungen durch – Entzündungsmarker (hs-CRP), Vitamin-D-Spiegel, Magnesium, B12 und Homocystein liefern wertvolle Hinweise auf systemische Ursachen.
Integration bildgebender Befunde: Bestehende MRT- oder Röntgenbefunde fließen selbstverständlich in die Gesamtbeurteilung ein. Schulmedizinische Diagnosen und naturheilkundliche Betrachtung ergänzen sich hier optimal.
📚 Wissenschaftliche Hinweise (Rayonex-Studienseite)
Auf der Studienseite von Rayonex sind registrierte klinische Studien und Untersuchungsergebnisse zur Bioresonanztherapie nach Paul Schmidt dokumentiert – darunter auch Arbeiten zu Schmerzsyndromen. Die Studienlage ist begrenzt und die Methode schulmedizinisch nicht anerkannt; die veröffentlichten Daten können Leser selbst prüfen:
⚡ Bioresonanz-Therapie – Ursachenorientiert nach Paul Schmidt
Auf der Grundlage der Diagnose erstelle ich ein individuelles Therapieprogramm. Die Bioresonanztherapie nach Paul Schmidt zielt nicht auf eine Symptomunterdrückung ab – sondern auf die Aktivierung der körpereigenen Regulationsfähigkeit.
Das Prinzip: Über Rayonex-Geräte (PS 1000 oder PS 10) werden spezifische Frequenzen übertragen, die gestörte Schwingungsmuster harmonisieren und die Selbstregulation anregen sollen. Die Behandlung ist völlig schmerzfrei und wird von den meisten Patienten als angenehm und entspannend empfunden.
Wichtig zu verstehen: Diese Methode ist Erfahrungsheilkunde. Es gibt keine schulmedizinische Anerkennung. Was ich nach über 30 Jahren sagen kann: In der Kombination mit anderen naturheilkundlichen Verfahren zeigt sie in meiner Praxis regelmäßig positive Wirkungen – gerade bei chronischen Beschwerden.
Wie läuft die Therapie ab?
Jede Bioresonanz-Therapie-Sitzung bei mir beginnt mit einer kurzen Befunderhebung: Wie hat der Patient auf die letzte Behandlung reagiert? Haben sich neue Symptome gezeigt? Hat sich etwas verändert? Diese Information fließt direkt in die aktuelle Sitzung ein.
Die eigentliche Therapie dauert in der Regel 30–45 Minuten. Der Patient liegt entspannt auf der Behandlungsliege, die Elektroden des Rayocomp PS 1000 werden positioniert – und der Körper empfängt die individuell programmierten Frequenzen. Viele Patienten berichten von einem angenehmen Kribbeln oder Wärmegefühl, manche schlafen ein.
Nach den ersten Sitzungen kann eine sogenannte Erstreaktionsphase auftreten – vorübergehende Müdigkeit oder ein kurzes Aufflackern der Beschwerden. Das ist ein bekanntes Phänomen bei Regulationstherapien und kein Zeichen, dass etwas schiefläuft. Es zeigt vielmehr, dass der Körper beginnt zu reagieren.
1️⃣ Lokale Harmonisierung
Gezielte Frequenzprogramme für die Halswirbelsäule, die betroffenen Nervenwurzeln und die verspannte Muskulatur. Ziel: Reduktion von Schmerz und Entzündung auf lokaler Ebene.
2️⃣ Systemische Regulation
Behandlung identifizierter Belastungen wie Schwermetalle, chronische Entzündungsherde oder Störfelder. Der gesamte Organismus wird in die Therapie einbezogen.
3️⃣ Vegetative Balance
Stressverarbeitungs-Programme zur Regulierung des vegetativen Nervensystems. Besonders relevant wenn Stress als Triggerfaktor identifiziert wurde.
4️⃣ Heimtherapie mit PS 10
Bei chronischen Beschwerden empfehle ich ergänzend die Heimtherapie mit dem tragbaren Mini-Rayonex oder Rayocomp PS 10 – täglich zu Hause, um die Praxisbehandlung zu vertiefen.
Wie viele Sitzungen sind nötig?
Das lässt sich pauschal nicht beantworten – es hängt von der Ursache, der Dauer der Beschwerden und der individuellen Reaktionsfähigkeit ab. Akute Nackenschmerzen sprechen oft schneller an als jahrelang chronifizierte Beschwerden.
Orientierungsrahmen: Bei akuten Beschwerden beginne ich meist mit 4–6 Sitzungen im Abstand von 1–2 Wochen. Bei chronischen Verläufen ist ein längerfristiger Therapieplan sinnvoll, der auch Phasen der Heimtherapie einschließt.
Der ursachenorientierte Ansatz – warum er entscheidend ist
Der wichtigste Unterschied zwischen symptomatischer und ursachenorientierter Behandlung zeigt sich langfristig: Wer nur Schmerzen dämpft, muss das dauerhaft tun. Wer die Ursache behebt – die Muskulatur neu ausbalanciert, Störfelder behandelt, Nährstoffmängel ausgleicht, Stress reguliert – schafft die Grundlage für eine nachhaltige Verbesserung.
Bioresonanz nach Paul Schmidt ist in diesem Ansatz ein Werkzeug unter mehreren – aber ein besonders wertvolles, weil es systemisch denkt und testet. Es geht nicht darum, den Nacken zu behandeln, sondern den Menschen, der Nackenschmerzen hat.
Diese Haltung prägt meine Arbeit seit über drei Jahrzehnten: Nicht die Diagnose steht im Mittelpunkt, sondern der Mensch dahinter – mit seiner Geschichte, seinen Belastungen, seinen Ressourcen.
🌿 Ergänzende Therapieverfahren bei Nackenschmerzen
Die Bioresonanz wirkt am besten im Verbund mit anderen naturheilkundlichen Verfahren. Je nach Diagnose und Situation kombiniere ich gezielt folgende Methoden – nicht als starre Liste, sondern individuell abgestimmt.
🪡 Akupunktur und Ohrakupunktur
Die Akupunktur nach Traditioneller Chinesischer Medizin (TCM) ist bei Nackenschmerzen besonders wirksam einsetzbar. Bestimmte Punkte am Meridian der Gallenblase (GB 21), des Blasen-Meridians (BL 10, BL 60) und des Dreifachen Erwärmers lösen Blockaden im HWS-Bereich und fördern den Qi-Fluss.
Die Ohrakupunktur ergänzt dies hervorragend: Am Ohr finden sich Reflexpunkte für alle Wirbelsäulensegmente. Gerade bei akuten Schmerzen oder wenn klassische Körperpunkte schwer zugänglich sind, erzielt die Ohrakupunktur oft rasche Wirkung.
Ich arbeite mit feinen Einmalnadeln. Die Behandlung ist in der Regel kaum spürbar – viele Patienten schlafen während der Sitzung sogar ein. Das zeigt, wie stark der entspannende Effekt auf das vegetative Nervensystem ist.
💉 Neuraltherapie – Gezielte Schmerfeldbehandlung
Die Neuraltherapie ist bei Nackenschmerzen mein bevorzugtes Injektionsverfahren. Mit kleinen Mengen naturheilkundlicher Wirkstoffe – oft in Kombination mit Procain – behandle ich gezielt Triggerpunkte, Verspannungszentren und – wenn identifiziert – Störfelder.
Procain hat eine ausgezeichnete membranstabilisierende Wirkung: Es unterbricht Schmerzkreisläufe, fördert die Durchblutung und kann über das vegetative Nervensystem regulierend wirken. Die Wirkung hält oft deutlich länger an, als die kurze Injektionszeit vermuten lässt.
Besonders interessant: Wenn ein Störfeld identifiziert wurde – etwa eine Narbe am Hals, eine Zahnwurzelbehandlung oder eine Kieferproblematik – kann die Neuraltherapie an dieser Stelle oft eine verblüffende Fernwirkung auf den Nacken entfalten.
📡 Ultraschalltherapie
Die Ultraschalltherapie nutzt hochfrequente Schallwellen zur tiefen Gewebedurchdringung. Bei Nackenschmerzen hat sie ihre Stärken besonders bei myofaszialen Verklebungen, Triggerpunkten und chronischen Muskelverhärtungen.
Der Ultraschall erzeugt einen Mikromassage-Effekt im Gewebe, verbessert die Durchblutung und fördert die Auflösung von Fibrosegewebe. Ich setze ihn gezielt in den Bereichen ein, die manuell besonders verhärtet oder druckempfindlich sind.
🌱 Homöopathie und Phytotherapie
Die klassische Homöopathie wähle ich individuell nach dem Gesamtbild des Patienten aus. Mittel wie Rhus toxicodendron (Versteifung nach Ruhe), Bryonia (Schmerzen bei Bewegung) oder Causticum (Kontrakturen, Lähmungsgefühl) können neben einer konstitutionellen Behandlung gezielt eingesetzt werden.
Die Phytotherapie ergänzt mit Pflanzen, die entzündungshemmend und muskelentspannend wirken: Teufelskralle (Harpagophytum) ist einer der am besten untersuchten pflanzlichen Schmerzmitteln bei Muskel- und Gelenkleiden. Weidenrinde enthält Salicin als natürliches Salicylat. Baldrian wirkt entspannend auf die Muskulatur und das Nervensystem.
🧪 Labor und orthomolekulare Unterstützung
Wenn die Bioresonanz-Diagnostik auf Nährstoffmängel hinweist, bestätige ich diese über Laboruntersuchungen und erstelle dann ein gezieltes Supplementierungsprotokoll.
Bei entzündlichen Verläufen setze ich auch hochdosierte Vitamin-C-Infusionen ein. Vitamin C ist ein starkes Antioxidans, unterstützt die Kollagensynthese (wichtig für Bandscheiben und Sehnen) und wirkt systemisch entzündungshemmend.
🏔️ IHHT – Höhentraining als systemische Ergänzung
Bei Patienten mit chronischen Schmerzen, Erschöpfung und eingeschränkter Regenerationsfähigkeit setze ich ergänzend die IHHT (Intervall-Hypoxie-Hyperoxie-Therapie) ein. Dabei werden abwechselnd sauerstoffarme und sauerstoffreiche Luft geatmet – ähnlich wie beim Höhentraining von Spitzensportlern.
Die IHHT verbessert die Mitochondrienfunktion, fördert die Durchblutung und steigert die zelluläre Energieproduktion. Bei chronischen Schmerzpatienten – die oft auch unter Erschöpfung leiden – kann das die Belastbarkeit und Regeneration deutlich verbessern und so indirekt dem Nacken zugutekommen.
🏃 Was Sie selbst tun können – Alltag und Prävention
Die beste Ergänzung zur Praxisbehandlung ist das, was Sie täglich selbst tun. Einige Maßnahmen haben einen bemerkenswert großen Effekt auf den Verlauf der Beschwerden.
🖥️ Ergonomie am Arbeitsplatz
Monitor auf Augenhöhe, Tastatur so, dass Unterarme entspannt aufliegen, Bürostuhl mit Lordosenstütze. Jede Stunde kurz aufstehen und die Halswirbelsäule bewegen – das ist keine Kür, sondern Pflicht.
😴 Schlaf und Kissen
Ein anatomisch geformtes Nackenstützkissen, das die HWS in neutraler Position hält, ist kein Luxus. Die Bauchlage ist für die HWS am ungünstigsten – Rücken- oder Seitenlage (mit geradem Kopf) bevorzugen.
🧘 Entspannung und Stress
Progressive Muskelentspannung, Yoga, Tai Chi oder einfach regelmäßige Spaziergänge in der Natur – was zählt, ist Regelmäßigkeit. Atemübungen beruhigen das vegetative Nervensystem direkt.
🥗 Ernährung
Entzündungshemmende Ernährung: viel Gemüse, Omega-3-reiche Lebensmittel (Leinöl, fetter Fisch), wenig verarbeiteter Zucker. Ausreichend Wasser hilft den Bandscheiben, hydratisiert zu bleiben.
🤸 Übungen für den Nacken – sanft und effektiv
Führen Sie alle Bewegungen langsam, ohne Schwung und ohne in den Schmerz zu gehen durch:
✔ Kopf langsam zur rechten und linken Schulter neigen – 5 × pro Seite, 3 Sek. halten
✔ Kopf abwechselnd über die linke und rechte Schulter drehen – langsam, kontrolliert
✔ Schultern kreisen – 10 × vorwärts, 10 × rückwärts
✔ Schulterblätter zusammenziehen und halten (5 Sek.), dann loslassen – 10 ×
✔ Kinn zur Brust bringen, kurz halten, dann Kopf aufrichten – 5 ×
Bei Schmerzen, Kribbeln oder Schwindel sofort stoppen und ärztlichen Rat einholen.
📋 Aus der Praxis – ein fiktives Fallbeispiel
⚠️ Hinweis: Das folgende Beispiel ist fiktiv und dient der Veranschaulichung des diagnostischen und therapeutischen Vorgehens. Es beschreibt keinen realen Patienten und stellt kein Heilungsversprechen dar.
Herr K., 51 Jahre, IT-Projektleiter, kommt in meine Praxis wegen chronischer Nackenschmerzen, die seit über zwei Jahren bestehen. Er hat bereits Physiotherapie und Schmerzmittel versucht – mit kurzfristiger Linderung, aber ohne dauerhaften Effekt. Bildgebung zeigt leichte degenerative Veränderungen an C5/C6, aber keinen Bandscheibenvorfall.
In der Bioresonanz-Diagnostik finden sich neben lokalen Belastungen im HWS-Bereich auch deutliche Hinweise auf eine hohe Stressbelastung der Nebennieren sowie ein mögliches Störfeld im Bereich eines älteren Wurzelbehandlungszahns (Zahn 37). Der Vitamin-D-Wert ist im anschließenden Labor tatsächlich deutlich erniedrigt (22 ng/ml), das Magnesium an der unteren Normgrenze.
Der Behandlungsplan umfasst Bioresonanz-Sitzungen mit Fokus auf HWS-Regulation und Stressachse, Akupunktur zur Schmerzlinderung und vegetativen Beruhigung, Neuraltherapie am identifizierten Störfeld sowie eine gezielte Substitution von Vitamin D3/K2 und Magnesiumglycinat. Ergänzend empfehle ich Heimtherapie mit dem Mini-Rayonex.
Nach etwa acht Wochen berichtet Herr K. von spürbar weniger Schmerztagen und einer verbesserten Schlafqualität. Der Nacken ist nicht beschwerdefrei, aber die Intensität hat deutlich nachgelassen – und er hat das Gefühl, zum ersten Mal die Ursachen anzugehen, nicht nur Symptome zu unterdrücken. Ob und wie weit sich seine Situation langfristig verbessert, ist offen – aber er hat einen sinnvollen Weg eingeschlagen.
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Naturheilpraxis Arno Kreuer · Silcherstraße 9 · 73249 Wernau
Auch für Patienten aus Stuttgart, Esslingen, Kirchheim u. T., Nürtingen und Göppingen
Ausführliche Informationen unter Heilpraktiker – Grundlagen und im Impressum.
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