🌿 Klassische Homöopathie – Wernau bei Stuttgart
Die klassische Homöopathie ist eine der ältesten systematisierten Heilmethoden der Naturheilkunde – und gleichzeitig eine der individuellsten. Kein Mensch bekommt hier einfach „das Mittel gegen Kopfschmerzen“. Was zählt, ist das gesamte Bild: die Art der Beschwerden, die Persönlichkeit, die Lebensumstände und die ganz eigene Art, wie jemand krank wird.
Seit über 33 Jahren begleite ich Menschen mit den Mitteln der klassischen Homöopathie – und ich erlebe immer wieder, wie tiefgreifend und nachhaltig die Wirkung sein kann, wenn das passende Mittel gefunden wird.
Die Grundlage der Behandlung ist dabei stets die gründliche Diagnose. Erst wenn ich verstanden habe, wie jemand krank ist – und nicht nur, womit –, lässt sich ein individuell passendes Mittel auswählen. Dieses Prinzip zieht sich durch meine gesamte naturheilkundliche Arbeit.
Auf dieser Seite erkläre ich Ihnen, was klassische Homöopathie wirklich bedeutet, wie eine Behandlung in meiner Praxis abläuft und für welche Beschwerden sie besonders häufig eingesetzt wird.
📋 Auf dieser Seite:
- Die Grundprinzipien der Homöopathie
- Samuel Hahnemann – der Begründer
- Die homöopathische Erstanamnese
- Repertorisation – die Mittelwahl
- Potenzen – C, D, LM – was bedeutet das?
- Wann ist Homöopathie sinnvoll?
- Ausgewählte homöopathische Mittel
- Homöopathie und Schulmedizin
- Fiktives Fallbeispiel
- Häufige Fragen (FAQ)
🔬 Die drei Grundprinzipien der klassischen Homöopathie
Die klassische Homöopathie basiert auf drei untrennbar miteinander verbundenen Grundsätzen, die Samuel Hahnemann im 18. Jahrhundert systematisch entwickelt und im Organon der Heilkunst niedergelegt hat.
Diese Prinzipien unterscheiden die klassische Homöopathie grundlegend von der Komplexmittelhomöopathie (wie sie z. B. in Apothekenpräparaten verkauft wird) und von der rein symptomorientierten Medizin.
| Prinzip | Lateinischer Begriff | Bedeutung in der Praxis |
|---|---|---|
| Ähnlichkeitsprinzip | Similia similibus curentur | Was in hoher Dosis krank macht, soll in potenzierter Form heilen – der Organismus wird zur Reaktion angeregt |
| Potenzierung | Dynamisation | Verdünnung + energisches Verschütteln (Succussion) – soll die heilende Information verstärken, nicht abschwächen |
| Einzelmittelgabe | Simillimum | Nur ein einziges, exakt passendes Mittel – abgestimmt auf den ganzen Menschen, nicht auf einzelne Symptome |
Das Ähnlichkeitsprinzip ist der Kern: Ein Mittel, das beim Gesunden bestimmte Symptome auslöst, kann beim Kranken, der genau diese Symptome zeigt, die Selbstheilungskräfte aktivieren. Dies soll nicht verwechselt werden mit einer Impfung – der Wirkungsweg ist ein völlig anderer.
Wichtig zu verstehen: In der klassischen Homöopathie wird kein „Schnupfenmittel“ verschrieben. Zwei Patienten mit Schnupfen können völlig unterschiedliche Mittel benötigen – abhängig davon, wie der Schnupfen sich anfühlt, wann er schlimmer wird und was der Patient darüber hinaus erlebt.
📜 Samuel Hahnemann – der Begründer einer neuen Heilkunst
Samuel Hahnemann (1755–1843) war Arzt und Chemiker und einer der schärfsten Kritiker der damaligen Schulmedizin. Zur Zeit Hahnemanns waren Aderlass, Quecksilber und rücksichtslose Purgation die medizinischen Standards – mit verheerenden Folgen für viele Patienten.
Bei der Übersetzung eines Lehrbuchs stieß Hahnemann auf eine Beschreibung der Chinarinde (Chinin) als Fiebermedikament. Er testete die Substanz an sich selbst und bemerkte: Chinin erzeugte bei ihm – einem gesunden Menschen – Fiebersymptome, die dem Wechselfieber ähnelten, gegen das es eingesetzt wurde.
Dies war der Anstoß für jahrzehntelange systematische Prüfungen an gesunden Menschen, die er Arzneimittelprüfungen nannte. Das Ergebnis ist das Organon der Heilkunst, heute in der 6. Auflage vorliegend – ein bis heute gültiges Standardwerk der Homöopathie.
📖 Die wichtigsten Werke Hahnemanns:
• Organon der Heilkunst (1810, 6 Auflagen bis 1842) – die theoretische Grundlage
• Materia Medica Pura (1811–1821) – systematische Arzneimittelprüfungen
• Chronische Krankheiten (1828–1839) – die Psora-Theorie und Behandlung chronischer Leiden
Hahnemann wirkte in einer Zeit ohne Mikrobiologie, ohne Labortests und ohne bildgebende Verfahren. Seine Leistung lag darin, eine systematische Methodik zu entwickeln, die den individuellen Menschen in den Mittelpunkt stellte – ein Ansatz, der bis heute in der personalisierten Medizin wieder Aktualität gewinnt.
🗣️ Die homöopathische Erstanamnese – der Schlüssel zur Mittelwahl
Die Erstanamnese ist das Herzstück jeder klassischen homöopathischen Behandlung. Sie dauert in meiner Praxis in der Regel 60 bis 90 Minuten – manchmal auch länger. Das ist kein Luxus, sondern eine Notwendigkeit.
Denn um das passende Mittel zu finden, brauche ich ein möglichst vollständiges Bild des Menschen vor mir. Nicht nur die Hauptbeschwerde interessiert mich, sondern auch alles, was scheinbar nichts damit zu tun hat.
🔍 Was mich in der homöopathischen Anamnese interessiert:
Die Hauptbeschwerde
Wie genau fühlt sich der Schmerz an? Brennend, stechend, ziehend? Wann ist es schlimmer – morgens, nachts, bei Wärme, Kälte, Bewegung?
Begleitende Symptome
Schlaf, Appetit, Verdauung, Schwitzen, Frieren, Durst – Dinge, die scheinbar „nichts damit zu tun haben“, sind homöopathisch hochrelevant.
Emotionale Ebene
Reagieren Sie eher mit Rückzug oder Aggression? Sind Sie ängstlich, melancholisch, rastlos? Die Seele ist kein Anhängsel.
Lebensgeschichte & Auslöser
Wann haben die Beschwerden begonnen? Gab es ein Ereignis – körperlich oder seelisch – das als Auslöser in Frage kommt?
Ich nenne diese besonders charakteristischen, eigenartigen Symptome in der Fachsprache Charakteristika oder Modalitäten. Sie sind häufig der entscheidende Hinweis für die Mittelwahl – mehr noch als das Hauptleiden selbst.
Wer zum Beispiel sagt: „Meine Gelenke schmerzen, aber bei Bewegung wird es besser“ – das ist eine Modalität. Und sie führt in eine ganz andere Mittelrichtung als „Meine Gelenke schmerzen, und jede Bewegung macht es schlimmer“.
📚 Die Repertorisation – wie das Mittel gefunden wird
Nach der Anamnese beginnt die eigentliche Detektivarbeit: die Repertorisation. Dabei werden die wichtigsten Symptome des Patienten in einem systematischen Nachschlagewerk – dem Repertorium – nachgeschlagen.
Das Standardwerk ist das Kent’sche Repertorium (James Tyler Kent, 1849–1916), das Tausende von Symptomen und die dazu passenden Arzneimittel aufführt. Heute gibt es leistungsstarke Computerprogramme (z. B. RadarOpus, MacRepertory), die den Prozess unterstützen – aber ersetzen können sie die Erfahrung des Therapeuten nicht.
Die Kunst liegt darin, die richtigen Symptome auszuwählen – nicht alle, aber die charakteristischsten. Zu viele Symptome führen in die Irre, zu wenige geben kein klares Bild.
🔎 Wie Repertorisation funktioniert – vereinfachtes Beispiel:
Patient hat: starke Erschöpfung + großen Durst auf kleine Schlucke + Verlangen nach Wärme + Angst, allein zu sein. → Diese Kombination zeigt im Repertorium besonders auf Arsenicum album – ein Mittel aus Arsenik in hochpotenzierter Form, klassisch bei Erschöpfung mit Angst und großem Wärmeverlangen.
Eine ausführliche Beispiel-Repertorisation mit einem Kinderkrankheitsfall habe ich auf einer eigenen Seite dokumentiert. Dort können Sie den Denkprozess Schritt für Schritt nachvollziehen:
📋 Beispiel: Repertorisation bei Kinderkrankheit →
⚗️ Potenzen – was bedeuten C, D und LM?
Eines der meist diskutierten und am wenigsten verstandenen Themen der Homöopathie ist die Potenzierung. Viele fragen: „Wenn da nichts mehr drin ist – wie soll das wirken?“
Das ist eine berechtigte Frage. Und ich beantworte sie ehrlich: Konventionelle Naturwissenschaft kann den Wirkmechanismus hochpotenzierter Mittel bislang nicht erklären. Trotzdem zeigt meine langjährige Erfahrung, dass gut gewählte Mittel Reaktionen auslösen können, die mich nach wie vor beeindrucken.
| Potenzskala | Verdünnung | Anwendungsbereich (klassisch) | Beispiel |
|---|---|---|---|
|
D-Potenzen (Dezimalpotenzen) |
1:10 pro Stufe | Niedrig- bis Mittelpotenz; körperliche, organnahe Beschwerden | D6, D12, D30 |
|
C-Potenzen (Centesimalpotenzen) |
1:100 pro Stufe | Mittel- bis Hochpotenz; für akute und chronische Beschwerden | C30, C200, C1000 (M) |
|
LM-Potenzen (50-Millesimalpotenzen) |
1:50.000 pro Stufe | Sanfte Langzeitbehandlung chronischer Erkrankungen; nach Hahnemann’s 6. Auflage des Organon | LM1 bis LM30 |
In der Praxis wähle ich die Potenz abhängig von der Vitalität des Patienten, der Empfindlichkeit und der Art des Leidens. Bei akuten Zuständen greife ich häufig zu C30 oder C200 als Einmalgabe. Chronische Leiden werden in der Regel mit tief wirkenden LM-Potenzen über längere Zeit begleitet.
Wichtig: Nach der Mittelgabe beobachten wir die Reaktion sorgfältig. Eine sogenannte Erstverschlimmerung – ein kurzfristiges leichtes Aufflackern der Beschwerden – kann ein Zeichen sein, dass das richtige Mittel getroffen wurde. Sie dauert in der Regel nur kurz.
📋 Wann ist klassische Homöopathie sinnvoll?
Die Homöopathie ist keine Therapie für Notfälle und kein Ersatz für die Schulmedizin bei akut lebensbedrohlichen Erkrankungen. Wo sie glänzt, ist in der Begleitung chronischer und wiederkehrender Beschwerden, bei Menschen, die an sich selbst bemerken, dass Symptombehandlung allein nicht weiterhilft.
✅ Häufige Einsatzgebiete
- Wiederkehrende Infekte / Infektanfälligkeit
- Allergien und Unverträglichkeiten
- Chronische Erschöpfung und Schlafstörungen
- Funktionelle Magen-Darm-Beschwerden
- Neurodermitis und Hauterkrankungen
- Migräne und Kopfschmerzen
- Hormonelle Dysbalancen
- Seelische Belastungsphasen (Trauer, Angst, Erschöpfung)
- Kinderkrankheiten und Entwicklungsphasen
- Übergangs- und Regulationsstörungen
⚠️ Grenzen der Homöopathie
- Notfallsituationen (Herzinfarkt, Schlaganfall, Sepsis)
- Schwere strukturelle Erkrankungen (Tumore, Frakturen)
- Akute bakterielle Infektionen mit Antibiotikapflicht
- Ersatz für lebensnotwendige Medikamente ohne ärztliche Absprache
- Insulinpflichtiger Typ-1-Diabetes
In diesen Fällen kann Homöopathie allenfalls ergänzend und nach Rücksprache mit dem behandelnden Arzt eingesetzt werden.
Besonders bewährt hat sich die Homöopathie in meiner Praxis als Ergänzung zu anderen naturheilkundlichen Methoden. Gerade bei Menschen, die sehr sensibel auf Medikamente oder auch auf Phytotherapeutika reagieren, kann die Homöopathie eine sanfte Alternative darstellen.
🌿 Ausgewählte homöopathische Arzneimittel – ein Überblick
Homöopathische Arzneimittel – sogenannte Similia oder Remedia – werden aus Pflanzenstoffen, Mineralien, tierischen Substanzen oder sogar aus Krankheitsprodukten gewonnen und durch die Potenzierung aufbereitet. Die folgende Auswahl zeigt die Breite des homöopathischen Arzneimittelfundus.
Achtung: Die folgende Übersicht dient der allgemeinen Information und ersetzt keine individuelle Mittelwahl durch einen erfahrenen Homöopathen. Selbstbehandlung auf Basis dieser Liste ist nicht zu empfehlen.
| Mittel | Herkunft | Typische Indikationen (klassisch) | Typisches Bild |
|---|---|---|---|
| Arsenicum album | Arsenik (mineral.) | Erschöpfung, Angst, Magen-Darm, Asthma, Hauterkrankungen | Ängstlich, ordentlich, fröstelig, Durst auf kleine Schlucke |
| Belladonna | Tollkirsche | Akutes Fieber, Entzündungen, Halsschmerzen, Kopfschmerz | Plötzliches Auftreten, Röte, Hitze, Pulsieren |
| Nux vomica | Brechnuss | Verdauungsstörungen, Reizbarkeit, Schlafstörungen, Überarbeitung | Ehrgeizig, überarbeitet, fröstelig, leicht reizbar |
| Pulsatilla | Kuhschelle | Katarrhe, Ohrentzündung, hormonelle Beschwerden, Weinlichkeit | Wechselhaft, anlehnungsbedürftig, kein Durst, warm |
| Sulphur | Schwefel (mineral.) | Hauterkrankungen, Juckreiz, chronische Erkrankungen, Psoriasis | Hitzegefühl, Fußsohlen brennen, unordentlich, philosophisch |
| Lycopodium | Bärlapp | Blähungen, Leberstörungen, Selbstzweifel, Konzentrationsprobleme | Verdauungsprobleme nachmittags, Rechtsseitigkeit, Geltungsbedürfnis |
| Rhus toxicodendron | Giftefeu | Gelenkbeschwerden, Gürtelrose, Erkältungen, Bänderverletzungen | Besserung durch Bewegung, Steifheit morgens, Unruhe |
| Ignatia | Ignatiusbohne | Trauer, Kummer, seelischer Schmerz, Schluckauf, Spasmus | Widersprüchliche Symptome, zurückgehaltene Trauer, Kloßgefühl |
Die homöopathische Arzneimittellehre umfasst über 3.000 geprüfte Mittel. In der täglichen Praxis arbeitet man meist mit einigen hundert bewährten Mitteln intensiver – und mit einem Kern von 30 bis 50 sogenannten Polychresten (Vielgebrauchsmitteln), die ein sehr breites Symptomspektrum abdecken.
⚖️ Homöopathie und Schulmedizin – ein ehrlicher Blick
Ich möchte hier ehrlich sein: Die klassische Homöopathie ist nach dem aktuellen Stand der Wissenschaft nicht als wirksam anerkannt. Die Forschungslage ist seit Jahrzehnten umstritten. Große systematische Übersichtsarbeiten – darunter der australische NHMRC-Bericht von 2015 und diverse Cochrane-Reviews – kommen zum Schluss, dass es keine überzeugenden Belege für eine Wirksamkeit über Placebo hinaus gibt.
Gleichzeitig: Placebokontrollierte Studien erfassen per Design nur standardisierte Interventionen. Die klassische Homöopathie ist aber hochgradig individuell – zwei Patienten mit gleichem Krankheitsbild bekommen unterschiedliche Mittel. Diese Individualisierung ist in RCTs kaum abzubilden.
⚠️ Wichtiger Hinweis:
Als Heilpraktiker arbeite ich immer transparent und kooperativ.
Was ich nach über 33 Jahren Praxis sagen kann: Es gibt Menschen, die von gut gewählten homöopathischen Mitteln – im Rahmen einer ganzheitlichen Behandlung – profitieren. Ob das Wirkung, Placebo, natürlicher Krankheitsverlauf oder die Summe aus allem ist: Das kann ich im Einzelfall nicht immer trennen. Ich beobachte, passe an und bleibe im Dialog mit dem Patienten.
Gerade bei Menschen, die auf viele Substanzen empfindlich reagieren oder die nach jahrelanger Medikamenteneinnahme einen sanfteren Weg suchen, ist die Homöopathie manchmal ein Einstieg, der Sinn macht. Ich wähle sie dort, wo ich sie als sinnvolle Ergänzung erachte – und bin transparent, wenn ich der Meinung bin, dass eine andere Methode besser geeignet ist.
Wer sich für das Thema wissenschaftlich weiter vertiefen möchte, findet beim Deutschen Institut für Homöopathie und Gesundheit (DIHG) sowie bei kritischen Betrachtungen auf PubMed zahlreiche Studien zum selbst Prüfen.
🏥 So läuft eine Homöopathie-Behandlung in meiner Praxis ab
Viele Menschen, die zum ersten Mal zu mir kommen, wissen nicht genau, was sie erwartet. Ich erkläre es gerne: Eine homöopathische Behandlung ist ein Prozess – kein einmaliges Ereignis. Sie brauchen Offenheit, etwas Geduld und die Bereitschaft, über sich selbst zu sprechen.
Das erste Gespräch dauert bei mir in der Regel deutlich länger als bei einem Arzttermin. Das ist beabsichtigt. Ich höre zu, frage nach, und lasse Ihnen Zeit, auch unerwartete Dinge zu erwähnen. Oft sind es gerade die Nebenbemerkungen, die diagnostisch am wertvollsten sind.
| Schritt | Was passiert | Dauer (ca.) |
|---|---|---|
| 1. Erstanamnese | Ausführliches Gespräch über Hauptbeschwerden, Allgemeinsymptome, Lebensgeschichte, Modalitäten und Persönlichkeit | 60–90 Minuten |
| 2. Repertorisation | Analyse der Symptome, Abgleich mit Repertorium und Materia Medica, Mittelauswahl – ggf. nach dem Termin | 30–60 Minuten (intern) |
| 3. Mittelgabe | Das gewählte Mittel wird in passender Potenz verordnet – als Globuli, Tropfen oder Pulver | — |
| 4. Beobachtungsphase | Reaktion des Organismus abwarten – 2 bis 6 Wochen je nach Mittel und Potenz | 2–6 Wochen |
| 5. Verlaufskontrolle | Besprechung der Reaktion: Was hat sich verändert? Folgemittel oder Wiederholung? Ggf. Potenzanpassung | 30–45 Minuten |
Eines ist mir wichtig zu betonen: Ich arbeite nicht nach Schema F. Wenn ein Mittel nicht anschlägt, hinterfrage ich meine Mittelwahl – und nehme mir die Zeit für eine erneute sorgfältige Analyse. Manchmal ist es das zweite Mittel, das den Durchbruch bringt.
Ich setze Homöopathie häufig als Teil einer ganzheitlichen Behandlungsstrategie ein: ergänzt durch Labortests, Ernährungsanpassungen oder andere naturheilkundliche Methoden – je nachdem, was das Gesamtbild erfordert. Dabei gilt immer: Diagnose zuerst, dann Therapie.
💡 Homöopathie und Repertorisation – Praxisbeispiel ansehen:
Auf meiner Unterseite zur Homöopathie-Behandlung und Repertorisation habe ich einen konkreten Behandlungsfall aus dem Kinderbereich Schritt für Schritt dokumentiert. Sie können dort nachvollziehen, wie ich vom Symptom zum Mittel komme.
👶 Homöopathie bei Kindern – besonders sanft und individuell
Kinder sind keine kleinen Erwachsenen – und genau deshalb eignet sich die Homöopathie für sie oft besonders gut. Kinder reagieren in der Regel vital und schnell auf einen passenden homöopathischen Impuls. Die Globuli lassen sich problemlos einnehmen, sind geschmacksneutral bis leicht süßlich und erschrecken auch ängstliche Kinder nicht.
Gerade für wiederkehrende Mittelohrentzündungen, Infektanfälligkeit, Bettnässen, Ängste, Schlafprobleme oder Entwicklungsauffälligkeiten werde ich von Eltern aus Wernau, Esslingen, Kirchheim und der ganzen Region um Stuttgart konsultiert.
⚠️ Wichtig bei Kindern:
Ein besonderer Vorteil bei Kindern: Sie beschreiben ihre Beschwerden oft unbefangener als Erwachsene. Und Eltern können die Reaktion auf das Mittel oft genau beobachten und berichten – was die Verlaufskontrolle sehr erleichtert.
📖 Fiktives Fallbeispiel – Chronische Erschöpfung und Infektanfälligkeit
⚠️ Fiktive Fallbeschreibung: Das folgende Beispiel ist eine frei erfundene Darstellung zu Illustrationszwecken. Es handelt sich um keine echte Person und keine Behandlungsgarantie.
Frau M., 41 Jahre alt, kommt in meine Praxis mit dem Hauptproblem: „Ich bin ständig müde und bekomme jeden Infekt mit.“ Seit gut zwei Jahren habe sie das Gefühl, nie richtig in Schwung zu kommen. Die Erkältungen dauern länger als früher, und nach jedem Infekt brauche sie Wochen, um sich wieder zu erholen.
Im Gespräch fällt auf: Sie ist sehr ordentlich, fast penibel. Sie macht sich viele Sorgen – über ihre Gesundheit, über ihre Kinder, über die Zukunft. Nachts liegt sie wach, weil ihr der Kopf nicht zur Ruhe kommt. Interessant: Sie trinkt trotz der Erschöpfung erstaunlich wenig, fröstelt leicht und mag keine kalten Räume.
Die Repertorisation ergibt für diese Kombination aus ängstlicher Erschöpfung, Frösteln, Infektanfälligkeit und Ordnungsliebe ein deutliches Bild, das auf Arsenicum album hinweist. Ich verordne C200 als Einmalgabe und bitte Frau M. vier Wochen später zur Verlaufskontrolle.
Im Rückgespräch berichtet sie von einer kurzzeitigen Erstverschlimmerung nach vier Tagen, gefolgt von einer spürbaren Verbesserung der Schlafqualität. Die Infektanfälligkeit wurde über weitere Monate begleitend mit LM-Potenzen und Maßnahmen zur Immunstärkung behandelt. – Dies ist eine frei erfundene Darstellung ohne jede Garantie für ähnliche Verläufe.
❓ Häufige Fragen zur Homöopathie
Kann ich Homöopathie mit meinen bisherigen Medikamenten kombinieren?
Grundsätzlich ja – homöopathische Mittel interagieren nach aktuellem Wissen nicht pharmakologisch mit Medikamenten. Starke Kortisongaben oder häufige Antibiotikaeinnahmen können jedoch die homöopathische Reaktion abschwächen. Bitte informieren Sie mich vollständig über alle Präparate, die Sie nehmen.
Was versteht man unter einer Erstverschlimmerung – und ist sie gefährlich?
Eine homöopathische Erstverschlimmerung ist eine kurzfristige, meist milde Verstärkung bestehender Symptome in den ersten Tagen nach Mittelgabe. Sie gilt klassisch als Zeichen, dass das Mittel angesprochen hat. Sie dauert in der Regel 1–3 Tage. Bei starker oder anhaltender Verschlechterung bitte ich Sie, sich sofort zu melden.
Wie lange dauert eine homöopathische Behandlung?
Das hängt stark vom Beschwerdebild ab. Akute Erkrankungen können manchmal in Tagen ansprechen. Chronische Erkrankungen, die sich über Jahre entwickelt haben, benötigen entsprechend länger – oft mehrere Monate bis zu einem Jahr. Ich führe regelmäßige Verlaufskontrollen durch und passe die Behandlung an.
Ist Homöopathie für Kinder geeignet?
Kinder sprechen nach meiner Erfahrung oft sehr gut auf Homöopathie an – ihre Reaktionsfähigkeit ist in der Regel sehr lebendig. Die sanfte Darreichungsform (Globuli) ist für Kinder gut geeignet. Auch die Eltern profitieren davon, mehr über die Wesenszüge ihres Kindes nachzudenken – die Anamnese schärft den Blick. → Mehr zu Kinderbehandlungen in der Naturheilkunde
Darf ich während der Behandlung Kaffee trinken, Minze verwenden oder Kampfer benutzen?
In der klassischen Homöopathie wird traditionell empfohlen, sogenannte Antidote zu meiden: starken Kaffee, Pfefferminz, Kampfer und ätherische Öle direkt zur Zeit der Einnahme. Ob und in welchem Ausmaß das tatsächlich die Wirkung beeinflusst, ist individuell verschieden. Ich bespreche das mit Ihnen im Rahmen der Behandlung.
Was kostet eine homöopathische Erstbehandlung in Ihrer Praxis?
Die Kosten richten sich nach dem Aufwand der Anamnese und der Behandlung. Die Abrechnung erfolgt auf Basis der GebüH (Gebührenordnung für Heilpraktiker). Eine ausführliche Erstanamnese ist zeitintensiv und entsprechend zu kalkulieren. Details finden Sie auf meiner Kostenseite. Gesetzliche Krankenkassen übernehmen die Kosten in der Regel nicht, viele private Krankenversicherungen und Zusatzversicherungen hingegen anteilig.
🔗 Ergänzende naturheilkundliche Methoden
Homöopathie wird in meiner Praxis selten als einzige Methode eingesetzt. Je nach Beschwerdebild und Konstitution des Patienten ergänze ich die Behandlung durch weitere naturheilkundliche Ansätze, die zum Thema passen:
🗺️ Häufig mit Homöopathie behandelte Beschwerden in meiner Praxis
Die klassische Homöopathie findet in meiner Praxis Anwendung bei einem breiten Spektrum an Beschwerden. Hier eine Auswahl der häufigsten Krankheitsbilder, für die ich einen ganzheitlichen Behandlungsansatz anbiete:
🌸 Heuschnupfen
🌡️ Neurodermitis
🛡️ Infektanfälligkeit
😴 Schlafstörungen
🔋 Burnout & Erschöpfung
🧠 Migräne & Kopfschmerzen
🫁 Reizdarmsyndrom
💨 Blähungen & Meteorismus
⚖️ Histaminintoleranz
💙 Depressionen & Kummer
🦴 Rheuma & Gelenkschmerzen
👶 Kinder natürlich behandeln
🦋 Hashimoto & Schilddrüse
🌿 Hauterkrankungen & Psoriasis
😓 Chronische Müdigkeit CFS
🌀 Innere Unruhe & Angst
👂 Tinnitus
🌪️ Schwindel
💧 Blasenentzündung
😤 Sinusitis & Schnupfen
🍽️ Nahrungsmittelunverträglichkeiten
🦠 Long COVID
💢 Fibromyalgie
🌿 Klassische Homöopathie in Wernau – Termin vereinbaren
Wenn Sie wissen möchten, ob die klassische Homöopathie für Ihre Situation geeignet ist, nehmen Sie gerne Kontakt auf. Die ausführliche Erstanamnese ist der erste Schritt – und oft der wichtigste.
Heilpraktiker Arno Kreuer · Silcherstraße 9 · 73249 Wernau · ☎ 07153 32314
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