🦋 Hashimoto-Thyreoiditis: Zuerst die Diagnose – dann die individuelle Therapie
Hashimoto ist eine der häufigsten Autoimmunerkrankungen überhaupt – und gleichzeitig eine der am häufigsten übersehenen. Viele Betroffene kämpfen jahrelang mit Müdigkeit, Gewichtsproblemen und Stimmungsschwankungen, bevor die eigentliche Ursache erkannt wird.
In meiner Naturheilpraxis in Wernau bei Stuttgart gilt seit über 33 Jahren dasselbe Prinzip: Zuerst die gründliche Diagnose – dann die individuelle Therapie. Denn Hashimoto ist nicht gleich Hashimoto: Jeder Körper reagiert anders, jeder Verlauf ist einzigartig.
Diese Seite erklärt Ihnen, was hinter der Erkrankung steckt, welche Ursachen ganzheitlich betrachtet werden müssen und welche naturheilkundlichen Möglichkeiten ich individuell einsetze.
Hashimoto ist eine Autoimmunerkrankung – das Immunsystem greift die eigene Schilddrüse an. Eine reine Hormonersatztherapie behandelt die Symptome, nicht die Ursache dieses Angriffs. Naturheilkundlich frage ich: Was bringt das Immunsystem aus dem Gleichgewicht? Genau dort setze ich an.
🔬 Was ist Hashimoto-Thyreoiditis?
Hashimoto-Thyreoiditis ist eine chronisch-entzündliche Erkrankung der Schilddrüse, bei der das eigene Immunsystem Schilddrüsengewebe als fremd erkennt und angreift. Diese Fehlreaktion führt zu einer langsam fortschreitenden Zerstörung der Drüse und damit meist zu einer Schilddrüsenunterfunktion.
Der Name geht auf den japanischen Arzt Hakaru Hashimoto zurück, der das Krankheitsbild 1912 erstmals beschrieb. Heute ist Hashimoto die häufigste Schilddrüsenerkrankung in den westlichen Industrieländern. Frauen sind etwa sieben- bis zehnmal häufiger betroffen als Männer.
Typisch für Hashimoto ist der schleichende, wechselhafte Verlauf: In frühen Phasen können sogar Phasen mit Überfunktion auftreten (sogenannte „Hashitoxikose“), bevor langfristig die Unterfunktion dominiert. Das macht die Erkrankung diagnostisch anspruchsvoll.
🩺 Häufige Symptome bei Hashimoto
Die Symptome sind so vielfältig, dass Hashimoto oft lange Zeit unentdeckt bleibt oder als „Burnout“, Depression oder hormonelle Dysbalance fehlgedeutet wird.
| Körperliche Symptome | Psychische / Neurologische Symptome |
|---|---|
| Anhaltende Müdigkeit, Erschöpfung | Antriebslosigkeit, depressive Verstimmung |
| Gewichtszunahme trotz normaler Ernährung | Konzentrations- und Gedächtnisschwäche |
| Kälteempfindlichkeit, kalte Hände/Füße | Innere Unruhe, Reizbarkeit (in Hashitoxikose) |
| Trockene Haut, brüchige Haare, Haarausfall | Schlafstörungen, unruhiger Schlaf |
| Verstopfung, verlangsaamte Verdauung | Angstgefühle, Panikattacken |
| Heiserkeit, Druckgefühl im Hals | Verminderte Libido |
Wichtig zu wissen: Nicht jeder Patient erlebt alle Symptome. Der Verlauf hängt stark davon ab, wie weit die Entzündung der Schilddrüse bereits fortgeschritten ist und welche Begleitfaktoren vorhanden sind.
🧩 Die Ursachen von Hashimoto – konventionell und ganzheitlich betrachtet
Die Schulmedizin sieht Hashimoto primär als genetisch bedingte Autoimmunerkrankung. Das stimmt zwar – aber die genetische Veranlagung ist alleine kein Schicksal. Entscheidend ist, welche Faktoren das Immunsystem in einen dauerhaften Angriffsmodus versetzen.
🔍 Genetische und hormonelle Faktoren
Hashimoto häuft sich in Familien, was auf eine genetische Komponente hinweist. Gleichzeitig spielt das weibliche Hormonmilieu eine wesentliche Rolle: Oft bricht die Erkrankung erstmals in der Schwangerschaft, im Wochenbett oder in den Wechseljahren auf.
Auch eine bestehende Schilddrüsenvergrößerung oder andere Schilddrüsenerkrankungen in der Vorgeschichte erhöhen das Risiko. Das verdeutlicht: Hashimoto ist kein isoliertes Schilddrüsenproblem, sondern ein systemisches Geschehen.
🦠 Der Darm als Schlüsselfaktor
Aus ganzheitlicher Sicht ist der Darm bei Autoimmunerkrankungen von zentraler Bedeutung. Ein gestörtes Darmmikrobiom oder eine erhöhte Darmpermeabilität (sogenannter „Leaky Gut“) können dazu führen, dass körperfremde Partikel ins Blut gelangen und das Immunsystem dauerhaft aktivieren.
Die Darmgesundheit und das Immunsystem sind untrennbar verbunden: Etwa 70–80 % aller Immunzellen sitzen im Darm. Ein Ungleichgewicht hier kann das Autoimmungeschehen bei Hashimoto befeuern oder aufrechterhalten.
🌾 Gluten, Jod und Nährstoffmängel
Viele Hashimoto-Betroffene reagieren auf Gluten mit einer verstärkten Immunreaktion – auch ohne eine klassische Zöliakie oder Glutenunverträglichkeit. Der Grund liegt in strukturellen Ähnlichkeiten zwischen Gluten-Proteinen und Schilddrüsengewebe (molekulare Mimikry).
Ebenso können übermäßige Jodzufuhr, ein Selen-Mangel oder niedrige Vitamin-D-Spiegel den Verlauf negativ beeinflussen. Selen ist dabei besonders wichtig: Es schützt die Schilddrüsenzellen vor oxidativem Stress und ist essenziell für die Umwandlung von T4 in aktives T3.
Chronischer Stress erhöht den Cortisolspiegel dauerhaft. Das dysreguliert das Immunsystem und kann Hashimoto-Schübe auslösen oder verschlimmern. In meiner Diagnostik schaue ich deshalb immer auch auf die Stressachse und die Nebennierenbelastung – nicht nur auf die Schilddrüsenwerte allein.
🦷 Störfelder und chronische Entzündungsherde
Ein wenig beachteter, aber naturheilkundlich bedeutsamer Aspekt: chronische Entzündungsherde im Körper können das Immunsystem dauerhaft in Alarmbereitschaft halten. Dazu zählen stille Entzündungen an Zähnen und Kieferknochen, alte Infekte oder chronische Nasennebenhöhlenprobleme. Auch abgeheilte Narben können nach dem Konzept der Neuraltherapie als sogenannte Störfelder wirken und den Energiefluss im Körper beeinträchtigen.
Die Neuraltherapie nach Dr. Huneke ist eine bewährte Methode, um solche Störfelder zu identifizieren und regulierend zu behandeln. Bei manchen Patienten zeigt sich nach einer Störfeldbehandlung eine deutliche Verbesserung der Schilddrüsensituation.
☢️ Umweltbelastungen und Schwermetalle
In der ganzheitlichen Betrachtung spielen auch Umweltgifte eine Rolle: Schwermetallbelastungen durch Amalgamfüllungen, Quecksilber oder Blei können das Immunsystem dauerhaft dysregulieren. Gleiches gilt für Belastungen durch Elektrosmog, chemische Haushaltsprodukte oder Schimmelbelastungen im Wohnraum.
Ob solche Belastungen bei Ihnen eine Rolle spielen, kläre ich in der Anamnese und ggf. durch Laboruntersuchungen. Eine begleitende naturheilkundliche Entgiftungsbehandlung kann in diesen Fällen sinnvoll sein.
🦠 Virusinfektionen als mögliche Auslöser
In der Forschung wird diskutiert, ob bestimmte Virusinfektionen – darunter Epstein-Barr-Virus (EBV), Herpes-Viren oder auch SARS-CoV-2 – eine Autoimmunreaktion auslösen oder verstärken können. Das sogenannte „Molekulare Mimikry“ beschreibt dabei den Mechanismus, bei dem das Immunsystem nach einer Infektion körpereigene Strukturen mit körperfremden Erregern verwechselt.
Manche Patienten berichten, dass ihre Hashimoto-Symptome erstmals nach einem schweren Pfeifferschen Drüsenfieber oder nach COVID-19 aufgetreten sind. Diese Zusammenhänge nehme ich in der Anamnese ernst und beziehe sie in die Therapieplanung ein.
🔭 Diagnostik bei Hashimoto: Warum der TSH-Wert allein nicht ausreicht
Der TSH-Wert ist der häufigste Screeningwert für Schilddrüsenerkrankungen – aber er zeigt nur, wie stark die Hirnanhangdrüse (Hypophyse) die Schilddrüse stimuliert. Er spiegelt nicht direkt wider, wie viel aktives Schilddrüsenhormon tatsächlich in den Zellen ankommt.
Viele Hashimoto-Patienten haben einen „normalen“ TSH, leiden aber gleichzeitig unter erheblichen Beschwerden. Der Grund: Die T4-zu-T3-Umwandlung ist gestört, die Antikörper sind erhöht, oder das reverse T3 blockiert die Hormonwirkung.
🧪 Wichtige Laborparameter bei Hashimoto
| Parameter | Normalbereich | Bedeutung bei Hashimoto |
|---|---|---|
| TSH | 0,4–2,5 mU/l (funktionell) | Erhöht bei Unterfunktion; kann zwischen Schüben schwanken |
| fT3 (freies T3) | 2,0–4,4 pg/ml | Das aktive Hormon – erniedrigt bei Konversionsstörung |
| fT4 (freies T4) | 0,8–1,8 ng/dl | Das Speicherhormon; erniedrigt bei manifester Unterfunktion |
| TPO-Antikörper | < 35 IU/ml | Hauptmarker für Hashimoto; bei ~90 % nachweisbar |
| TG-Antikörper | < 40 IU/ml | Ergänzender Marker; bei ~50 % erhöht |
| Reverses T3 (rT3) | 10–24 ng/dl | Hemmt aktives T3; erhöht bei Stress, Nährstoffmangel |
| Selen | 70–120 µg/l | Häufig erniedrigt; wichtig für T4→T3-Umwandlung |
| Vitamin D (25-OH) | 40–80 ng/ml (optimal) | Immunregulation; bei Autoimmunerkrankungen oft Mangel |
| Omega-3-Index | > 8 % | Entzündungsregulation; niedrig bei westlicher Ernährung |
Diese Labordiagnostik führe ich in Kooperation mit spezialisierten Laboren durch. Für vertiefende Analysen greife ich auf das IMD Berlin zurück, das auf Spurenelemente, Immunmarker und funktionelle Schilddrüsendiagnostik spezialisiert ist.
Eine Studie von Rayman (2012) im Lancet zeigte, dass Selenmangel die Selenoprotein-Synthese beeinträchtigt, was oxidativen Stress in der Schilddrüse begünstigt. Die Studie ist hier abrufbar: doi.org/10.1016/S0140-6736(11)61452-9
📡 Bioresonanz-Diagnostik bei Hashimoto
Die Bioresonanz-Diagnostik nach Paul Schmidt (Rayonex) ist ein wichtiger Bestandteil meiner ganzheitlichen Untersuchung bei Hashimoto. Sie ergänzt die Labordiagnostik, indem sie energetische Muster im Körper analysiert, die auf belastende Faktoren hinweisen können.
Konkret kann die Bioresonanz Hinweise auf mögliche Belastungen durch Viren, Umwelttoxine, Nahrungsmittelunverträglichkeiten oder Organstress liefern. Diese Informationen fließen in die Entwicklung des individuellen Therapieplans ein.
Für viele Patienten ist es der erste Schritt, der Licht ins Dunkel bringt: Wenn Laborbefunde unauffällig wirken, die Beschwerden aber bestehen bleiben, kann die Bioresonanzdiagnostik ergänzende Erklärungsansätze liefern.
Die Bioresonanzdiagnostik ist keine schulmedizinisch anerkannte Diagnosemethode im klassischen Sinne. Ich setze sie als ergänzendes Werkzeug ein, um gemeinsam mit Ihnen das Gesamtbild zu verstehen – immer im Zusammenspiel mit Laborwerten, Anamnese und klinischer Beurteilung.
🌱 Naturheilkundliche Behandlungsansätze bei Hashimoto
Nach der gründlichen Diagnose entwickle ich für jeden Patienten ein individuell abgestimmtes Therapiekonzept. Es geht nicht darum, die Schulmedizin zu ersetzen, sondern sinnvoll zu ergänzen: Viele meiner Patienten nehmen weiterhin L-Thyroxin und profitieren dennoch erheblich von naturheilkundlichen Maßnahmen.
🧬 Orthomolekulare Therapie – Mikronährstoffe gezielt einsetzen
Selen, Zink, Vitamin D und der Omega-3-Index spielen bei Hashimoto eine nachweislich wichtige Rolle. Die Supplementierung wird bei mir grundsätzlich auf Basis aktueller Laborwerte durchgeführt – keine pauschalen Empfehlungen, sondern gezielt dosiert.
Magnesium, B-Vitamine und Coenzym Q10 können zudem die Mitochondrienfunktion unterstützen, was bei der häufigen Erschöpfung bei Hashimoto hilfreich sein kann. Mehr zur Rolle der Mitochondrien in der Zellenergie finden Sie auf meiner speziellen Seite dazu.
💉 Vitamin-C-Hochdosis-Infusionen bei entzündlichen Schüben
Während akuter Entzündungsphasen können intravenöse Vitamin-C-Infusionen sinnvoll sein. Vitamin C wirkt stark antioxidativ, hemmt proinflammatorische Zytokine und unterstützt die Nebennierenfunktion.
Intravenös verabreicht werden deutlich höhere Plasmaspiegel erreicht als mit oraler Supplementierung. Die Infusionen führe ich individuell dosiert und in Abständen durch, die dem jeweiligen Krankheitsverlauf angepasst werden.
🌿 Phytotherapie und Homöopathie
Pflanzliche Adaptogene wie Ashwagandha (Withania somnifera) können die Stressachse regulieren und werden in der Forschung zunehmend als unterstützend bei Schilddrüsenerkrankungen untersucht. Auch Schisandra und Rhodiola können bei Hashimoto-bedingter Erschöpfung eine sinnvolle Ergänzung sein.
Die klassische Homöopathie wähle ich – wenn passend – konstitutionell aus: Es gibt kein Standard-Mittel für Hashimoto, sondern das Gesamtbild des Menschen zählt.
🩺 Neuraltherapie – Störfelder behandeln
Die Neuraltherapie zielt darauf ab, das vegetative Nervensystem zu regulieren und chronische Entzündungsherde im Körper zu behandeln. Bei Hashimoto kann sie entzündungshemmend wirken und die körpereigene Regulation der Schilddrüse unterstützen.
Besonders wenn Narben, alte Infekte oder Zahnherde als mögliche Störfelder in Betracht kommen, kann die Neuraltherapie wertvolle Impulse geben. Die Behandlung ist minimal-invasiv und wird meist sehr gut vertragen.
🦠 Darmsanierung – die Basis der Immunregulation
Eine der wirkungsvollsten Maßnahmen bei Hashimoto ist die gezielte Darmsanierung. Da ein Großteil der Immunzellen im Darm beheimatet ist, beginnt die Behandlung des Immunsystems für mich oft hier. Die Wiederherstellung einer gesunden Darmflora ist ein mehrmonatiger Prozess.
Er beginnt mit der Identifikation belastender Faktoren: Candida-Pilzbefall, parasitäre Belastungen, Unverträglichkeiten oder eine durch Medikamente geschädigte Darmschleimhaut. Dann folgt eine gezielte Aufbauphase mit probiotischen Stämmen, präbiotischen Ballaststoffen und darmschleimhautfördernden Substanzen wie L-Glutamin oder Zink.
⚖️ Naturidentische Hormone als Ergänzungsoption
Bei Hashimoto, das oft mit anderen hormonellen Dysbalancen einhergeht, können naturidentische Hormone eine sinnvolle Ergänzung darstellen. Insbesondere wenn gleichzeitig Östrogen-Progesteron-Dysbalancen, Nebennierenerschöpfung oder ein DHEA-Mangel vorliegen, kann dies das Gesamtbild erheblich beeinflussen.
Die Hormondiagnostik führe ich über Speichelprofile oder spezifische Laboranalysen durch. Auf dieser Grundlage lässt sich eine niedrig dosierte, zielgerichtete Unterstützung entwickeln – immer angepasst an Ihren individuellen Hormonhaushalt und Ihre Beschwerden.
🥗 Ernährung – individuell, nicht dogmatisch
Für viele Hashimoto-Betroffene ist eine glutenreduzierte oder glutenfreie Ernährung hilfreich, auch wenn keine klassische Zöliakie besteht. Zusätzlich ist eine entzündungshemmende Ernährung mit ausreichend Omega-3-Fettsäuren, antioxidativen Gemüse- und Obstsorten sowie fermentierten Lebensmitteln empfehlenswert.
Ich teste Nahrungsmittelunverträglichkeiten auf verschiedene Weisen und entwickle mit Ihnen gemeinsam einen realistischen Ernährungsplan. Kein Dogma, keine Verbotslisten – sondern ein Konzept, das zu Ihrem Alltag passt.
🏔️ IHHT – Intervall-Hypoxie-Hyperoxie-Therapie bei Hashimoto
Die IHHT (Intervall-Hypoxie-Hyperoxie-Therapie) simuliert sanft die Bedingungen des Höhentrainings. Wechselweise einatmen von sauerstoffreduzierter und sauerstoffangereichterter Luft trainiert die Mitochondrien und kann Entzündungsprozesse regulieren.
Bei Hashimoto kann IHHT sinnvoll sein, wenn Erschöpfung, Mitochondrienschwäche oder ein erhöhter Entzündungsstatus im Vordergrund stehen. Die Behandlung ist passiv – Sie liegen bequem und atmen, das Gerät erledigt den Rest.
Die IHHT wird als begleitende Maßnahme eingesetzt, nicht als Einzeltherapie. Sie fügt sich gut in ein umfassendes Konzept aus Mikronährstoffen, Ernährungsanpassung und Stressreduktion ein.
🪷 Weitere begleitende Therapien je nach individuellem Befund
Je nach Diagnose und Krankheitsverlauf können folgende Maßnahmen ergänzend sinnvoll sein:
- Akupunktur und Ohrakupunktur – zur Stressregulation, Qi-Harmonisierung und Unterstützung der Schilddrüsenfunktion
- Ultraschalltherapie – zur lokalen Durchblutungsförderung und Gewebsregulation im Halsbereich
- Thymusinjektionen – zur Modulierung des Immunsystems bei Autoimmungeschehen
- BEMER Magnetfeldtherapie – zur Verbesserung der Mikrozirkulation und Zellregulation
- Laboruntersuchungen – regelmäßige Verlaufskontrollen von Antikörpern, Mikronährstoffen und Entzündungsmarkern
Welche dieser Maßnahmen für Sie sinnvoll sind, klären wir gemeinsam im Erstgespräch. Nicht jede Therapie ist für jeden Patienten geeignet – deshalb steht die individuelle Diagnostik immer am Anfang.
📋 Fiktive Fallbeschreibung
⚠️ Hinweis: Die folgende Fallbeschreibung ist vollständig fiktiv und dient nur zur Illustration des Vorgehens. Sie entspricht keiner echten Patientengeschichte.
Beispiel: Sandra M., 42 Jahre, Verwaltungsangestellte aus EsslingenSandra kam in die Praxis mit einem Laborbefund, der seit Jahren einen „normalen“ TSH-Wert von 2,3 mU/l zeigte – aber ihre Erschöpfung, der Haarausfall und die hartnäckige Gewichtszunahme blieben unerklärt. Eine erweiterte Diagnostik ergab erhöhte TPO-Antikörper, einen Selen-Mangel und ein niedriges fT3 bei normalem fT4 – klassisch für eine T4-T3-Konversionsstörung.
Die Bioresonanzdiagnostik zeigte zudem Hinweise auf eine mögliche Belastung und eine gestörte Darmflora. Im Therapiekonzept wurden selenreiche Ernährung und gezieltes Selen-Präparat, eine Darmsanierung, glutenreduzierte Kost sowie Neuraltherapie kombiniert. Sandra berichtete nach ca. acht Wochen von spürbar mehr Energie und besserer Verdauung.
Dies ist eine fiktive Darstellung. Individuelle Ergebnisse können stark variieren.
❓ Häufige Fragen zu Hashimoto
Ja – naturheilkundliche Maßnahmen und schulmedizinische Hormontherapie schließen sich nicht aus. Viele meiner Patienten nehmen weiterhin ihre Schilddrüsenmedikamente und profitieren gleichzeitig von einer Behandlung der zugrundeliegenden Ursachen. Änderungen an bestehenden Medikationen besprechen wir immer in Absprache mit dem behandelnden Arzt.
Das hängt stark von der individuellen Ausgangssituation ab. Erste spürbare Verbesserungen berichten viele Patienten nach einigen Wochen – aber eine nachhaltige Regulation des Immunsystems ist ein Prozess, der Geduld und Konsequenz erfordert. Ich begleite Sie dabei Schritt für Schritt.
Bei manchen Betroffenen stabilisiert sich die Erkrankung über Jahre hinweg deutlich. Die Antikörperwerte können sinken, die Schilddrüsenfunktion kann sich verbessern. Ob und in welchem Ausmaß das eintritt, ist individuell sehr unterschiedlich und von vielen Faktoren abhängig. Heilungsversprechen mache ich keine – aber eine spürbare Verbesserung der Lebensqualität ist in vielen Fällen erreichbar.
Nicht für jeden – aber es gibt Hinweise, dass zumindest eine glutenarme Ernährung für viele Hashimoto-Betroffene vorteilhaft ist. Das Konzept der molekularen Mimikry und des Leaky Gut macht immunologisch plausibel, warum Gluten das Autoimmungeschehen befeuern kann. Ob das bei Ihnen relevant ist, klären wir durch gezielte Diagnostik.
Ja – Stress ist einer der am häufigsten genannten Auslöser für Hashimoto-Schübe. Chronisch erhöhter Cortisol-Spiegel dysreguliert das Immunsystem und kann die Entzündungsaktivität in der Schilddrüse verstärken. Stressreduktion ist deshalb kein nettes Beiwerk, sondern therapeutisch relevant.
Als Heilpraktiker rechne ich nach dem Gebührenverzeichnis für Heilpraktiker (GebüH) ab. Die Kostenübernahme durch gesetzliche Krankenkassen ist nicht standardmäßig gegeben, jedoch erstatten viele Zusatzversicherungen naturheilkundliche Leistungen. Ich führe stets ein offenes Gespräch über die zu erwartenden Kosten – bevor eine Behandlung beginnt. Alle Informationen finden Sie auch auf meiner Kostenseite.
Das Erstgespräch umfasst eine ausführliche Anamnese: Ihre Vorgeschichte, bisherige Laborbefunde, aktuelle Beschwerden und Lebensumstände. Je nach Befund führe ich direkt erste diagnostische Schritte durch – Bioresonanzdiagnostik, Augendiagnose oder eine Blutentnahme für die Laboranalyse. Am Ende des ersten Termins haben Sie eine erste Orientierung, welche Schritte für Sie sinnvoll wären.
Grundsätzlich verläuft Hashimoto bei Männern ähnlich wie bei Frauen – wird aber deutlich seltener diagnostiziert, weil es seltener vorkommt und die Symptome häufig anderen Ursachen zugeschrieben werden. Bei Männern mit Hashimoto spielen die Testosteronbalance und Stressbelastung als mitauslösende Faktoren oft eine besondere Rolle. Auch für männliche Patienten gilt: Eine gründliche Diagnostik ist der erste Schritt.
🔄 Der wechselhafte Verlauf von Hashimoto – was das bedeutet
Hashimoto verläuft in Schüben, die für Betroffene oft verwirrend sind: An manchen Tagen fühlen Sie sich erschöpft und antriebslos, an anderen Tagen unruhig und nervös. Der Grund liegt in den Phasen des Krankheitsverlaufs – beim Zerfall von Schilddrüsengewebe werden zunächst gespeicherte Hormone freigesetzt, was vorübergehend Überfunktionssymptome erzeugt.
Diese Wechselhaftigkeit macht es schwer, den Therapieerfolg kurzfristig zu beurteilen. Laborwerte, die im Abstand von Wochen gemessen werden, können sich deutlich unterscheiden – und trotzdem kann sich das Wohlbefinden kontinuierlich verbessern. Deshalb lege ich großen Wert auf eine regelmäßige Verlaufskontrolle.
Viele Betroffene beschreiben auch, dass sie von Ärzten jahrelang als „psychosomatisch“ abgetan wurden, bevor die Diagnose Hashimoto gestellt wurde. Das ist eine belastende Erfahrung, die ich ernst nehme. In meiner Praxis haben Sie die Zeit, Ihre Krankengeschichte vollständig zu erzählen – das ist der Ausgangspunkt für eine wirksame Behandlung.
Naturheilkunde und Schulmedizin sind kein Widerspruch. Bei Hashimoto ist die regelmäßige endokrinologische Kontrolle wichtig – ich ergänze und unterstütze diese, ersetze sie nicht. Auf Wunsch kann ich einen Kurzbrief für Ihren Arzt erstellen, damit alle Beteiligten auf dem gleichen Stand sind.
Ich nehme Patienten aus Stuttgart, Esslingen, Göppingen, Kirchheim unter Teck, Filderstadt, Nürtingen und Wendlingen an. Die Praxis in Wernau liegt direkt an der S1-Bahnlinie und ist mit dem Auto sehr gut erreichbar.
Wenn Sie sich fragen, ob ein Besuch bei mir sinnvoll ist: Auch wenn Sie bereits in konventioneller Behandlung sind, kann eine naturheilkundliche Ergänzung sinnvoll sein. Ganzheitliche Naturheilkunde erweitert die Behandlung um Aspekte, die in einer typischen Arztpraxis aus Zeitgründen häufig zu kurz kommen – Ernährung, Mikronährstoffe, Stress, Darmgesundheit und Umweltbelastungen. Genau hier liegt meine Stärke mit über 33 Jahren Praxiserfahrung.
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Hashimoto tritt häufig gemeinsam mit anderen Erkrankungen auf oder beeinflusst mehrere Körpersysteme. Diese Seiten können für Sie ebenfalls relevant sein:
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⚖️ Rechtlicher Hinweis: Die Inhalte dieser Seite dienen der allgemeinen Information und ersetzen keine medizinische oder heilpraktische Diagnose. Naturheilkundliche Behandlungen sind keine schulmedizinisch anerkannten Heilverfahren im Sinne der evidenzbasierten Medizin. Bitte sprechen Sie Änderungen an bestehenden Medikationen immer mit Ihrem behandelnden Arzt ab. Weitere Informationen finden Sie unter Impressum und Heilpraktiker.
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