Schuppenflechte / Psoriasis naturheilkundlich begleiten

Schuppenflechte - Symptome, Ursachen und Behandlung
Schuppenflechte – Symptome, Ursachen und Behandlung

Schuppenflechte – Psoriasis – ist eine chronisch entzündliche Hauterkrankung, bei der das Immunsystem die eigene Haut angreift. Die silbrig-weißen Schuppen, die geröteten Plaques und der zum Teil quälende Juckreiz sind nur das, was man sieht.

Dahinter steckt meist ein komplexes Zusammenspiel aus genetischer Veranlagung, Darmmikrobiom, stillen Entzündungen und psychischem Stress – Faktoren, die die Naturheilkunde seit Jahrzehnten im Blick hat. Diese Seite zeigt, wie eine naturheilkundliche Begleitung bei Psoriasis aussehen kann – ergänzend zur ärztlichen Behandlung.

🔬 Was ist Schuppenflechte / Psoriasis?

Psoriasis vulgaris – die häufigste Form der Schuppenflechte – betrifft in Deutschland rund 2 bis 3 Prozent der Bevölkerung, das sind etwa 2 Millionen Menschen. Die Erkrankung verläuft schubweise und ist nicht ansteckend – ein Missverständnis, das Betroffene im Alltag immer wieder erleben und das sozial stark belasten kann.

Die Haut erneuert sich bei Psoriasis viel zu schnell: Statt der üblichen 28 Tage dauert der Zellzyklus nur 3 bis 7 Tage. Die Folge sind dicke Schichten abgestorbener Hautzellen, die sich als silbrig-weiße Schuppen auf entzündeten, roten Arealen ablagern. Dieser beschleunigte Zellzyklus ist eine direkte Folge eines fehlgeleiteten Immunsignals – ausgelöst durch T-Lymphozyten, die die eigene Haut irrtümlich als Ziel erkennen.

Aus ganzheitlicher Sicht ist Schuppenflechte keine reine Hauterkrankung, sondern ein Ausdruck eines fehlregulierten Immunsystems – beeinflusst durch Darm, Leber, Stresssystem und Mikronährstoffversorgung. Der erste Schritt in der Naturheilpraxis ist deshalb immer: Ursachen verstehen, bevor therapiert wird. Über 33 Jahre Praxiserfahrung zeigen mir, dass dieser Ansatz gerade bei chronischen Hauterkrankungen entscheidend ist.

Formen der Psoriasis im Überblick:
  • Psoriasis vulgaris – Plaques an Ellbogen, Knien, Rücken (häufigste Form)
  • Kopfhaut-Psoriasis – starke Schuppenbildung auf der Kopfhaut, oft mit Juckreiz
  • Nagelpsoriasis – Tüpfelnägel, Ölflecken, Onycholyse
  • Psoriasis inversa – betrifft Hautfalten (Achseln, Leisten)
  • Psoriasis pustulosa – seltene Form mit Eiterbläschen
  • Psoriasis-Arthritis – Gelenkbeteiligung (siehe eigenen Abschnitt)

🩹 Typische Symptome: Haut, Kopfhaut, Nägel und Juckreiz

Das Leitsymptom der Psoriasis vulgaris sind die sogenannten Plaques – scharf begrenzte, leicht erhabene, gerötete Hautstellen, bedeckt von silbrig-weißen Schuppen. Sie entstehen bevorzugt an mechanisch beanspruchten Stellen: Ellbogen, Knie, Unterschenkel und Lendenbereich.

Der Juckreiz variiert stark zwischen Betroffenen: Manche berichten von kaum wahrnehmbarem Kribbeln, andere beschreiben einen intensiven, schlafstörenden Juckreiz, der die Lebensqualität erheblich mindert. Kratzen verstärkt die Entzündung und kann neue Läsionen auslösen – ein Mechanismus, den Dermatologinnen als Köbner-Phänomen bezeichnen.

Die Kopfhaut-Psoriasis ist häufig unterdiagnostiziert, weil Betroffene die Schuppen lange für gewöhnliche Kopfschuppen halten. Typisch sind flächige Rötungen, die über den Haaransatz hinausgehen, sowie ein hartnäckiger, teils intensiver Juckreiz. Auch die Nägel können betroffen sein: Tüpfelung, gelblich-bräunliche Verfärbungen unter dem Nagel oder ein Ablösen der Nagelplatte (Onycholyse) gelten als klassische Zeichen.

Lokalisation Typische Zeichen Besonderheit
Haut (Rumpf, Extremitäten) Rote Plaques, silbrige Schuppen Köbner-Phänomen
Kopfhaut Schuppen, Rötung, Juckreiz Oft verwechselt mit Seborrhö
Nägel Tüpfelung, Onycholyse, Ölflecken Hinweis auf Psoriasis-Arthritis
Hautfalten Rötung ohne Schuppung Psoriasis inversa
Gelenke Schwellung, Morgensteifigkeit Psoriasis-Arthritis

🌿 Warum Psoriasis mehr als eine Hauterkrankung ist

Wer Psoriasis hat, trägt ein erhöhtes Risiko für weitere Erkrankungen – das ist in der medizinischen Forschung gut belegt. Menschen mit mittelschwerer bis schwerer Psoriasis erkranken häufiger an Herz-Kreislauf-Erkrankungen, Bluthochdruck, Diabetes und Übergewicht als die Allgemeinbevölkerung.

Der gemeinsame Nenner ist die chronische stille Entzündung (Low-Grade-Inflammation), die bei Psoriasis systemisch – also im gesamten Organismus – aktiv ist. Entzündungsbotenstoffe wie TNF-alpha, Interleukin-17 und Interleukin-23 werden nicht nur in der Haut freigesetzt, sondern wirken im ganzen Körper.

Auch die psychische Dimension ist bedeutsam: Psoriasis belastet durch Sichtbarkeit, gesellschaftliche Stigmatisierung und ständigen Juckreiz. Angst, Rückzug und depressive Verstimmungen sind keine Seltenheit – und Stress wiederum ist einer der stärksten Triggerfaktoren für neue Schübe. Es entsteht ein Kreislauf, den eine ganzheitliche Betrachtung durchbrechen kann.

Begleiterkrankungen bei Psoriasis (Auswahl aus der Fachliteratur):
  • Metabolisches Syndrom (Übergewicht, Fettstoffwechselstörung, Diabetes)
  • Herz-Kreislauf-Erkrankungen (erhöhtes Arteriosklerose-Risiko)
  • Bluthochdruck
  • Chronisch-entzündliche Darmerkrankungen (Morbus Crohn, Colitis)
  • Depressionen und Angststörungen
  • Psoriasis-Arthritis (Gelenkbeteiligung in 20–30 % der Fälle)

⚡ Mögliche Auslöser und Verstärker

Die genetische Veranlagung schafft den Boden, auf dem Psoriasis entstehen kann – aber sie allein erklärt nicht, wann und wie stark ein Schub auftritt. Es braucht in der Regel einen oder mehrere Auslöser, die das fehlregulierte Immunsystem aktivieren.

Stress ist der bekannteste und am besten belegte Triggerfaktor. Nicht nur akuter, sondern vor allem chronischer Dauerstress aktiviert das Stresshormonsystem und beeinflusst über Neuropeptide direkt die Hautimmunzellen. Viele Betroffene berichten, dass ihre ersten Schübe in emotional belastenden Lebensphasen auftraten.

Weitere bekannte Auslöser und Verstärker:

  • Infektionen – besonders Streptokokken-Angina (häufig Auslöser der Guttata-Psoriasis bei Kindern und jungen Erwachsenen)
  • Bestimmte Medikamente – Betablocker, Lithium, Antimalariamittel, NSAR
  • Alkohol und Nikotin – gelten als signifikante Verstärker chronischer Entzündung
  • Mechanischer Druck auf die Haut – Verletzungen, Kratzen (Köbner-Phänomen)
  • Hormonelle Veränderungen – Pubertät, Schwangerschaft, Wechseljahre
  • Mangel an Vitamin D – besonders im Winter, wenn die Haut nicht mehr ausreichend Sonnenlicht erhält
  • Ernährungsmuster – stark verarbeitete Lebensmittel, wenig Omega-3-Fettsäuren, hoher Zuckerkonsum

In der Naturheilpraxis geht es darum, diese individuellen Triggerfaktoren zu identifizieren – nicht nach einer Schablone, sondern durch ein ausführliches Erstgespräch und gezielte Diagnostik.

🦠 Darm, Immunsystem und stille Entzündung

Etwa 70 bis 80 Prozent des menschlichen Immunsystems ist im Darm beheimatet. Was in der Schulmedizin lange vernachlässigt wurde, rückt nun zunehmend ins Forschungsinteresse: die enge Verbindung zwischen dem Darmmikrobiom und Hauterkrankungen – die sogenannte Darm-Haut-Achse.

Studien zeigen, dass Menschen mit Psoriasis häufig ein verändertes Darmmikrobiom aufweisen – eine Verschiebung des Gleichgewichts zwischen nützlichen und potenziell schädlichen Bakterienstämmen. Eine verminderte Darmbarriere (Leaky Gut) kann dazu führen, dass Bakterienbestandteile in die Blutbahn gelangen und dort Immunreaktionen auslösen, die auch die Haut betreffen.

Der Leberstoffwechsel spielt ebenfalls eine wichtige Rolle: Die Leber filtert Stoffwechselprodukte und Endotoxine. Ist sie überlastet – etwa durch Alkohol, Medikamente, Übergewicht oder ungünstige Ernährung – steigt die systemische Entzündungslast. In der naturheilkundlichen Praxis wird deshalb oft auch die Leberbelastung im Blick behalten.

💡 Ganzheitlicher Blick auf die Darm-Haut-Achse:

Die Verbindung zwischen Darm und Haut ist kein alternatives Konzept mehr, sondern Gegenstand aktiver Forschung. Eine Übersichtsarbeit in der Zeitschrift Frontiers in Microbiology (2019) beschreibt Veränderungen im Mikrobiom als möglichen modulierenden Faktor bei entzündlichen Hauterkrankungen. Den Link zur Studie finden Sie hier: Frontiers in Microbiology – Gut-Skin Axis (2019).

In der Naturheilpraxis bedeutet das: Wer bei Psoriasis nur die Haut behandelt, behandelt nur die Oberfläche. Ein gesundes Darmmikrobiom, eine intakte Darmschleimhaut und ein entlasteter Leberstoffwechsel können dazu beitragen, die Entzündungsgrundlast im Körper zu senken.

🦴 Psoriasis-Arthritis: Wenn auch Gelenke betroffen sind

Etwa 20 bis 30 Prozent aller Psoriasis-Betroffenen entwickeln im Laufe ihres Lebens eine Psoriasis-Arthritis – eine entzündliche Gelenkerkrankung, die eng mit der Hauterkrankung verwandt ist. Häufig treten zuerst die Hautsymptome auf, die Gelenkbeschwerden können Jahre später folgen – selten auch umgekehrt.

Typische Zeichen der Psoriasis-Arthritis sind Gelenkschmerzen, Schwellungen und Morgensteifigkeit – bevorzugt an den Finger- und Zehenendgelenken (asymmetrisch), an der Wirbelsäule oder an den Sehnenansätzen (Enthesitis). Nicht selten werden die Gelenkschmerzen zunächst nicht mit der Psoriasis in Verbindung gebracht.

Wichtig: Psoriasis-Arthritis unterscheidet sich klinisch und laborchemisch von der rheumatoiden Arthritis. Der Rheumafaktor ist häufig negativ. Eine frühe Erkennung ist trotzdem entscheidend, um Gelenkschäden zu verhindern – hier ist die schulmedizinische Rheumatologie unbedingt einzubeziehen.

⚠️ Wichtiger Hinweis: Bei anhaltenden Gelenkschmerzen in Verbindung mit Psoriasis sollte eine rheumatologische Abklärung nicht verzögert werden. Gelenkschäden können bei fehlender Behandlung irreversibel sein. Die Naturheilkunde kann begleitend unterstützen, ersetzt aber nicht die schulmedizinische Diagnostik und Therapie.

Begleitend zur schulmedizinischen Behandlung kann die Naturheilkunde entzündungshemmend und immunmodulierend unterstützen – durch Mikronährstoffe wie Omega-3-Fettsäuren und Vitamin D, durch Bioresonanz sowie durch akupunkturgestützte Schmerzmodulation.

🔍 Diagnostik in der Naturheilpraxis: Labor & Bioresonanz

Bevor eine naturheilkundliche Therapie beginnt, steht die Diagnostik. Das gilt bei Psoriasis in besonderem Maße, weil die Erkrankung viele Gesichter hat und die individuellen Auslöser sehr verschieden sein können.

Labordiagnostik bei Schuppenflechte

Über das Blutbild lassen sich wichtige Hinweise gewinnen, die über das rein Sichtbare an der Haut hinausgehen. In meiner Praxis schaue ich bei Psoriasis-Betroffenen unter anderem auf folgende Werte:

Laborwert Bedeutung bei Psoriasis
CRP / hsCRP Maß für stille Entzündung im Körper
Vitamin D (25-OH) Häufig erniedrigt, immunmodulierend wichtig
Omega-3-Index EPA+DHA-Versorgung, anti-inflammatorisch relevant
Zink Wichtig für Hautregeneration und Immunfunktion
Leberwerte (GOT, GPT, GGT) Hinweis auf Leberbelastung und Stoffwechsellage
Homocystein Entzündungsmarker, Methylierungsstoffwechsel
Blutbild, BSG Allgemeine Entzündungssituation, Differentialdiagnose

Die Blutdiagnostik ermöglicht eine individuelle, datengestützte Therapieplanung – statt nach dem Gießkannenprinzip werden gezielt die Lücken in der Versorgung geschlossen. Der Omega-3-Index ist dabei ein oft unterschätzter Wert.

Bioresonanzdiagnose bei Schuppenflechte

Die Bioresonanzdiagnostik kann ergänzend eingesetzt werden, um Stressbelastungen des Organismus zu erfassen – etwa Nahrungsmittelunverträglichkeiten, Umweltbelastungen oder energetische Dysbalancen, die klassische Laborwerte nicht erfassen. Es handelt sich dabei um ein alternativmedizinisches Verfahren, das nicht wissenschaftlich anerkannt ist, in der Praxiserfahrung aber wertvolle Hinweise für die individuelle Therapieplanung liefern kann.

Besonders relevant bei Psoriasis ist die Frage nach möglichen Unverträglichkeiten – etwa gegenüber bestimmten Nahrungsmitteln, die entzündliche Prozesse verstärken können. Die Bioresonanz gibt hier erste Orientierung, die dann durch Ernährungsanpassung und Beobachtung überprüft werden kann.

💚 Naturheilkundliche Therapie bei Schuppenflechte

Die Naturheilkunde kann bei Psoriasis auf mehreren Ebenen wirken: Sie kann die systemische Entzündung dämpfen, das Immunsystem regulieren, Stress abbauen und die Haut von innen heraus besser versorgen. Welche Methoden zum Einsatz kommen, entscheidet sich immer individuell – nach Diagnose, Befund und Krankengeschichte.

Akupunktur bei Psoriasis

Die Akupunktur ist ein tradiertes Verfahren der Traditionellen Chinesischen Medizin (TCM), das bei Psoriasis vor allem zwei Ziele verfolgt: Juckreiz lindern und das Immunsystem harmonisieren. Aus TCM-Sicht liegt bei Psoriasis häufig eine Kombination aus Hitze-Blut-Toxen und einem gestörten Qi-Fluss vor.

In der westlich integrativen Betrachtung wirkt Akupunktur über das Nervensystem auf entzündliche Signalwege und kann Stresshormonspiegel positiv beeinflussen. Der Juckreiz – einer der belastendsten Aspekte der Psoriasis – kann durch regelmäßige Akupunkturbehandlungen in manchen Fällen deutlich reduziert werden. Auch die Ohrakupunktur kann ergänzend eingesetzt werden, etwa zur Stressregulation.

Bioresonanztherapie

Neben der diagnostischen Nutzung kann die Bioresonanz auch therapeutisch eingesetzt werden. Ziel ist es, den Organismus in seiner Selbstregulationsfähigkeit zu unterstützen und Belastungssignale zu harmonisieren. Das Verfahren ist nicht wissenschaftlich anerkannt und wird als komplementäre Methode eingesetzt.

IHHT – Intervall-Hypoxie-Hyperoxie-Therapie

Die IHHT (Höhentraining in der Praxis) hat primär eine Wirkung auf die Mitochondrien und die systemische Entzündungsregulation. Da bei Psoriasis eine erhöhte systemische Entzündungslast besteht, kann die IHHT unterstützend wirken – sie regt zelluläre Regenerationsprozesse an und verbessert die Sauerstoffverwertung. Ein Verfahren, das nicht spezifisch für Psoriasis entwickelt wurde, aber bei entzündlichen Erkrankungen interessante Ansätze bietet.

Orthomolekulare Medizin – gezielte Mikronährstoffversorgung

Die Orthomolekulare Medizin setzt auf die Versorgung des Körpers mit Mikronährstoffen in therapeutisch wirksamen Mengen. Bei Psoriasis stehen drei Substanzen im Vordergrund: Vitamin D, Omega-3-Fettsäuren und Zink – ausführlicher im nächsten Abschnitt.

Zusätzlich können je nach Befundlage und individuellem Gespräch weitere Methoden zum Einsatz kommen: klassische Homöopathie, Neuraltherapie bei Störfeldern, Ultraschalltherapie oder Vitamin-C-Infusionen zur systemischen Unterstützung des Immunsystems.

📋 Fiktive Fallbeschreibung (Beispiel – keine echte Person)

Ein 44-jähriger Mann kommt mit seit 8 Jahren bestehenden Psoriasis-Plaques an Ellbogen und Knien in die Praxis. Er beschreibt, dass sich die Schübe regelmäßig nach beruflichen Stressphasen verstärken. Labordiagnostisch zeigt sich ein niedriger Vitamin-D-Spiegel (21 ng/ml), ein Omega-3-Index von unter 5 % und ein leicht erhöhter hsCRP-Wert. In der Bioresonanzuntersuchung zeigen sich Hinweise auf eine Belastung durch Weizen und Kuhmilchproteine.

Nach einer individuellen Beratung beginnt er mit einer gezielten Vitamin-D- und Omega-3-Supplementierung, reduziert testweise Weizen für 8 Wochen und erhält 10 Akupunkturbehandlungen zur Juckreizreduktion und Stressregulation. Im Verlauf berichtet er von einer deutlichen Verbesserung des Juckreizes und weniger ausgeprägten Schüben. Die Hautherde selbst bestehen weiterhin – werden aber als weniger belastend empfunden.

Hinweis: Diese Fallbeschreibung ist frei erfunden und dient ausschließlich der Veranschaulichung. Sie stellt keinen typischen Behandlungsverlauf dar und ist kein Heilversprechen.

🥗 Ernährung, Mikronährstoffe und Lebensstil

Die Rolle der Ernährung bei Psoriasis wird in der konventionellen Dermatologie oft unterschätzt – dabei zeigt die Forschung zunehmend klare Zusammenhänge. Eine entzündungsarme Ernährung kann die Schwere von Schüben beeinflussen, auch wenn sie keine Heilung bewirkt.

Vitamin D – der unterschätzte Hauthelfer

Vitamin D ist nicht nur ein Knochenvitamin, sondern ein bedeutsamer Regulator des Immunsystems. Die Haut enthält Vitamin-D-Rezeptoren, und niedrige Vitamin-D-Spiegel sind bei Psoriasis-Betroffenen deutlich häufiger als in der Allgemeinbevölkerung. Eine Supplementierung sollte immer auf Basis eines Laborwertes erfolgen – und mit Vitamin K2 kombiniert werden. Mehr dazu auf der Vitamin-D-Seite.

Omega-3-Fettsäuren – Entzündungsbremse aus dem Meer

EPA und DHA – die langen Omega-3-Fettsäuren aus fettem Seefisch oder Algenöl – haben nachweislich entzündungshemmende Eigenschaften. Sie konkurrieren mit der Arachidonsäure (Omega-6) um Enzymwege und verschieben das Gleichgewicht hin zu weniger entzündungsfördernden Botenstoffen. Der Omega-3-Index gibt Aufschluss über die tatsächliche Versorgung – ein Wert unter 8 % sollte durch gezielte Supplementierung verbessert werden.

Zink – essentiell für Hautregeneration und Immunfunktion

Zink ist an der Wundheilung, der Immunabwehr und der Regulation von Entzündungsprozessen beteiligt. Bei Psoriasis kann ein Zinkmangel die Erkrankung verstärken. Da Zink über die Nahrung nicht immer ausreichend aufgenommen wird, ist eine Überprüfung im Labor sinnvoll. Gute pflanzliche Quellen sind Kürbiskerne, Linsen und Hülsenfrüchte.

Ernährungsempfehlungen bei Psoriasis

Eher förderlich Eher meiden / reduzieren
Fetthaltiger Seefisch (Lachs, Makrele, Hering) Alkohol (starker Psoriasis-Trigger)
Viel frisches Gemüse, Blattsalate Hochverarbeitete Fertigprodukte
Nüsse, Samen (Walnüsse, Leinsamen) Stark zuckerhaltige Lebensmittel
Hülsenfrüchte, Vollkornprodukte (individuell) Transfette (Frittiertes, Chips)
Olivenöl, Leinöl Rotes Fleisch in großen Mengen
Fermentierte Lebensmittel (Joghurt, Kefir, Sauerkraut) Nikotin – verschlechtert Prognose deutlich

Ob eine glutenfreie Ernährung bei Psoriasis sinnvoll ist, hängt vom Einzelfall ab. Bei gleichzeitig vorliegender Zöliakie oder nachgewiesener Glutensensitivität kann ein Verzicht auf Gluten die Hautsituation verbessern. Ohne diese Grundlage ist eine pauschale Empfehlung nicht gerechtfertigt.

Lebensstil – die unterschätzte Therapieebene

Regelmäßige Bewegung an der frischen Luft – mit natürlicher Sonnenlichtexposition – kann Vitamin-D-Spiegel verbessern und Stress abbauen. Schon 20 Minuten täglich Gehen wirkt positiv auf Entzündungsmarker. Stressmanagement durch Meditation, Atemübungen oder Yoga hat in Studien gezeigt, dass es die Häufigkeit und Schwere von Psoriasis-Schüben reduzieren kann.

Schlafqualität ist ein weiterer, häufig unterschätzter Faktor. Chronischer Schlafmangel erhöht Entzündungsparameter und schwächt die Immunregulation. Wer regelmäßig zu wenig oder schlecht schläft, schafft damit ungünstige Bedingungen für den Verlauf der Psoriasis. Auch die Hautpflege gehört zur Lebensstiltherapie: rückfettende, parfümfreie Cremes und milde Waschmittel können die Hautbarriere stärken und Schübe abmildern.

Schröpfmassage und Phytotherapie als ergänzende Ansätze

Die Schröpfmassage ist ein altes naturheilkundliches Verfahren zur Verbesserung der lokalen Durchblutung und zur Unterstützung der Ausleitung. Bei Psoriasis kann sie – an nicht betroffenen Körperstellen angewendet – reflexartig die Durchblutung der Haut fördern und das Lymphsystem anregen. Sie wird in der Praxis individuell und nicht bei akut entzündeten Läsionen eingesetzt.

Die Phytotherapie (Heilpflanzenkunde) bietet bei Psoriasis verschiedene Ansätze: Mahonienwurzelrinde (Mahonia aquifolium) ist eine der wenigen pflanzlichen Substanzen, für die klinische Studien bei milder Psoriasis vorliegen. Sie wird äußerlich als Creme eingesetzt und kann leichte bis mittelschwere Schübe lindern. Innerlich werden – je nach Situation – leberstützende Pflanzen wie Mariendistel oder entgiftend wirkende Heilkräuter eingesetzt, stets unter individueller Beratung.

Auch die Homöopathie kann nach individueller Repertorisation ergänzend eingesetzt werden. Sie ist kein wissenschaftlich anerkanntes Verfahren, wird aber von manchen Betroffenen als hilfreich erlebt – insbesondere in Bezug auf das allgemeine Befinden und die emotionale Belastung durch die Erkrankung.

⚕️ Wann schulmedizinische Abklärung wichtig ist

Psoriasis ist eine Erkrankung, die eine sorgfältige schulmedizinische Diagnose durch einen Dermatologen erfordert. Nicht jede schuppige Hautstelle ist Psoriasis – Differentialdiagnosen wie Ekzeme, Mykosen oder seborrhoische Dermatitis müssen ausgeschlossen werden.

Unbedingt zeitnah zum Arzt oder in die Klinik sollte, wer:

  • großflächige Hautveränderungen mit Allgemeinsymptomen entwickelt (Fieber, starkes Krankheitsgefühl)
  • eine Psoriasis pustulosa oder erythrodermische Psoriasis vermutet
  • neu auftretende, anhaltende Gelenkschmerzen in Verbindung mit Psoriasis bemerkt
  • keine befriedigende Diagnose für seine Hautsymptome erhalten hat
  • unter einer ausgeprägten psychischen Belastung durch die Erkrankung leidet

Die Naturheilkunde versteht sich bei Psoriasis als ergänzender Partner – nicht als Alternative zur Dermatologie. Kortison-Präparate, Biologika oder Lichttherapien haben ihren Platz bei mittelschwerem bis schwerem Verlauf. Naturheilkundliche Methoden können die Wirkung dieser Behandlungen möglicherweise unterstützen und helfen, Schübe zu verlängern.

Wer bereits schulmedizinisch behandelt wird, muss das nicht aufgeben, um naturheilkundliche Begleitung zu erhalten. Im Gegenteil: In der Kombination liegt oft die größte Chance auf eine gute Lebensqualität trotz Psoriasis. Sprechen Sie mit Ihrem Dermatologen offen über ergänzende Therapieansätze – und bringen Sie mich als Heilpraktiker gern in das Gespräch ein. Transparenz zwischen allen Behandlern ist dabei die Grundlage.

❓ FAQ: Häufige Fragen zu Schuppenflechte / Psoriasis

Ist Schuppenflechte ansteckend?

Nein – Psoriasis ist eine Autoimmunerkrankung, keine Infektionskrankheit. Sie wird weder durch Berührung noch durch andere Kontaktwege übertragen. Leider hält sich dieses Missverständnis hartnäckig in der Öffentlichkeit und führt zu unnötiger Stigmatisierung Betroffener.

Kann Psoriasis dauerhaft geheilt werden?

Eine dauerhafte Heilung ist aus heutigem medizinischen Verständnis nicht möglich. Psoriasis ist eine chronische Erkrankung mit schubförmigem Verlauf. Das Ziel der Behandlung – schulmedizinisch wie naturheilkundlich – ist die Verlängerung beschwerdefreier Phasen, die Reduktion von Schubhäufigkeit und -intensität sowie die Verbesserung der Lebensqualität.

Wie hängen Darm und Psoriasis zusammen?

Das Darmmikrobiom reguliert maßgeblich das Immunsystem. Veränderungen in der Zusammensetzung der Darmflora können Immunreaktionen beeinflussen, die auch die Haut betreffen. Die Darm-Haut-Achse ist ein aktives Forschungsfeld – eine Darmsanierung oder probiotische Therapie kann im Einzelfall sinnvoll sein, ist aber kein universelles Mittel.

Kann Stress wirklich Psoriasis auslösen?

Ja – Stress gilt als einer der bedeutendsten Triggerfaktoren. Psychischer Stress aktiviert über das Nervensystem und Stresshormone (Cortisol, Adrenalin) immunologische Kaskaden, die Psoriasis-Schübe begünstigen können. Stressreduktion ist daher ein eigenständiger therapeutischer Ansatz.

Warum ist Vitamin D bei Psoriasis so wichtig?

Vitamin D reguliert die Keratinozyten-Proliferation (Teilungsrate der Hautzellen) und beeinflusst das Immunsystem. Niedrige Vitamin-D-Spiegel sind bei Psoriasis-Betroffenen häufig und korrelieren in manchen Studien mit schwereren Verläufen. Auch in der Schulmedizin werden Vitamin-D-haltige Cremes lokal eingesetzt – ein Hinweis auf die biologische Plausibilität einer systemischen Supplementierung.

Hilft Sonnenlicht bei Psoriasis?

Ja – moderates Sonnenlicht kann Psoriasis-Schübe lindern. UV-Strahlung wirkt entzündungshemmend auf die befallene Haut und ist die Grundlage der dermatologischen Lichttherapie (UVB-Schmalband). Wichtig ist dabei Maß zu halten: Ein starker Sonnenbrand kann über das Köbner-Phänomen neue Läsionen auslösen. Natürliches Sonnenlicht sollte daher dosiert und nie bis zur Hautrötung genossen werden. In den Wintermonaten fällt dieser natürliche Effekt weg – was erklärt, warum viele Betroffene saisonale Schwankungen erleben.

Nein – die Bioresonanztherapie ist kein wissenschaftlich anerkanntes Verfahren. Sie wird in der Naturheilpraxis als komplementäre Methode eingesetzt und kann bei manchen Patienten subjektiv positive Effekte zeigen. Eine kausale Behandlung der Psoriasis ist damit nicht möglich.

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Hinweis: Die Inhalte dieser Seite dienen der allgemeinen Information und ersetzen keine ärztliche oder heilpraktische Diagnose. Psoriasis erfordert eine fachärztliche Abklärung durch einen Dermatologen. Naturheilkundliche Methoden werden ergänzend und nicht als alleinige Therapie eingesetzt. Einige der hier genannten Verfahren sind alternativmedizinisch und nicht wissenschaftlich anerkannt. Weitere Informationen: Über die Praxis · Impressum
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