Parasiten sind ein unterschätztes Thema – ganzheitliche Naturheilkunde kann das innere Milieu stärken.
- 🔍 Teil 1 – Was sind Parasiten? Grundlagen verständlich erklärt
- 🦠 Teil 2 – Die häufigsten Parasitenarten im Überblick
- ⚠️ Teil 3 – Symptome erkennen: Wann könnten Parasiten beteiligt sein?
- 📊 Teil 4 – Diagnostik: Schulmedizin und Naturheilkunde
- 🌿 Teil 5 – Naturheilkundliche Therapie in meiner Praxis
- 🥗 Teil 6 – Prävention: Das innere Milieu stärken
- ❓ Teil 7 – Häufige Fragen (FAQ) & Ihr Weg in die Praxis
🔍 Parasiten – Ganzheitliche Betrachtung und naturheilkundliche Begleitung
Naturheilkundliche Diagnostik und Therapie bei parasitären Belastungen – Heilpraktiker Kreuer in Wernau seit 1992
Das Thema Parasiten ist für viele Menschen unangenehm. Doch es betrifft weit mehr Menschen, als gemeinhin angenommen wird – auch hier in Deutschland und Europa.
Parasiten gehören seit Jahrtausenden zur Menschheitsgeschichte. Schon in antiken Schriften aus Ägypten, Griechenland und dem alten China finden sich Hinweise auf Würmer und andere Organismen, die den Menschen belasten können.
In meiner Naturheilpraxis in Wernau bei Stuttgart/Esslingen begegne ich seit über 30 Jahren Patienten mit unklaren Beschwerden, bei denen eine parasitäre Belastung als möglicher Faktor in Betracht gezogen werden kann. Mein Ansatz: Das innere Milieu stärken, die Darmgesundheit fördern und die Selbstregulation des Körpers unterstützen.
🔍 Teil 1 – Was sind Parasiten? Grundlagen verständlich erklärt
Definition: Leben auf Kosten anderer
Der Begriff „Parasit“ stammt aus dem Griechischen und bedeutet wörtlich „Tischgenosse“ oder „Mitesser“. In der Biologie bezeichnet man damit Organismen, die in oder auf einem anderen Lebewesen (dem „Wirt“) leben und von diesem profitieren – meist zu dessen Nachteil.
Parasiten entziehen dem Wirt Nährstoffe, nutzen ihn als Lebensraum und können dabei verschiedene Beschwerden verursachen. Die Beziehung ist einseitig: Der Parasit profitiert, der Wirt wird belastet.
Im menschlichen Körper können Parasiten verschiedene Regionen besiedeln. Am häufigsten ist der Verdauungstrakt betroffen, insbesondere der Darm. Aber auch Leber, Lunge, Muskeln, Gehirn und andere Organe können je nach Parasitenart befallen werden.
Verschiedene Arten von Parasiten
Die Welt der Parasiten ist vielfältig. Für den Menschen sind vor allem drei große Gruppen relevant:
Würmer (Helminthen): Hierzu gehören Fadenwürmer (wie Spulwürmer und Madenwürmer), Bandwürmer und Saugwürmer. Sie sind mit bloßem Auge sichtbar und können beträchtliche Größen erreichen.
Einzeller (Protozoen): Diese mikroskopisch kleinen Organismen umfassen Arten wie Giardien, Amöben oder Toxoplasmen. Sie sind nur unter dem Mikroskop erkennbar.
Ektoparasiten: Parasiten, die auf der Körperoberfläche leben, wie Läuse, Flöhe oder Zecken. Sie können zusätzlich Krankheitserreger übertragen.
Wie steckt man sich mit Parasiten an?
Die Übertragungswege sind vielfältig und oft alltäglicher, als man denkt:
Fäkal-orale Übertragung: Der häufigste Weg. Parasiteneneier oder Zysten gelangen über verunreinigte Hände, Lebensmittel oder Wasser in den Mund. Daher ist Händewaschen so wichtig.
Kontaminierte Lebensmittel: Rohes oder unzureichend gegartes Fleisch kann Bandwurmfinnen oder Toxoplasmen enthalten. Ungewaschenes Obst und Gemüse kann mit Wurmeiern kontaminiert sein.
Verunreinigtes Wasser: Besonders in Risikogebieten, aber auch bei uns können Gewässer mit Giardien oder Kryptosporidien belastet sein.
Tierkontakt: Hunde, Katzen und andere Tiere können verschiedene Parasiten übertragen. Besonders bekannt: Toxoplasmen über Katzenkot.
Mensch-zu-Mensch: Bei Madenwürmern ist die Übertragung innerhalb von Familien oder Kindergärten häufig. Auch Sexualkontakt kann bei bestimmten Parasiten eine Rolle spielen.
Über die Haut: Manche Wurmlarven können aktiv durch die Haut eindringen, etwa beim Barfußlaufen auf kontaminiertem Boden in tropischen Regionen.
Wie verbreitet sind Parasiten wirklich?
Viele Menschen glauben, Parasiten seien ein Problem tropischer Länder mit mangelnder Hygiene. Diese Annahme ist nur teilweise richtig.
Tatsächlich kommen Parasiten weltweit vor – auch in Europa und Deutschland. Die Weltgesundheitsorganisation (WHO) schätzt, dass etwa ein Viertel der Weltbevölkerung mit Darmparasiten infiziert ist.
In Deutschland sind vor allem Madenwürmer (Oxyuren) verbreitet, besonders bei Kindern. Aber auch Giardien, Spulwürmer und andere Parasiten werden regelmäßig diagnostiziert. Reiserückkehrer bringen zudem manchmal „Mitbringsel“ aus tropischen Regionen mit.
Hinzu kommt: Viele parasitäre Belastungen verlaufen symptomarm oder unspezifisch. Sie werden daher oft nicht erkannt oder anderen Ursachen zugeschrieben.
🦠 Teil 2 – Die häufigsten Parasitenarten im Überblick
Würmer: Die sichtbaren Mitbewohner
Madenwürmer (Enterobius vermicularis)
Der Madenwurm ist der häufigste Wurmparasit in Deutschland und anderen gemäßigten Klimazonen. Besonders Kinder im Kindergarten- und Grundschulalter sind betroffen.
Die weißlichen, wenige Millimeter großen Würmer leben im Dickdarm. Nachts wandern die Weibchen zum After und legen dort ihre Eier ab, was den typischen nächtlichen Juckreiz verursacht. Durch Kratzen gelangen die Eier unter die Fingernägel und werden weiterverbreitet.
Typische Symptome sind nächtlicher Juckreiz am After, Schlafstörungen, Unruhe und bei Kindern manchmal Bettnässen oder Bauchschmerzen.
Spulwürmer (Ascaris lumbricoides)
Spulwürmer können bis zu 40 Zentimeter lang werden und gehören zu den größten Darmparasiten des Menschen. Die Infektion erfolgt durch Aufnahme von Eiern aus kontaminierter Erde oder Nahrung.
Die Larven machen eine Wanderung durch den Körper: Sie durchdringen die Darmwand, gelangen über die Blutbahn in die Leber und Lunge, werden hochgehustet, verschluckt und entwickeln sich schließlich im Dünndarm zu erwachsenen Würmern.
Diese Wanderung kann Husten, asthmaähnliche Beschwerden und allergische Reaktionen auslösen. Im Darm verursachen Spulwürmer oft Bauchschmerzen, Übelkeit und bei starkem Befall Mangelerscheinungen.
Bandwürmer
Bandwürmer können mehrere Meter lang werden und leben im Dünndarm. Die bekanntesten sind der Rinderbandwurm (Taenia saginata) und der Schweinebandwurm (Taenia solium).
Die Infektion erfolgt durch den Verzehr von rohem oder unzureichend gegartem Fleisch, das Finnen (Larvenstadien) enthält. In Deutschland sind Bandwurminfektionen dank Fleischbeschau selten geworden.
Symptome können unspezifische Verdauungsbeschwerden, Gewichtsverlust trotz normaler Nahrungsaufnahme und gelegentlich der Abgang von Bandwurmgliedern im Stuhl sein.
Verschiedene Parasitenarten können den menschlichen Darm besiedeln.
Einzeller: Die unsichtbare Gefahr
Giardien (Giardia lamblia)
Giardien sind weltweit verbreitete Einzeller, die den Dünndarm besiedeln. Die Infektion erfolgt meist durch verunreinigtes Trinkwasser oder kontaminierte Lebensmittel.
Typisch ist wässriger, übelriechender Durchfall, oft begleitet von Blähungen, Bauchkrämpfen und Übelkeit. Die Beschwerden können Wochen bis Monate anhalten und chronisch werden.
Viele Infizierte zeigen jedoch keine oder nur geringe Symptome und werden zu unbewussten Überträgern.
Amöben (Entamoeba histolytica)
Amöbeninfektionen sind typisch für tropische Regionen, können aber von Reisenden mitgebracht werden. Die Einzeller können die Darmwand schädigen und in schweren Fällen zu Leberabszessen führen.
Die Symptome reichen von milden Durchfällen bis zu schwerer Amöbenruhr mit blutigem Stuhl. Viele Infektionen verlaufen jedoch asymptomatisch.
Toxoplasmen (Toxoplasma gondii)
Toxoplasma gondii ist ein besonderer Parasit. Hauptwirt sind Katzen, aber der Erreger kann praktisch alle Warmblüter – einschließlich des Menschen – infizieren.
Die Übertragung erfolgt durch Katzenkot, rohes Fleisch oder kontaminierte Erde. Schätzungen zufolge tragen 30 bis 50 Prozent der deutschen Bevölkerung Antikörper gegen Toxoplasmen – ein Zeichen für durchgemachte oder aktuelle Infektion.
Bei gesunden Erwachsenen verläuft die Infektion meist unbemerkt oder mit grippeähnlichen Symptomen. Gefährlich kann sie für Schwangere (Risiko für das ungeborene Kind) und Menschen mit geschwächtem Immunsystem werden.
Weitere relevante Parasiten
Blastozysten (Blastocystis hominis): Ihre Bedeutung ist umstritten. Sie werden bei vielen Menschen im Stuhl gefunden, sowohl bei Gesunden als auch bei Menschen mit Darmbeschwerden.
Kryptosporidien: Einzeller, die besonders bei immungeschwächten Menschen zu hartnäckigen Durchfällen führen können.
Leberegel: In Deutschland selten, aber durch Verzehr von roher Brunnenkresse oder anderen Wasserpflanzen möglich.
⚠️ Teil 3 – Symptome erkennen: Wann könnten Parasiten beteiligt sein?
Das Problem der unspezifischen Symptome
Eine der größten Herausforderungen bei parasitären Belastungen ist, dass die Symptome oft unspezifisch sind. Sie können viele andere Ursachen haben und werden deshalb häufig nicht mit Parasiten in Verbindung gebracht.
In meiner Praxis erlebe ich immer wieder Patienten, die eine lange Odyssee durch verschiedene Arztpraxen hinter sich haben, ohne dass eine Ursache für ihre Beschwerden gefunden wurde. In manchen Fällen kann dann eine naturheilkundliche Betrachtung neue Perspektiven eröffnen.
Symptome des Verdauungssystems
Da viele Parasiten den Darm besiedeln, sind Verdauungsbeschwerden häufig. Dazu gehören wiederkehrende Blähungen, Durchfall oder Verstopfung (manchmal im Wechsel), Bauchschmerzen und Krämpfe, Übelkeit, Völlegefühl nach dem Essen sowie Reizdarmsyndrom-ähnliche Beschwerden.
Auch Nahrungsmittelunverträglichkeiten können mit einer gestörten Darmflora zusammenhängen, die wiederum durch parasitäre Belastungen beeinflusst sein kann.
Symptome außerhalb des Darms
Was viele nicht wissen: Parasiten können auch systemische Auswirkungen haben, die weit über den Darm hinausgehen.
Müdigkeit und Erschöpfung: Parasiten entziehen dem Körper Nährstoffe und können das Immunsystem fordern. Chronische Müdigkeit kann eine Folge sein.
Schlafstörungen: Besonders bei Madenwürmern ist nächtliche Unruhe typisch. Aber auch andere Parasiten können den Schlaf beeinträchtigen.
Hautprobleme: Ekzeme, Juckreiz, Nesselsucht oder unerklärliche Hautausschläge werden in der Naturheilkunde manchmal mit Darmbelastungen in Verbindung gebracht.
Allergien und Unverträglichkeiten: Eine gestörte Darmbarriere kann die Entstehung von Allergien begünstigen.
Gelenkschmerzen: Einige Parasiten können entzündliche Reaktionen auslösen, die sich auch in den Gelenken bemerkbar machen.
Psychische Symptome: Reizbarkeit, Konzentrationsstörungen, Ängste oder depressive Verstimmungen werden in der ganzheitlichen Medizin manchmal mit Darmbelastungen in Zusammenhang gebracht (Stichwort: Darm-Hirn-Achse).
Wann sollten Sie an Parasiten denken?
Es gibt bestimmte Situationen, in denen eine Abklärung auf Parasiten sinnvoll sein kann:
Nach Auslandsreisen, besonders in tropische oder subtropische Regionen, sollte bei anhaltenden Beschwerden immer auch an „mitgebrachte“ Parasiten gedacht werden.
Bei Kindern mit nächtlichem Juckreiz am After liegt der Verdacht auf Madenwürmer nahe.
Bei chronischen, unklaren Darmbeschwerden, die auf übliche Behandlungen nicht ansprechen, kann eine erweiterte Diagnostik sinnvoll sein.
Wenn mehrere Familienmitglieder oder Haushaltskontakte ähnliche Beschwerden entwickeln, könnte eine gemeinsame Infektionsquelle vorliegen.
Bei Tierbesitzern, insbesondere von Hunden und Katzen, ist das Risiko für bestimmte Parasitenübertragungen erhöht.
Parasiten können sich an der Darmschleimhaut ansiedeln und dort zu Beschwerden führen.
📊 Teil 4 – Diagnostik: Schulmedizin und Naturheilkunde
Schulmedizinische Diagnostik
Die Schulmedizin verfügt über verschiedene Methoden zum Nachweis von Parasiten:
Stuhluntersuchung: Die klassische Methode. Stuhlproben werden mikroskopisch auf Wurmeier, Würmer oder Einzeller untersucht. Wichtig: Oft sind mehrere Proben an verschiedenen Tagen nötig, da die Ausscheidung nicht kontinuierlich erfolgt.
Blutuntersuchungen: Bei bestimmten Parasiten können Antikörper oder Entzündungsmarker im Blut nachgewiesen werden. Auch eine Eosinophilie (Erhöhung bestimmter weißer Blutkörperchen) kann auf parasitäre Infektionen hinweisen.
Klebestreifentest: Bei Verdacht auf Madenwürmer wird morgens ein Klebestreifen auf die Analregion gedrückt und dann mikroskopisch auf Eier untersucht.
Bildgebende Verfahren: Ultraschall, CT oder MRT können bei Verdacht auf Organbefall (z.B. Leberabszesse bei Amöben) eingesetzt werden.
Endoskopie: In seltenen Fällen können Parasiten bei einer Magen- oder Darmspiegelung entdeckt werden.
Naturheilkundliche Diagnostik in meiner Praxis
In meiner Praxis ergänze ich die schulmedizinische Diagnostik durch naturheilkundliche Verfahren, um ein ganzheitlicheres Bild zu erhalten.
Ausführliche Anamnese
Am Anfang steht ein ausführliches Gespräch. Ich interessiere mich für Ihre gesamte Krankengeschichte, Ihre Lebensumstände, Ernährungsgewohnheiten, Reisen, Tierkontakte und natürlich Ihre aktuellen Beschwerden.
Oft ergeben sich aus diesem Gespräch bereits wichtige Hinweise, die eine gezielte weitere Diagnostik ermöglichen.
Bioresonanzdiagnose nach Paul Schmidt (nicht schulmedizinisch anerkannt)
Die Bioresonanzdiagnose ist ein energetisches Testverfahren, das ich seit vielen Jahren in meiner Praxis einsetze. Paul Schmidt entwickelte diese Methode in den 1970er- und 1980er-Jahren.
Das Prinzip: Jeder Organismus, jedes Gewebe und auch Parasiten besitzen bestimmte Frequenzmuster. Mit speziellen Geräten (in meiner Praxis verwende ich Geräte von Rayonex) können diese Frequenzen getestet werden.
Bei der Untersuchung werden verschiedene Frequenzbereiche durchgetestet, die nach naturheilkundlicher Erfahrung mit parasitären Belastungen in Zusammenhang stehen können. Auffällige Frequenzmuster können Hinweise auf mögliche Belastungen geben.
Wichtig: Diese Methode ist wissenschaftlich nicht anerkannt. Sie ersetzt keine schulmedizinische Diagnostik, kann aber im Rahmen eines ganzheitlichen Konzepts wertvolle Hinweise liefern.
Augendiagnose (Irisdiagnose)
In der Augendiagnose suche ich nach konstitutionellen Hinweisen und Zeichen, die auf Belastungen des Verdauungssystems hindeuten können. Auch diese Methode ist schulmedizinisch nicht anerkannt, gehört aber zu den klassischen Verfahren der Naturheilkunde.
Labordiagnostik
Bei der Labordiagnostik kann ich verschiedene Parameter untersuchen lassen, die für die Beurteilung des Gesamtzustands relevant sind:
Entzündungsmarker, Differentialblutbild (Eosinophile?), Vitaminstatus (B12, Folsäure, Eisen – bei Parasiten oft erniedrigt), Stuhluntersuchungen auf Darmflora und Verdauungsrückstände sowie bei Bedarf spezifische Antikörpertests.
Eine gesunde Darmflora ist die beste Verteidigung gegen unerwünschte Eindringlinge.
🌿 Teil 5 – Naturheilkundliche Therapie in meiner Praxis
Der ganzheitliche Ansatz: Milieu statt Erreger
In der Naturheilkunde steht nicht allein der Parasit im Fokus, sondern das „Terrain“ – das innere Milieu des Körpers. Die Frage lautet: Warum konnte sich der Parasit ansiedeln? Was macht den Körper anfällig?
Ein gesunder Organismus mit starkem Immunsystem und stabiler Darmflora kann viele potenzielle Eindringlinge abwehren oder kontrollieren. Ist dieses Gleichgewicht gestört, haben Parasiten leichteres Spiel.
Mein Therapiekonzept setzt daher auf mehreren Ebenen an: Das Milieu verbessern, die Abwehrkräfte stärken, die Ausleitung unterstützen und – wo nötig – auch direkt gegen die Parasiten vorgehen.
Darmgesundheit als Fundament
Der Darm ist das Zentrum der Gesundheit. Eine intakte Darmflora und eine gesunde Darmschleimhaut bilden die wichtigste Barriere gegen Parasiten.
Darmsanierung: Bei gestörter Darmflora kann eine Sanierung sinnvoll sein. Diese umfasst oft mehrere Phasen: Reinigung, Aufbau der guten Bakterien und Stabilisierung.
Probiotika: Lebende Bakterienkulturen können helfen, das Gleichgewicht der Darmflora wiederherzustellen. Die Auswahl erfolgt individuell nach dem Befund.
Präbiotika: Ballaststoffe und andere unverdauliche Nahrungsbestandteile dienen als „Futter“ für die nützlichen Darmbakterien.
Bitterstoffe: Traditionelle Bitterkräuter wie Wermut, Enzian oder Artischocke regen die Verdauungssäfte an und können das Darmmilieu ungünstig für Parasiten machen.
Traditionelle antiparasitäre Kräuter
Die Naturheilkunde verfügt über eine lange Tradition in der Anwendung bestimmter Pflanzen bei parasitären Belastungen. Diese Kräuter werden in der Volksmedizin seit Jahrhunderten verwendet.
Wermut (Artemisia absinthium): Eines der klassischen „Wurmkräuter“. Die Bitterstoffe und ätherischen Öle machen den Darm für Parasiten ungemütlich.
Schwarzwalnuss (Juglans nigra): Die grüne Schale der Schwarzwalnuss wird traditionell bei Wurmbefall eingesetzt.
Gewürznelke: Enthält Eugenol, das antimikrobielle Eigenschaften besitzt.
Knoblauch: Das „natürliche Antibiotikum“ wird auch bei parasitären Belastungen traditionell verwendet.
Papayakerne: In tropischen Ländern ein traditionelles Mittel gegen Darmparasiten.
Oregano: Das ätherische Öl hat starke antimikrobielle Eigenschaften.
Verschiedene Heilpflanzen werden traditionell bei parasitären Belastungen eingesetzt.
Bioresonanztherapie (nicht schulmedizinisch anerkannt)
Die Bioresonanztherapie nach Paul Schmidt ist das Gegenstück zur Bioresonanzdiagnose. Nach der Testung können die auffälligen Frequenzbereiche gezielt harmonisiert werden.
Die Idee dahinter: Durch die Anwendung bestimmter Frequenzen soll das körpereigene Regulationssystem angeregt werden. Der Körper soll dabei unterstützt werden, sein Gleichgewicht wiederzufinden.
Diese Methode ist sanft, nebenwirkungsfrei und kann gut mit anderen naturheilkundlichen Verfahren kombiniert werden. Sie ist jedoch wissenschaftlich nicht anerkannt.
Immunsystem stärken
Ein starkes Immunsystem ist die beste Verteidigung. In meiner Praxis unterstütze ich die Abwehrkräfte durch verschiedene Maßnahmen:
Orthomolekulare Medizin: Gezielte Gabe von Vitaminen, Mineralstoffen und Spurenelementen nach Laboranalyse. Wichtig sind insbesondere Vitamin C, Vitamin D, Zink, Selen und B-Vitamine.
Vitamin-C-Hochdosis-Infusionen: Bei akuten Belastungen können Infusionen mit hochdosiertem Vitamin C das Immunsystem unterstützen.
Pflanzliche Immunstimulanzien: Echinacea, Astragalus, Katzenkralle oder Propolis werden traditionell zur Stärkung der Abwehr eingesetzt.
Ausleitende Verfahren
Die Naturheilkunde legt großen Wert auf die Unterstützung der körpereigenen Ausscheidungsfunktionen:
Leberunterstützung: Die Leber als zentrales Entgiftungsorgan wird mit Mariendistel, Artischocke oder Löwenzahn unterstützt.
Nierenunterstützung: Ausreichend Trinken und harntreibende Kräuter fördern die Ausscheidung über die Nieren.
Darmreinigung: Verschiedene Methoden können helfen, den Darm zu reinigen und die Ausscheidung zu fördern.
Parasiten in der Geschichte der Heilkunde
Das Wissen um Parasiten und ihre Behandlung reicht weit zurück. Schon im alten Ägypten wurden Wurmerkrankungen beschrieben und mit pflanzlichen Mitteln behandelt. Der Ebers-Papyrus aus dem 16. Jahrhundert v. Chr. enthält Rezepturen gegen Würmer.
Im antiken Griechenland beschrieb Hippokrates verschiedene Wurmarten und ihre Symptome. Im Mittelalter verwendete Hildegard von Bingen Kräuter wie Wermut und Rainfarn zur Wurmbehandlung.
Die traditionelle chinesische Medizin kennt seit Jahrtausenden antiparasitäre Kräutermischungen. Und in der Volksmedizin vieler Kulturen spielten regelmäßige „Wurmkuren“ im Frühjahr eine wichtige Rolle.
Dieses traditionelle Wissen bildet einen wertvollen Erfahrungsschatz, den die moderne Naturheilkunde mit aktuellen Erkenntnissen zu Darmgesundheit und Immunsystem verbindet.
Begleitende Therapieverfahren
Homöopathie: Die klassische Homöopathie bietet individuell ausgewählte Mittel, die den Gesamtorganismus unterstützen können.
Akupunktur: Kann die Darmfunktion regulieren und das Immunsystem stärken.
Neuraltherapie: Bei Störfeldern kann diese Methode die Regulation des vegetativen Nervensystems unterstützen.
🥗 Teil 6 – Prävention: Das innere Milieu stärken
Ernährung als Fundament
Eine gesunde Ernährung ist die Basis für ein starkes Immunsystem und ein ungünstiges Milieu für Parasiten.
Was fördert ein gesundes Darmmilieu:
Ballaststoffreiche Kost aus Gemüse, Obst, Vollkornprodukten und Hülsenfrüchten nährt die guten Darmbakterien und fördert eine gesunde Verdauung.
Fermentierte Lebensmittel wie Sauerkraut, Kimchi, Kefir oder Joghurt liefern natürliche Probiotika.
Bitterstoffe aus Chicorée, Radicchio, Rucola oder Kräutern regen die Verdauungssäfte an.
Knoblauch, Zwiebeln, Ingwer und Kurkuma haben antimikrobielle Eigenschaften.
Ausreichend Wasser trinken unterstützt alle Ausscheidungsfunktionen.
Was das Darmmilieu schwächt:
Zucker füttert ungünstige Bakterien und Pilze und fördert ein parasiten-freundliches Milieu. Reduzieren Sie Zucker so weit wie möglich.
Stark verarbeitete Lebensmittel enthalten oft Zusatzstoffe, die die Darmflora stören können.
Übermäßiger Fleischkonsum, besonders von rotem Fleisch, kann das Darmmilieu negativ beeinflussen.
Alkohol belastet die Leber und schwächt das Immunsystem.
Hygiene und Vorbeugung
Einfache Hygienemaßnahmen können das Infektionsrisiko deutlich senken:
Händewaschen: Regelmäßiges, gründliches Händewaschen mit Seife – besonders vor dem Essen, nach dem Toilettengang und nach Tierkontakt.
Lebensmittelhygiene: Obst und Gemüse gründlich waschen. Fleisch und Fisch ausreichend erhitzen. Rohes und gekochtes Essen trennen.
Trinkwasser: In Risikogebieten nur abgekochtes oder abgefülltes Wasser trinken. Auch Eiswürfel und Salate können kontaminiert sein.
Tierhygiene: Haustiere regelmäßig entwurmen lassen. Katzenkot (besonders wichtig für Schwangere!) nicht mit bloßen Händen berühren.
Reisevorbereitung: Bei Reisen in tropische Regionen über mögliche Risiken informieren. Eventuell prophylaktische Maßnahmen besprechen.
Eine gute Versorgung mit Vitalstoffen unterstützt das Immunsystem.
Lebensstil und Immunsystem
Neben der Ernährung beeinflussen weitere Faktoren das Immunsystem:
Bewegung: Regelmäßige körperliche Aktivität stärkt die Abwehrkräfte. Optimal sind 30 bis 60 Minuten moderate Bewegung täglich.
Schlaf: Während des Schlafs regeneriert sich das Immunsystem. Ausreichend Schlaf (7-8 Stunden) ist wichtig.
Stressmanagement: Chronischer Stress schwächt das Immunsystem erheblich. Finden Sie Ihre persönliche Methode zur Entspannung.
Sonnenlicht und Vitamin D: Vitamin D ist wichtig für das Immunsystem. In unseren Breiten ist eine Supplementierung oft sinnvoll.
Schulmedizin und Naturheilkunde – kein Widerspruch
Ich möchte betonen: Bei nachgewiesenem, behandlungsbedürftigem Parasitenbefall sind schulmedizinische Antiparasitika oft unverzichtbar. Diese Medikamente wirken gezielt und effektiv gegen die jeweiligen Erreger.
Die Naturheilkunde ergänzt diese Behandlung sinnvoll: Sie stärkt das Terrain, unterstützt die Regeneration und hilft, einem erneuten Befall vorzubeugen.
In meiner Praxis arbeite ich gerne mit Ihren behandelnden Ärzten zusammen, um eine optimale Versorgung zu gewährleisten.
❓ Teil 7 – Häufige Fragen (FAQ) & Ihr Weg in die Praxis
❓ Wie bemerke ich, ob ich Parasiten habe?
Das ist schwierig, da die Symptome oft unspezifisch sind. Anhaltende Verdauungsbeschwerden, chronische Müdigkeit, unerklärliche Hautprobleme oder allergische Reaktionen können Hinweise sein – müssen aber nicht auf Parasiten zurückzuführen sein. Eine gezielte Diagnostik kann Klarheit schaffen.
❓ Sind Parasiten in Deutschland wirklich ein Problem?
Ja, auch in Deutschland kommen Parasiten vor. Madenwürmer sind besonders bei Kindern häufig. Giardien werden zunehmend diagnostiziert. Und Reiserückkehrer können tropische Parasiten mitbringen. Das Thema wird oft unterschätzt.
❓ Kann ich mich durch mein Haustier anstecken?
Ja, einige Parasiten können zwischen Tier und Mensch übertragen werden (Zoonosen). Regelmäßige Entwurmung von Hunden und Katzen, gute Hygiene und Vermeidung von engem Kontakt mit Tierkot reduzieren das Risiko.
❓ Kann ich Parasiten mit natürlichen Mitteln loswerden?
Das hängt von der Art des Parasiten und der Schwere des Befalls ab. Bei leichten Belastungen können naturheilkundliche Maßnahmen ausreichen. Bei schwerem Befall oder gefährlichen Parasiten sind schulmedizinische Medikamente oft unverzichtbar. Eine individuelle Beurteilung ist wichtig.
❓ Was ist von „Parasitenreinigungen“ zu halten, die im Internet beworben werden?
Hier ist Vorsicht geboten. Nicht alles, was beworben wird, ist sinnvoll oder sicher. Manche Präparate sind überteuert, andere können Nebenwirkungen haben. Eine Begleitung durch einen erfahrenen Therapeuten ist empfehlenswert.
❓ Wie läuft der erste Termin in Ihrer Praxis ab?
Beim Ersttermin nehme ich mir ausführlich Zeit für Ihre Krankengeschichte und aktuellen Beschwerden. Bringen Sie gerne vorhandene Befunde mit. Nach der Untersuchung besprechen wir gemeinsam, welche Diagnostik und Therapie in Ihrem Fall sinnvoll ist.
❓ Übernimmt die Krankenkasse die Kosten?
Die Kosten für Heilpraktikerleistungen werden von gesetzlichen Krankenkassen in der Regel nicht übernommen. Private Krankenversicherungen und Zusatzversicherungen können je nach Vertrag einen Teil der Kosten erstatten. Gerne erläutere ich Ihnen vor Behandlungsbeginn die voraussichtlichen Kosten.
Ihr Weg zu einem gesunden Darmmilieu
Wenn Sie unter unklaren Beschwerden leiden und eine parasitäre Belastung als mögliche Ursache in Betracht ziehen möchten, begleite ich Sie gerne auf Ihrem Weg.
In meiner Naturheilpraxis in Wernau bei Stuttgart/Esslingen verbinde ich seit 1992 Bioresonanzdiagnostik und -therapie, Darmsanierung, Homöopathie, orthomolekulare Medizin und Ernährungsberatung zu einem ganzheitlichen Konzept.
Silcherstraße 9
73249 Wernau
Telefon: 07153 32314
E-Mail: kreuer@mail.de
Heilpraktiker seit 1992 – in Wernau seit 2002
Auch für Patienten aus Stuttgart, Esslingen, Göppingen, Kirchheim unter Teck, Filderstadt, Nürtingen und Wendlingen.
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Verstehen Sie bitte meine Ausführungen nie als Heilungsversprechen. Es werden keine Therapieerfolge genannt – es geht immer nur um hypothetische Aussagen und meine Erfahrungen aus über 30 Jahren naturheilkundlicher Praxis.
Wichtig ist zu wissen: Viele naturheilkundliche Methoden, insbesondere die Bioresonanztherapie, werden von der Schulmedizin und der Wissenschaft nicht anerkannt. Die auf meinen Seiten beschriebenen Diagnoseverfahren, Therapien und Thesen sind durch meine naturheilkundliche Betrachtung entstanden.
Die klassische Schulmedizin hat viele der hier genannten Verfahren bisher weder akzeptiert noch anerkannt. Meine Aussagen sind niemals absolut – wenn Sie trotzdem weiterlesen, freut es mich, aber Sie sind selbstständig und auf eigene Verantwortung informiert.
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