Morbus Crohn ist eine chronisch-entzündliche Darmerkrankung, die das Leben nachhaltig verändern kann. Schübe kommen ohne Vorwarnung, Erschöpfung und Schmerzen begleiten den Alltag – und doch haben viele Betroffene das Gefühl, zwischen den Stühlen zu sitzen: Die Schulmedizin verwaltet die Erkrankung, aber die Ursachen bleiben unklar.
In meiner Naturheilpraxis in Wernau bei Stuttgart ergänze ich die ärztliche Basisbehandlung durch eine gründliche Diagnose und individuelle naturheilkundliche Maßnahmen. Der erste Schritt ist immer: verstehen, was im Körper vor sich geht – bevor wir handeln.
Ich begleite Menschen mit Morbus Crohn seit über 33 Jahren in meiner Praxis. Kein Heilversprechen – aber ein ernsthafter, ganzheitlicher Blick auf Ihre ganz persönliche Situation.
🦠 Was ist Morbus Crohn – und warum ist er so komplex?
Morbus Crohn gehört zu den chronisch-entzündlichen Darmerkrankungen (CED). Im Unterschied zu Colitis ulcerosa, die auf den Dickdarm beschränkt bleibt, kann Morbus Crohn den gesamten Verdauungstrakt befallen – vom Mund bis zum After, diskontinuierlich und in allen Wandschichten.
Besonders häufig betroffen ist der Übergang von Dünn- zu Dickdarm (terminales Ileum). Etwa 40–55 % der Erkrankten haben sowohl Dünn- als auch Dickdarmläsionen. Diese Tiefenwirkung erklärt, warum Fisteln, Stenosen und Abszesse mögliche Komplikationen sind.
In Deutschland leben schätzungsweise 200.000 Menschen mit Morbus Crohn. Der Erkrankungsgipfel liegt zwischen dem 15. und 40. Lebensjahr – die Erkrankung trifft also Menschen mitten in einem wichtigen Lebensabschnitt.
🔍 Welche Ursachen spielen eine Rolle?
Morbus Crohn ist keine Erkrankung mit einer einzigen Ursache. Die aktuelle Forschung beschreibt ein multifaktorielles Geschehen, bei dem genetische Faktoren, Immunregulation, Umwelteinflüsse und das Darmmikrobiom zusammenwirken.
| Ebene | Mögliche Faktoren | Bedeutung in der Naturheilkunde |
|---|---|---|
| Genetik | NOD2-Genvarianten, familiäre Häufung | Disposition, aber kein Schicksal – Lebensstil beeinflusst die Genexpression |
| Immunsystem | Überreaktion auf Darmbakterien, gestörte Toleranz | Immunmodulation über Darmflora, Phytotherapie und Mikronährstoffe |
| Mikrobiom | Dysbiose, reduzierte Diversität, Verlust schützender Bakterien | Zentrales Handlungsfeld: Darmflora-Diagnostik und gezielter Aufbau |
| Ernährung | Hochverarbeitete Lebensmittel, n-6-Fettsäuren, Zuckerbelastung | Individuelle Ernährungsanpassung als therapeutischer Anker |
| Psyche / Stress | Chronischer Stress erhöht Entzündungsbereitschaft | Darm-Hirn-Achse, Stressregulation, Neuraltherapie |
| Umwelt | Rauchen, Antibiotika-Vorgeschichte, Hygienehypothese | Anamnestische Aufarbeitung bei der Erstuntersuchung |
📊 Morbus Crohn und Colitis ulcerosa – ein häufig gestellter Vergleich
Viele Patienten fragen beim Erstgespräch: „Was ist der Unterschied zu Colitis ulcerosa?“ Beide sind chronisch-entzündliche Darmerkrankungen, unterscheiden sich aber wesentlich in Lokalisation und Tiefe der Entzündung.
| Merkmal | Morbus Crohn | Colitis ulcerosa |
|---|---|---|
| Betroffene Region | Gesamter GI-Trakt möglich, v. a. terminales Ileum | Nur Dickdarm, kontinuierlich vom Rektum aufwärts |
| Entzündungstiefe | Alle Wandschichten (transmurale Entzündung) | Nur Schleimhaut (Mukosa) |
| Verteilungsmuster | Diskontinuierlich (Skip-Lesions) | Kontinuierlich |
| Komplikationen | Fisteln, Stenosen, Abszesse häufiger | Toxisches Megakolon, höheres Kolonkarzinom-Risiko |
| Rauchen als Faktor | Verschlechtert den Verlauf | Rauchen schützt paradoxerweise (Mechanismus unklar) |
Für die naturheilkundliche Begleitung ist diese Unterscheidung relevant, weil sich die Therapieschwerpunkte unterscheiden. Bei Morbus Crohn stehen Mikronährstoffversorgung, Dünndarm-Mikrobiomdysbiose und transmurale Entzündungsmodulation stärker im Vordergrund.
📋 Typische Beschwerden – mehr als nur Durchfall
Morbus Crohn zeigt sich sehr unterschiedlich. Manche Patienten haben in erster Linie Bauchschmerzen, anderen stehen Erschöpfung oder extraintestinale Beschwerden im Vordergrund. Das erschwert die Diagnose oft erheblich.
- Krampfartige Bauchschmerzen
- Chronische Durchfälle
- Blutiger Stuhl (bei Kolonbefall)
- Übelkeit, Appetitmangel
- Gewichtsverlust
- Anhaltende Müdigkeit
- Subfebrile Temperaturen
- Anämie durch Nährstoffmangel
- Mikronährstoffdefizite (B12, D, Zink, Eisen)
- Gelenkschmerzen, Arthritis
- Hautentzündungen (Erythema nodosum)
- Augenbeteiligung (Uveitis)
- Mundschleimhautveränderungen
🦠 Das Darmmikrobiom – Schlüssel zum Verständnis von Morbus Crohn
Kein Organ des Körpers ist so dicht besiedelt wie der Darm. Etwa 38 Billionen Mikroorganismen – Bakterien, Pilze, Viren und Einzeller – bilden zusammen das Darmmikrobiom. Dieses Ökosystem ist nicht passiv. Es trainiert das Immunsystem, produziert Vitamine, beeinflusst Neurotransmitter und reguliert die Darmbarriere.
Bei Morbus Crohn ist das Mikrobiom charakteristisch verändert: Forschungsgruppen beschreiben eine reduzierte Diversität und einen Verlust schützender Bakterienarten wie Faecalibacterium prausnitzii und Akkermansia muciniphila – beides Arten, die entzündungshemmend wirken und die Darmbarriere stärken.
Was kommt zuerst – die Dysbiose oder die Entzündung? Diese Henne-Ei-Frage ist noch nicht abschließend beantwortet. Klar ist: Beide Prozesse schaukeln sich gegenseitig auf, und eine Therapie, die das Mikrobiom nicht berücksichtigt, greift zu kurz.
- Häufiger Einsatz von Antibiotika in der Vorgeschichte
- Stark zuckerhaltige, ballaststoffarme Ernährung
- Hochverarbeitete Lebensmittel mit Emulgatoren (Carrageen, Polysorbat 80)
- Chronischer Stress und gestörter Schlaf
- Rauchen – einer der wenigen klar belegten Risikofaktoren für schwerere Verläufe
- Vorherige Darmoperationen (Veränderung der Passagezeiten)
In der Praxis erfasse ich den Mikrobiom-Status über eine differenzierte Stuhldiagnostik. Ziel ist es, gezielt mit probiotischen Maßnahmen und präbiotischer Ernährung nachzusteuern – nicht mit dem Gießkannenprinzip, sondern auf Basis konkreter Befunde.
Weiterführend: Darmgesundheit & Darmflora
🔬 Diagnose: Zuerst verstehen – dann behandeln
Mein Grundsatz ist: Erst eine gründliche Diagnose, dann die individuelle Therapie. Wer bei Morbus Crohn nur auf Symptome reagiert, ohne die zugrunde liegenden Mechanismen zu kennen, bleibt immer einen Schritt hinter dem Geschehen.
In der Praxis arbeite ich deshalb mit mehreren Diagnose-Ebenen, die sich gegenseitig ergänzen. Vorhandene Befunde (z. B. Endoskopie-Berichte, Laborwerte aus der Gastroenterologie) beziehe ich dabei selbstverständlich ein.
- Ausführliche Anamnese (Krankengeschichte, Medikamente, Ernährung, Stress)
- Sichtung vorhandener Befunde (Endoskopie, bisherige Laborwerte)
- Naturheilkundliche Untersuchungen (Augendiagnose, ggf. Bioresonanztest)
- Erstellung eines Laborprofils – abgestimmt auf Ihren konkreten Befund
- Besprechung und gemeinsame Entwicklung eines Therapieplans
🧫 Labordiagnostik – objektive Basis
Blut- und Stuhluntersuchungen liefern die sachliche Grundlage. Besonders wichtig bei Morbus Crohn sind Parameter, die in der Routinediagnostik manchmal zu kurz kommen:
| Parameter | Was er zeigt | Warum relevant? |
|---|---|---|
| Calprotectin (Stuhl) | Darmwandentzündung | Wichtiger Verlaufsmarker neben der Endoskopie |
| Mikrobiom-Analyse | Zusammensetzung der Darmflora | Dysbiosen sind bei CED häufig und therapeutisch beeinflussbar |
| Vitamin D, B12, Zink, Ferritin | Mikronährstoffstatus | Mangelzustände verschlechtern Entzündungsverläufe und Lebensqualität |
| Omega-3-Index | Fettsäurestatus | Entzündungsmodulation über das Fettsäuregleichgewicht |
| Zonulin, sekretorisches IgA | Darmbarriere-Integrität | „Leaky Gut“ als möglicher Verstärker des Entzündungsgeschehens |
Die Laborwerte aus der IMD Berlin oder vergleichbaren Speziallabors bieten hier besonders differenzierte Auswertungen. Welche Parameter im Einzelfall sinnvoll sind, klären wir im Erstgespräch.
Mehr zur Labordiagnostik: Blutuntersuchungen & Laborwerte · Omega-3-Index
🌀 Bioresonanzdiagnose – ergänzende Ebene
Die Bioresonanzdiagnose nach Paul Schmidt nutze ich ergänzend, um individuelle Belastungen zu erfassen, die in klassischen Laborwerten nicht sichtbar sind: Nahrungsmittelunverträglichkeiten, Stressbelastungen, mögliche parasitäre oder mykotische Belastungen.
Diese Methode ist von der Schulmedizin nicht anerkannt. Ich setze sie deshalb ausschließlich begleitend ein und erkläre transparent, was sie leisten kann – und was nicht.
Bei Morbus Crohn ist die Bioresonanz besonders dann interessant, wenn sich hinter den CED-typischen Beschwerden zusätzliche Unverträglichkeiten (z. B. gegenüber Gluten oder Fruchtzucker) verbergen, die die Entzündungsbereitschaft erhöhen können.
🌿 Naturheilkundliche Therapie – individuell, nicht standardisiert
Die naturheilkundliche Begleitung bei Morbus Crohn ergänzt die ärztlich verordnete Basistherapie. Sie ist kein Ersatz für Immunmodulatoren oder Biologika bei schwerem Krankheitsverlauf – aber sie kann die Lebensqualität verbessern, Schübe mitunter seltener machen und die allgemeine Widerstandsfähigkeit stärken.
Was konkret sinnvoll ist, ergibt sich aus der Diagnose. Ich beschreibe hier die Maßnahmen, die bei Morbus Crohn besonders häufig eine Rolle spielen:
🥗 Ernährung – der unterschätzte Therapiehebel
Ernährung ist bei Morbus Crohn kein Randthema – aktuelle Leitlinien (DGVS, ESPEN) betonen die therapeutische Bedeutung gezielter Ernährungsmaßnahmen. Bei Erwachsenen zeigt die Kombination aus partieller enteraler Ernährung und der sogenannten Crohn’s Disease Exclusion Diet (CDED) in Studien gute Ergebnisse.
In der Praxis übersetze ich diese Erkenntnisse in konkrete, alltagstaugliche Ernährungspläne. Dabei beachte ich individuelle Unverträglichkeiten (z. B. Gluten, Fruktose, Laktose), die den Verlauf verschlechtern können, aber oft unentdeckt bleiben.
Grundsätzlich empfehle ich bei Morbus Crohn:
- Reduktion hochverarbeiteter Lebensmittel und industrieller n-6-Fette
- Bevorzugung gut verträglicher ballaststoffreicher Kost in Remissionsphasen
- Entzündungshemmende Omega-3-reiche Lebensmittel (Fisch, Leinsamen, Walnüsse)
- Ausreichende Flüssigkeitszufuhr bei chronischen Durchfällen
- Mahlzeitenstruktur und Ruhe beim Essen – die Darm-Hirn-Achse reagiert auf Stress
Fördernd: Fermentierte Lebensmittel (Kefir, Joghurt in Remission), fettreicher Seefisch (Makrele, Lachs, Hering), hochwertiges Olivenöl, gekochte Karotten und Zucchini, Knochenbrühe als Schleimhautnahrung.
Meidungswürdig (individuell testen): Weizen bei möglicher Sensitivität, stark gewürzte oder frittierte Speisen, roher Kohl und Hülsenfrüchte in aktiven Schubphasen, Alkohol und Nikotin.
Weiterführend: Ernährung und Low Carb · Darmgesundheit & Darmflora · Glutenunverträglichkeit · Fructoseintoleranz
🌱 Phytotherapie – pflanzliche Entzündungsbremsen
Mehr als die Hälfte aller CED-Patienten nutzen begleitend pflanzliche Mittel. Einige davon haben eine durchaus solide Evidenzbasis:
Hemmt das Entzündungsenzym 5-Lipoxygenase. In Studien zeigten sich Hinweise auf positive Effekte bei aktiver Entzündung. Quelle: Gerhardt W et al., Z Gastroenterol 2001.
Reduziert proinflammatorische Zytokine (TNF-α, IL-1β). Bioverfügbarkeit durch Kombination mit Piperin verbessert. Wechselwirkungen mit Antikoagulantien beachten.
Kombinationspräparat, das zur Remissionserhaltung eingesetzt wird und in klinischen Untersuchungen Vergleichbarkeit mit Mesalazin zeigte (Nöfer et al., Trial).
Schleimhautschutz, Stuhlfrequenzregulation, Präbiotikum für nützliche Darmbakterien. Wichtig: einschleichen und ausreichend trinken.
Weiterführend: Die Kraft der Heilpflanzen
💊 Mikronährstoffe – häufig mangelversorgt bei CED
Menschen mit Morbus Crohn haben ein deutlich erhöhtes Risiko für Mikronährstoffmängel – durch verringerte Resorption im entzündeten Darm, chronische Durchfälle und appetitbedingte Einschränkungen.
Besonders relevant für mein Monitoring:
- Vitamin D: Immunmodulierend, oft stark erniedrigt bei CED – engmaschig kontrollieren und gezielt substituieren
- Vitamin B12: Bei Ileumbefall besonders gefährdet (terminales Ileum ist der Resorptionsort)
- Zink: Wichtig für Darmbarriere und Immunabwehr, chronische Entzündungen erschöpfen den Zinkspeicher
- Eisen / Ferritin: CED-assoziierte Anämie ist häufig und behandelbar
- Omega-3-Fettsäuren: Antientzündliche Wirkung, Defizit oft messbar über den Omega-3-Index
Die Substitution erfolgt gezielt nach Befundlage – nicht nach Schema. Orthomolekulare Medizin ist kein Gießkannenprinzip.
Weiterführend: Orthomolekulare Medizin · Eisenmangel & Anämie · Vitamin D
⚡ Vitamin-C-Hochdosis-Infusion – antioxidative Unterstützung
Bei chronisch entzündlichen Erkrankungen ist der oxidative Stress im Körper erhöht. Das bedeutet: Freie Radikale überfordern die körpereigene Abwehr und verstärken das Entzündungsgeschehen. Hochdosiertes Vitamin C als Infusion wirkt antioxidativ, unterstützt die Immunregulation und kann die systemische Entzündungsbereitschaft beeinflussen.
Über die orale Aufnahme lassen sich die therapeutisch relevanten Blutspiegelkonzentrationen nicht erreichen – die intravenöse Gabe umgeht die begrenzte Darmresorption. Ich setze diese Infusionstherapie begleitend ein – insbesondere bei Patienten, die nach Schüben stark erschöpft sind oder deren Entzündungsmarker trotz Remission erhöht bleiben.
Wichtig: Vitamin C in hoher Dosierung ist nicht für jeden geeignet. Vorerkrankungen (z. B. Niereninsuffizienz, G6PD-Mangel) müssen im Vorfeld ausgeschlossen werden. Das Erstgespräch klärt, ob diese Therapie für Sie infrage kommt.
🌐 IHHT – Zellenergie und Mukosa-Regeneration
Die Intervall-Hypoxie-Hyperoxie-Therapie (IHHT) trainiert die mitochondriale Funktion durch kontrollierte Sauerstoffwechsel. Vereinfacht ausgedrückt: Der Körper wechselt zwischen kurzen, sauerstoffarmen und sauerstoffreichen Atemphasen – ähnlich dem Effekt eines moderaten Höhentrainings.
Bei Morbus Crohn interessiert mich dieser Ansatz vor allem im Bereich der Regeneration: Eine verbesserte Zellenergie-Versorgung unterstützt die Erneuerung der Darmschleimhaut, die bei CED durch chronische Entzündung dauerhaft belastet ist. Zudem wirkt IHHT positiv auf das vegetative Nervensystem – ein wichtiger Faktor bei Patienten, bei denen Stress nachweislich Schübe auslöst.
Weiterführend: Mitochondrien-Therapie
📍 Akupunktur – Darmperistaltik und Schmerzmodulation
Die Akupunktur kann bei Morbus Crohn auf zwei Ebenen hilfreich sein: zur Schmerzlinderung und zur Regulation der Darmmotilität.
Eine Erlanger klinische Studie zeigte positive Effekte klassischer chinesischer Akupunktur auf Schmerz und Lebensqualität bei CED-Patienten (Joos S et al., Dig Dis Sci 2004). Ich setze Akupunktur vor allem in Schubphasen begleitend ein, wenn Krämpfe und Schmerzen im Vordergrund stehen.
Die Ohrakupunktur ergänzt dies durch spezifische Punkte für das vegetative Nervensystem und den Darmbereich.
🔩 Neuraltherapie – Darm-Hirn-Achse und Störfelder
Chronische Erkrankungen haben manchmal sogenannte Störfelder – überalterte Entzündungsherde (z. B. Narben, alte Zahnwurzelentzündungen), die das vegetative Nervensystem belasten und Regulationsprozesse stören.
Die Neuraltherapie nach Huneke kann solche Störfelder behandeln und die neuroimmunologische Regulation im Bereich des Darmnervensystems unterstützen – ein Ansatz, der in der Naturheilkunde bei chronisch-entzündlichen Erkrankungen seinen festen Platz hat.
💊 Homöopathie – konstitutioneller Ansatz
In der klassischen Homöopathie steht nicht die Diagnose im Vordergrund, sondern das individuelle Beschwerdebild des Menschen. Bei chronisch-entzündlichen Erkrankungen kann der konstitutionelle Ansatz helfen, die allgemeine Reaktionslage des Organismus zu harmonisieren.
Die Homöopathie ist von der Schulmedizin nicht anerkannt. Ich setze sie ergänzend ein, wenn Patienten dies wünschen und das Gesamtbild es nahelegt.
⚠️ Fiktive Fallbeschreibung zu Illustrationszwecken – keine reale Patientengeschichte, kein Therapieversprechen
📖 Fiktiver Praxisfall: Markus, 34 Jahre
Markus kommt in die Praxis, nachdem bei ihm vor zwei Jahren Morbus Crohn mit Ileumbeteiligung diagnostiziert wurde. Er nimmt regelmäßig sein immunmodulierendes Medikament, hat aber nach wie vor alle vier bis sechs Wochen Schübe mit Bauchkrämpfen und starker Erschöpfung.
Die Labordiagnostik zeigt einen deutlichen Vitamin-D-Mangel, ein niedriges Ferritin und eine ausgeprägte Dysbiose mit reduziertem Lactobacillus-Besatz. In der Anamnese fällt auf, dass Markus seit Jahren unter erheblichem beruflichem Stress leidet.
Wir starten mit einer gezielten Mikronährstoffsubstitution (Vitamin D, Eisen, Zink), einem probiotischen Darmaufbau und einer entzündungsarmen Ernährungsanpassung. Begleitend werden sechs Akupunktur-Sitzungen zur Schmerzlinderung durchgeführt.
Nach drei Monaten berichtet Markus über weniger häufige und weniger intensive Schübe sowie eine deutlich verbesserte Energielage. Sein behandelnder Gastroenterologe bestätigt stabile Entzündungsmarker. – Dieser Fall ist fiktiv und beschreibt keine garantierten Ergebnisse.
🛠️ Ergänzende Maßnahmen – je nach individuellem Befund
Nicht jede Therapie passt zu jedem Patienten. Je nach Befundlage, Verlauf und persönlichem Schwerpunkt kommen bei Morbus Crohn weitere Maßnahmen in Frage:
Unterstützt Durchblutung und Regeneration von Gewebe. Kann bei lokalen Schmerzpunkten und Narbengewebe (z. B. nach OP) hilfreich sein. → Ultraschalltherapie
Verbessert die Mikrozirkulation im Gewebe, was Regenerationsprozessen zugutekommen kann. → BEMER-Therapie
Chronische Entzündungen und Medikamente belasten den Leberstoffwechsel. Gezielte Entgiftungsmaßnahmen können die Leberfunktion entlasten. → Naturheilkundliche Entgiftung · Leberwerte
Chronischer Stress ist ein bekannter Schub-Trigger. Atemübungen, Achtsamkeit und ggf. Psychotherapie sind keine „Soft Skills“, sondern Teil der Behandlung. → Burnout & Erschöpfung
Reizdarmsyndrom · Candida & Pilzinfektionen · Divertikulitis · Blähungen & Meteorismus · Nahrungsmittelunverträglichkeiten · Magen-Darm-Beschwerden · Chronische Erschöpfung · Obstipation
❓ Häufig gestellte Fragen zu Morbus Crohn in der Naturheilkunde
Kann ich naturheilkundliche Begleitung in Anspruch nehmen, wenn ich bereits Medikamente nehme?
Warum ist eine Stuhluntersuchung sinnvoll, wenn ich bereits eine Darmspiegelung hatte?
Welche Rolle spielt Stress bei Morbus Crohn?
Gibt es eine Diät, die bei Morbus Crohn generell empfohlen wird?
Übernimmt meine Krankenkasse die naturheilkundlichen Leistungen?
Kann Morbus Crohn durch Ernährung allein kontrolliert werden?
Was bringt eine naturheilkundliche Begleitung in der Remissionsphase?
Kann ich als Morbus-Crohn-Patient auch wegen anderer Beschwerden in Ihre Praxis kommen?
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Morbus Crohn ist komplex – aber kein Schicksal, das man einfach hinnehmen muss. Ich nehme mir Zeit für Ihre Geschichte und Ihre Befunde.
Praxis Arno Kreuer · Silcherstraße 9 · 73249 Wernau
☎ 07153 32314 · ✉ kreuer@mail.de
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🌟 Mein Anspruch bei Morbus Crohn
Morbus Crohn ist eine Erkrankung, die Menschen im besten Sinne zum Nachdenken über Körper, Lebensstil und Prioritäten zwingt. Die IHHT wird in meiner Praxis in einem ruhigen Rahmen durchgeführt – Patienten liegen entspannt und atmen über eine Maske. Viele berichten nach einer Behandlungsserie über mehr Energie und eine bessere Stresstoleranz. In meiner Praxis erlebe ich immer wieder, wie Patienten nach Jahren der Erschöpfung aufatmen, wenn jemand sich wirklich Zeit nimmt – Zeit für ihre Geschichte, ihre Laborbefunde, ihre Fragen.
Ich mache keine Versprechen. Aber ich biete Ihnen eine gründliche, ehrliche und individuelle Begleitung, die Ihre bestehende medizinische Behandlung sinnvoll ergänzen kann. Die Diagnose steht am Anfang, die Therapie folgt dem Befund.
Was ich in über 33 Jahren Praxiserfahrung gelernt habe: Die Menschen, die mit ihrer chronischen Erkrankung am besten klarkommen, sind nicht unbedingt die mit dem „besten“ Medikament – sondern die, die verstanden haben, wie ihr Körper funktioniert, was er braucht und was ihn stresst. Dieses Verständnis zu entwickeln und zu fördern ist ein wesentlicher Teil unserer Arbeit zusammen.
Wenn Sie aus der Region Stuttgart, Esslingen, Göppingen, Kirchheim unter Teck, Filderstadt, Nürtingen oder Wendlingen kommen und sich naturheilkundliche Begleitung für Ihren Morbus Crohn wünschen – rufen Sie mich gerne an oder schreiben Sie mir.
Chronische Entzündungserkrankungen können durch Umweltbelastungen wie Elektrosmog, Schimmel oder Schadstoffe im Wohnraum mitbeeinflusst werden. Wer lange krank ist, lohnt es sich, auch den Wohnraum als möglichen Belastungsfaktor zu überdenken.
Mein Sohn Nils Kreuer ist zertifizierter Baubiologe und bietet professionelle Messungen und Beratung zu Elektrosmog, Schimmel, Raumluft und Geopathie an. Eine kompetente Adresse für alle, die ihren Lebensraum ganzheitlich betrachten möchten:
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